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450


Name:
B 184 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Mo 27 Okt 2014 09:25:13 CET
Betreff:Ist mein Kind süchtig?
 

Hallo
Mein fast 17 jähriger Sohn spielt auch schon lange PC.Es fing ganz harmlos an mit Actionspielen über Siedler usw.
Dann folgte WOW was aber bedingt durch die Tatsache das es Geld kostet wenn man richtig zocken will für ihn keine Option mehr war.
Nun ist es LOL das es ja umsonst gibt. Letztes Jahr im Herbst da gab er den PC abends um 21 Uhr noch immer ab.
In der Schule lief es noch einigermaßen bis auf die Tatsache das er eine neue Mathe Lehrerin bekommen hatte welche die schlechten Schüler zu denen er gehörte dermaßen unter Druck setzte das unser Sohn jeglichen Spaß an der Schule verlor und Angst hatte zur Schule zu gehen.
(Bauchschmerzen Albträume Übelkeit sind nur ein paar Symptome)
Als Ablenkung diente ihm unter anderem sein Rechner.Die Schule wurde mehr und mehr zum Albtraum für unsere Familie.
Jeden Morgen gab es dasselbe Prozedere.Ich kann nicht zur Schule dann ging er zu Bett ,schlief bis Mittag (Ich war Arbeiten) wenn ich dann kam stand er auf kam zum Essen und verschwand vor dem Rechner.Von seinem Arzt bekam er dann ein Medikament was ihm ein wenig Ruhe verschaffte.
Den Abschluss hat er dann mit Hilfe einiger Hürden bestanden und die Freude darum machte ihn total glücklich.Jetzt wird alles gut.
Eine Lehrstelle hatte er auch also weiterzocken.
Die Ferien waren lang und der Tages-Nachtrhythmus war total durcheinander es wurde bis morgens 6 gezockt dann bis 14 Uhr geschlafen dann wieder gezockt.
Die Lehre fing dann an und es war sehr schwer für ihn denn er musste ja früh raus,wenn man aber lange zockt dann klappt das nicht.
Mein Mann und ich haben uns den Mund fusselig geredet aber nein er zockt. Wenn wir damit drohen das Kabel zu ziehen wird er agrssiv und droht uns.
Mittlerweile ist er krank geschrieben weil er in seinem Leben keinen Sinn mehr sieht.Er will seine Ausbildung gar nicht weiter machen auch nichts anderes denn er ist davon überzeugt Berufszocker zu werden und in den ganz großen Stadien mitzumachen.
Im Moment gehen wir zu einer Psychologin die ihn von dem Trauma der Schule welches immer noch in ihm schwelt befreien soll.
Zu seiner Zockerei sagt die Dame: Schneiden sie das Kabel durch.Guter Rat!!
Gestern Nacht hat er mir geschrieben(er ist im Moment bei seiner Freundin)ich habe keinen bock mehr aufs leben ich will auch nicht arbeiten ihr wisst was mein Traum ist (Berufszocker) keiner versteht mich mein Leben ist Schei...
Wenn ich ihm jetzt das Kabel nehme besteht bei uns die Angst das er sich was antut
Was macht man in so einer Situation??Blufft er um uns unter Druck zu setzen? Denn das Trauma der Schule ist ja da und da glauben wir ist der Punkt wo er weiß aha :Ich bin krank und meine Eltern wollen nicht das es mir schlechter geht also werden sie mir de PC schon nicht verbieten denn ich könnte ja so depressiv werden das ich mir etwas antue!! Verstärkt das ewige Zocken eine Depression und seine Angstzustände?
Wir sind ratlos und wissen nicht mehr weiter

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449


Name:
Jens Gyarmaty (mail@jensgyarmaty.com)
Datum:Do 09 Okt 2014 09:51:26 CEST
Betreff:Suche Menschen, die mir von ihrer virtuellen Identität erzählen
 

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema vom Abdriften von Menschen in die virtuelle Welt.
Ich habe selber einen 13 jährigen Sohn und gucke mit Sorge in die Zukunft.

Ich beschäftige mich mit dem Thema „Virtuelle Realität". Ich habe viele Gespräche geführt und war auf
Kongressen zu Mediensucht, auf denen Psychologen ihre Erfahrungen mit Betroffenen geschildert haben.
„Betroffen" zu sein hört sich schlimm an und ist schwierig, aber ich glaube man darf es nicht anders nennen.
Wenn die sozialen Strukturen innerhalb der Lebensgemeinschaft angegriffen wird, gibt es ein Problem und
dann ist die ganze Gemeinschaft „betroffen“. Ob man das nun auf eine Familie als Gemeinschaft, oder auch
die gesamte Gesellschaft überträgt. Die Probleme entstehen im Alltag, in den Köpfen und damit in der Seele.
Es ist für mich so schwierig zu begreifen, wie „das Netz“, "das Spiel" solche Auswirkungen auf das reale Leben
haben kann. Das sich das Netz so entwickelt hat, dass es Besitz von uns ergreift. Um es besser zu
begreifen und Menschen dazu anzuregen diese Entwicklung zu hinterfragen, arbeite ich an diesem Thema.

Nun ja. Ich bin kein Psychologe und ich habe einen Standpunkt, aber sehe es nicht als meine Aufgabe zu
bewerten. Ich sehe einfach und mache mir ein Bild und dokumentiere und hoffe dadurch andere Menschen
zu sensibilisieren und aufmerksam zu machen.

Auf den Kongressen wurde viel diskutiert darüber, ob die Sucht nach Spielen wie World of Warcraft, eher
einer Internetsucht oder einer Spielsucht gleichkommt. Das lässt sich psychologisch, neurologisch
bis ins Detail erfragen und zerpflücken. Meine Frage ist eher die, wie das Spiel in das Leben des Menschen
und der um ihn herum Betroffenen eindringt.

Dazu würde ich gerne Alltag begleiten und Interviews führen. Vielleicht bietet Euch das auch eine Form der
Reflektion. Es wäre mein Wunsch Euch auf diese Art etwas zurückgeben zu können.
Im Ergebnis soll ein Kurzfilm entstehen, der die Auswirkungen der virtuellen Realität auf die konkrete uns
umgebende Realität begreifbar machen soll - auf das „Menschsein“.

Wenn Ihr Euch das vorstellen könnt, würde es mich sehr freuen, von Euch zu hören. Gerne können wir uns
vorher treffen und kennenlernen und ihr könnt gucken, wie sich das anfühlt.

Noch ein bisschen was zu mir. Ich heisse Jens, bin 32 Jahre alt und lebe mit meinem Sohn (Nils, 13) in Berlin.
Aufgewachsen bin ich in Süddeutschland. Meinen ersten Kontakt mit dem Internet hatte ich in dem Alter, in dem
Nils heute ist, also mit 13. Das heisst, meine Kindheit war noch analog. Bilder und Gefühle habe ich in meinem
Kopf noch aus dieser Zeit. Irgendwann werde ich also ein Vertreter der letzten Generation sein, die sich an die
analoge Welt noch erinnern kann… :) darauf will ich mich heute schon mal vorbereiten. Wenn ich sehe, wie sich
Nils und seine Freunde und die kommenden Generationen mit der Welt auseinandersetzen, bekomme ich eine
Gänsehaut. Hinterfragt wird nichts. Alles wird hingenommen. Die Technik ergreift Besitz von unserem Denken
und Leben.

Meinen Lebensunterhalt verdiene ich mit Fotografieren für Zeitungen und Magazine. Darüber hinaus
beschäftige ich mich mit Themen, für die ich mich interessiere. Das sind immer Themen, die
mich selbst betreffen, deren Bezug ich immer aus mir selber heraus bekomme. Heimat, Familie,
gesellschaftliche Zusammenhänge, Digitalisierung des Lebens… usw….

Wenn Ihr Fragen habt, fragt bitte alles was Ihr wollt. Ich weiss was es bedeutet, jemanden in seinen Alltag
hineinzulassen und erst recht, wenn es um ein Thema geht, dass auf den Seelen liegt.

Wenn Ihr Interesse habt und auch einen Sinn in solch einem Projekt seht, dann meldet Euch bitte.

Liebe Grüße
Jens

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448


Name:
Mathias Haas (mathias.haas@mail.com)
Datum:Mo 06 Okt 2014 13:09:30 CEST
Betreff:Spielesucht
 

Hallo,

ich bin Mathias, 25 Jahre alt und spiele bereits 10 Jahre lang Rollenspiele und Ego-Shooter, respektive u.a. auch Strategie und MMORPG Spiele.
Ich bin der Meinung, sobald jmd. einen guten Job hat und nicht in der Arbeit oder Schule spielt, dann ist das vollkommen in Ordnung.

Obwohl ich in der Arbeit vom PC arbeite und dort auch sehr oft passiv spiele, denke ich dass mir das Spielen Spass macht, ich aber nicht süchtig danach bin. Ich habe kein Problem das virtuelle und reale Leben zu unterscheiden und von daher auch keine Probleme.

Ich denke es ist in erster Reihe sehr wichtig das reale vom virtuellen unterscheiden zu können und erst seine täglichen Tätigkeiten durchzuführen. Dh. Arbeit, Hygiene, Hausarbeit und dann erst zocken.

Wenn Erwachsene Probleme haben mit Ihren Kindern, hat es kein Sinn - wie es in Deutschland üblich ist - mit jugendlichen zu reden und auf Sie einzugehen, falls diese problematisch werden, einfach den PC wegnehmen und aus die Maus. Wenn dies jedoch jeden Kelch überschwemmt, muss das Kind einfach aus dem Haus und selbstständig werden - das wahre Leben erleben - wo das Kind sich einfach gewöhnen muss Disziplin zu erlernen. Es gibt ja in Deutschland viele Projekte und Möglichkeiten, die diese Alternative unterstützen.

Antworten bitte auf meine Mail: mathias.haas@mail.com

DAnke

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447


Name:
anonym Nr. 183 (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Sa 04 Okt 2014 00:44:24 CEST
Betreff:Was hilft
 

Seit elf Monaten lebe ich mit meinem Freund und dessen volljährige Kinder zusammen. Der 22jährige Sohn ist computerspielsüchtig und verlässt kaum sein Zimmer. Seit seinem Abitur macht er nichts mehr. Er wird finanziell von Mutter und Vater voll unterstützt - ich habe in den elf Monaten diese Situation mit unterstützt, da ich von meinem Geld den Haushalt mitfinanziere. Sein Vater arbeitet meist über 10 Stunden - danach kauft er ein, kocht, kümmert sich um den Haushalt (wir teilen die Arbeit). Der Sohn hat in den elf Monaten nichts dazu beigetragen, isst aber zum Abendessen mit. Er räumt danach seinen eigenen Teller in den Geschirrspüler und verschwindet wieder in sein Zimmer. Er kommt nicht auf die Idee, einmal auch die Teller der anderen mit abzuräumen oder aufzudecken. Das macht seine Schwester. Seine Schwester wäscht für alle Wäsche, auch für ihn. Manchmal kocht sie sogar für ihn. Alle haben Nachsicht mit ihm. Nach einem langen Arbeitstag bringt mein Freund den Müll runter. Nicht sein Sohn. Nach einem langen Arbeitstag fährt mein Freund Brunnenwasser holen. Sein Sohn trinkt es gerne und viel davon. Aber er kommt nicht auf die Idee, selber einmal Brunnenwasser zu holen. Aus Feigheit und Angst vor Konflikten habe ich dem elf Monate zugeschaut. Es gab noch kein gemeinsames Gespräch zu der Situation. Einmal habe ich mit meinem Freund darüber geredet - dass es so nicht weiter geht, dass wir gemeinsam darüber sprechen müssen. Wir haben es dann doch nicht gemacht - alles lief weiter wie bisher. Der Sohn wird bald 23 Jahre und interessiert sich für keine Berufsausbildung. Er ist pro forma an der Universität eingeschrieben, die er noch nie besucht hat. Es wird nicht mehr lange dauern bis er exmatrikuliert wird. Seine Mutter lebt mit ihrem Lebensgefährten ca. 50km entfernt, beide sind Buddhisten. Hin und wieder kommt die Mutter vorbei und holt die Tochter zu sich und manchmal geht der Sohn auch mit. Sie werden eingekleidet und zum Essen eingeladen und zu buddhistischen Veranstaltungen. Was ich tun werde: Morgen kommt mein Freund von seinem Motorradurlaub zurück und ich werde mit ihm über seinen Sohn sprechen. Eine E-Mail mit dem Link zu dieser Seite hat er schon erhalten. Sein Sohn ist offenbar gerade wieder mit der Schwester bei der Mutter. Sobald er zurück ist werde ich auf ein gemeinsames Gespräch bestehen. Ich werde klar machen, dass ich die Situation nicht weiter unterstütze. Das bedeutet, dass ich nicht mehr für den Sohn kostenlos arbeiten werde. Was ich zum Haushalt beisteuere soll der Sohn nicht mehr antasten, weil er keinen selbstverständlichen Anspruch darauf hat. Er ist arbeitsfähig und soll als Erwachsener, der er ist, selber seinen Lebensunterhalt verdienen oder zumindest eine Berufsausbildung anfangen um in Zukunft ein eigenverantwortliches Leben führen zu können. Er ist sich selbst gegenüber verpflichtet und denjenigen, die ihn unterstützt haben, eigenständig zu werden und die eigene Existenz zu sichern. Er ist nicht körperlich und geistig schwer behindert - er besitzt genügend Intelligenz um sich eine Existenz aufzubauen. Das fordere ich ein von Mensch zu Mensch. Es geht nicht an, dass er mit seiner Spielsucht anderen schadet. Seine Freiheit zu tun, was er will, bleibt ihm unbenommen, aber als Mensch eigenverantwortlich zu leben ohne anderen zu schaden, das darf ich verlangen und das werde ich verlangen. Wenn seine Familie ihn weiter finanzieren möchte, in der Hoffnung, dass er doch noch irgendwann eine Berufsausbildung oder eine Arbeit beginnt, dann kann sie das tun, aber ohne mich. Mein Recht auf selbstbestimmtes Leben ist genauso stark wie das Recht des Sohnes. Ich möchte nichts mehr an ihn abgeben, weil seit elf Monaten nichts zurück kommt, was einen Ausgleich schafft. Ich will nicht mehr für ihn mit putzen, waschen, einkaufen. Meine Lebenszeit ist genauso wertvoll wie seine. Wie er seine Lebenszeit verbringt ist seine Entscheidung. Er ist erwachsen. Ich habe kein Mitleid mit ihm. Er hat jederzeit die Möglichkeit eigenständig zu werden. Wenn ihm seine Familie das ersparen möchte - ich werde es nicht tun. Wenn sich die Situation nicht ändern sollte - dahingehend, dass er anfängt eigenverantwortlich zu leben, werde ich aus diesem Haushalt ausscheiden - auch wenn ich dann von meinem Freund getrennt wohnen muss. Für mich ist das der richtige Weg. Ich bin der Meinung, dass Computerspiele und Fernsehen auf Dauer bei jedem Menschen Initiative lähmen, Kreativität töten und Energie fressen. Der Sohn ist sicher ganz anderer Meinung - natürlich, die Menschen sind verschieden und jeder hat eine andere Sicht auf die Welt - darf auch jeder haben, nur - und darin sind sich doch alle Menschen einig - lebe so, wie du es willst - aber ohne anderen Mitgliedern der Gemeinschaft zu schaden. Auch ich möchte dem Sohn nicht schaden, aber ich spüre soviel Wut in mir, darüber, dass er sich mit 22 Jahren ganz selbstverständlich von anderen versorgen lässt ohne für die Gemeinschaft derer, die ihn versorgen das geringste zu tun. Diese Wut will ich nicht mehr mit mir herumtragen. Ganz sicher nicht.
Bei vielen Einträgen, die ich in diesem Forum gelesen habe, wird der/die Spielsüchtige finanziell oder sonstwie unterstützt. Meiner Meinung nach ist das der Weg die Spielsucht zu unterstützen und wirkungsvoll allen Beteiligten zu schaden. Ich glaube, dass die Forderung nach Eigenverantwortlichkeit für das eigene Leben der Konfliktsituation am besten gerecht wird. Ich kann keinen erwachsenen Menschen zwingen ein anderes Leben zu führen. Aber auch von einem Spielsüchtigen erwarte ich Respekt vor dem Leben der anderen. Das fordere ich ein. Wenn der Respekt fehlt, ist die Liebe dort verloren. Sie kann dann nur an einem anderen Ort wieder zu finden sein. Diesen Ort werde ich aufsuchen. Mal sehen, wer da noch ist.

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446


Name:
anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Do 21 Aug 2014 17:22:36 CEST
Betreff:anonym
 

World of Warcraft (oder WoW) ist nicht das einzige Spiel, welches Menschen in den Bann zieht. Klar, dass ist eine große Masse, die dieses Spiel regelmäßig und dauerhaft konsumieren, doch trotzdem müssen sie nicht WoW in die Hölle wünschen. Das Spiel League of Legends (LoL) hat 3-mal soviele Spieler, 4 Millionen Spieler täglich, 10.5 Millionen Stunden gespielt pro Tag und
bei mehreren E-Sports Events insgesamt schon 5 Millionen Euro und Dollar an Pro-Gaming Teams gegangen.

Das Spielen ist nicht immer schlecht, man kann, wie gerade erwähnt, damit Geld verdienen. Durch das Videomachen auf Youtube, Livestreamen auf Twitch.tv oder ähnliche Auftritte wie zum Beispiel
auf Messen wie den VideoDay. Ich persönlich habe nichts gegen Spieler im Freundeskreis oder allgemein. Ich selber spiele Spiele, meistens mindestens fünf Stunden am Tag; aber das heißt nicht,
das ich nicht aufhören kann. Ich kann jederzeit, meistens zumindestens, rausgehen und mit Freunden draußen in den Park gehen.

Einwenig informieren sollte man sich schon, bevor man sich beschwert. Viele Menschen spielen nur aus Verzweiflung; ich, zum Beispiel, habe aus Depressionen und Traurigkeit angefangen zu spielen, damit ich mich selber als andere Person füllen konnte, als ich wirklich war...

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445


Name:
Kerstin (zip.zap@gmx.de)
Datum:Mi 16 Jul 2014 22:10:47 CEST
Betreff:WOW-Wahn - Sohn meines Lebenspartners
 

Hallo Zusammen,

Ich weiß garnicht wie ich anfangen soll, vll. muß ich es mir auch nur mal von der Seele schreiben...
Es liegt mir im Magen, weil es so unverständlich ist!

Ich lebe seit 7 Jahren mit meinem Partner zusammen. Wir sind beide in der Druck-Branche tätig
und berufsbedingt (Grafik-Designerin) sitze ich selbst viel am Rechner.
Als wir damals zusammengezogen sind, wollte sein Sohn mit bei uns einziehen, was uns sehr gefreut hat.
Er war so ein lieber Junge und jetzt, 7 Jahre später, man findet keine Worte dafür!

Schon immer haben wir scheinbar den Fehler gemacht, das er zuviel am Rechner spielen durfte,
das Spiel WOW ist seit gut 5 Jahren ein ewiges Diskussionsthema, Streitgrundlage usw...
Im September ist er seit einem Jahr berufstätig, aber wie lange das noch gut geht???

Seit einigen Monaten werden wir von vorne bis hinten belogen, Berufsschule macht er seit Wochen blau,
Nach 6 Wochen in Folge unentschuldigtem fehlen wurde dies an seinen Chef und auch an uns heran getragen
und er hat von seinem Chef eine Abmahnung bekommen. Seit einem Jahr macht er Führerschein, nachdem
"nicht bestehen" in der Theorieprüfung liegt dieser seit November unvollendet prach...
(Zu seinem 18. Geburtstag bekam er ein Auto von uns, das ist bereits 5 Monate her)

Als mein Partner und ich vor kurzen im Urlaub waren, hat er blau gemacht und damit vor meinem Bruder
geprahlt, das er schon 100 Stunden die Woche geschafft hat. Meine Eltern ( die mit im haus leben), hat
er von vorne bis hinten belogen mit frei haben usw. dabei hatte er sich krankschreiben lassen.

Das ganze ist eskaliert, mit seiner Mutter und auch mit uns und heute hatte er (wahrscheinlich um alle zu beschwichtigen)
gemeinsam mit seiner Mutter ein Gespräch bei der Suchthilfe für Spieler gehabt. Nach Gesprächen %26 Telefonaten,
nach abends zusammen grillen, ging er in sein Zimmer und als wir des späteren mal nachsahen spielte er WOW, als wäre
NIE darüber gesprochen worden.

Er hat mit allen über dieses Problem gesprochen, er weiß was er für ein Problem hat, er weiß das er nur noch lügt und
das er kurz vorm Rauswurf in der Arbeit steht und dann geht er an den Rechner und spielt WOW?

Ich habe ihm Stromabschaltung angedroht, hab gesagt das ich von nem Hacker seinen Account löschen lasse usw.,
aber wäre es richtig dies zu tun? Wie verhält man sich da denn richtig, Rechner wegnehmen?
Internet hat er von uns keines mehr, er hat sich einen Stick gekauft... Das ist so fürchterlich krank und so schwer
zu verstehen... Kann mir jemand sagen wie man sich hier richtig verhält?

Er meinte er schafft es alleine weniger zu spielen, nur noch an seinen freien Tagen...
Ich denke das ein kompletter Schnitt die einzige Möglichkeit ist davon weg zu kommen,
aber habe Angst das er dadurch total abdrifftet, aus Panik usw.

Vielleicht hat der ein oder andere Erfahrungen dazu, zu den Versprechungen %26 Lügen und wie man sich am besten
verhält um ihn bei dem Ende mit WOW zu helfen.... es ist wirklich schwer %26 so wahnsinnig traurig. :(

Liebe Grüße,
Kerstin

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444


Name:
anonym B182 (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Sa 01 Mär 2014 20:54:27 CET
Betreff:WoW Sucht
 

Hallo Zusammen!

Ich weiss gar nicht so richtig wie ich anfangen soll, aber ich versuch es mal. Unsere Tochter und ihr Mann spielen seit einer langer Zeit WoW regekmässig, um nicht zu sagen jeden Tag, aber wir vermuten es. Unsere andere Tochter mit ihrem Mann und den beiden Jungs war bei uns in den Ferien aus Deutschland zu Besuch und hatte vorgeschlagen, unsere Enkeltochter zu holen, weil sie auch gerade Ferien hier in der Schweiz hatte und sich die beiden Jungs auch gefreut haben, wenn sie kommt. Sie sind dann hingefahren um sie abzuholen. Die Wohnung war nicht aufgeräumt und schmutzig und das Kinderzimmer sah aus wie nach einen "Bombenangriff". Als meine Tochter dann mit unserer Enkeltochter hier ankam, erzählte sie mir das. In den 4 Tagen erzählte uns unser Enkelkind einiges. Wenn sie aus der Schule kommt, bekommt sie nichts zu es Essen, obwohl meine Tochter nicht arbeitet. Meist isst sie nur Süssigkeiten. Abends kann Sie nicht schlafen, weil unser Schwiegersohn im Schlafzimmer und unsere Tochter im Wohnzimmer so laut mit den Mitspielern redet.Sie hat ihnen das schon ein paar Mal gesagt, aber das interessiert sie nicht. Sie muss sich fast unsichtbar zu Hause machen, damit sie Mama und Papa nicht nervt. Die Hand ist den Beiden auch schon ab und zu ohne ersichtlichen Grund ausgerutscht. Wir haben sie darauf angesprochen, warum denn ihr Zimmer so aussieht. Sie sagte zu mir: Oma ich weiss nicht wo ich anfangen soll, mir hilft doch keiner mit. Ich habe Mama schon ein paar Mal gefragt, aber sie will nicht mit helfen. Die Krönung des Ganzen ist, das seit kurzer Zeit unsere Enkelkind (9 Jahre)dieses WoW auch spielt.Die Schule ist mittlerweile auch aufmerksam geworden, weil das Kind immer abwesend wirkt und auch ab und zu ohne ersichtlichen Grund weint. Die Krönung des ganzen ist, das seit kurzer Zeit unsere Enkelkind dieses WoW auch spielt. Die Schule hat jetzt eine Psychologin eingeschaltet. Ich hab die Schule an Sie hat in den 14 Tagen Ferien meine Tochter mehrfach angerufen wegen eines Termins, aber sie geht nicht ans Telefon und ruft auch nicht zurück, obwohl sie die ganze Zeit zu Hause war. Das habe ich von der Schulleitung erfahren. Nun ist es soweit, das sie einen Termin zugeschickt bekommen hat und wenn sie da mit unserem Enkelkind nicht erscheint, wird eine Gefahrenstandsanzeige an das Jugendamt geschickt. Ich habe erfahren, das ich auch so eine Anzeige machen kann, aber ich weiss nicht wie meine Tochter reagiert, wenn sie das erfährt. denn als sie unser Enkelkind nach den 4 Tagen abholte, hab ich sie zur Rede gestellt und sie hat mich und alle Anderen beschimpft und ist raus gerannt und will seitdem nichts mehr mit uns zu tun haben. Sie hat alle Telefonnummern von uns und ihren Geschwistern gesperrt und hat uns alle aus Facebook geschmissen.
Was kann man da noch tun? Ich mach mir riesige Sorgen um unser Enkelkind und weiss mir einfach keinen Rat.
Zumindest musste ich mir das mal von der Seele schreiben, aber ich glaub mir hilft das gerade auch nicht.

Liebe Grüsse

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443


Name:
Onchen (gereonheitkamp@yahoo.de)
Datum:Fr 28 Feb 2014 23:33:37 CET
Betreff:Bin ich zu radikal?
 

Das ist eine lange und recht verworrene Geschichte. Ich habe vor sehr langer Zeit zusammen mit meiner Frau, meiner Nichte und ihrem Lebensgefährten WOW angefangen zu spielen. Ich habe im Schnitt 8 Stunden am Tag gespielt, manchmal (besonders am Wochenende) auch mal 2 Tage am Stück. Das Leben bestand aus Arbeiten, Spielen, Schlafen. Als ich nach etwa einem Jahr noch einen schlimmen Unfall hatte und über 3 Jahre nicht arbeiten gehen konnte wurden aus den 8 Stunden dann 16 Stunden. Als ich endlich wieder soweit war arbeiten zu können, habe ich mir Sorgen gemacht, wie ich meinen ingame-Erfolg noch halten soll, wenn ich nurnoch maximal 8 Stunden Zeit zum Spielen hätte. Genau in dem Moment hatte ich dann das Gefühl,dass das Spiel eigentlich kein Zeitvertreib mehr war, sondern längst zu einer Pflicht geworden ist, darauf hin haben meine Frau und ich unsere Accounts verkauft und das Thema WOW war für uns gegessen.Und dann ging es eigentlich erst los... Meine Nichte mittlerweile 27 Jahre und ihr Freund haben weiterhin gespielt, soweit kein Problem. Als ich allerdings vom ihm hörte, dass er seine Arbeit gekündigt hat, weil sie nicht mehr mit seinen Raid-Zeiten übereinstimmt und von meiner Nichte gehört habe, dass sie einen Antrag auf Frührente wegen psychischen Erkrankungen gestellt hat, habe ich doch etwas ungehalten reagiert, als ihre Lieblingsband Silvester hier aufgetreten ist, und wir zwei Karten für sie mit gekauft haben, sie uns sagte, dass sie sich lieber das Feuerwerk in Sturmwind mit ihren "Freunden" ansehen will, war ich sehr enttäuscht, hab mir aber gedacht, dass sie schon weiß was sie tut. Als die Beiden dann noch vom Ruhrgebiet nach Leipzig gezogen sind (weil man da angeblich besser eine Arbeit findet) und beim Umzug alle Möbel in der Wohnung gelassen haben bis auf ihre PCs, weil sie in 3 Monaten es nicht geschafft haben ihre Sachen zu packen, war meine Toleranzgrenze fast erreicht. Als sie mir dann erzählte, dass sie nach 2 Monaten in Leipzig es "endlich" geschafft haben ALG 2 zu beantragen, habe ich angefangen zu resignieren und den Kontakt abgebrochen. Meine Schwester hat die Unterstützung für meine Nichte nach 3 Monaten Leipzig abgestellt, als herausgekommen ist, dass sie das Geld, wovon sie sich eine neue Einrichtung kaufen sollten in zwei schnellere PCs investiert haben, weil das Spiel ruckelt. Mittlerweile ist ein Jahr vergangen in dem ich nichts mehr von meiner Nichte und ihrem Freund gehört habe und ich frage mich, ob der Gedanke, dass sie erst richtig im Dreck stecken müssen um zu sehen, dass sie den Kontakt zur wirklichen Welt verloren haben, vielleicht nicht unbedingt so gut ist. Mittlerweile frage ich mich ernsthaft, ob so ein radikaler Kurs Sinn macht, oder ob ich evtl. das Ganze eher verschlimmere....

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442


Name:
anonym B181 (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Di 18 Feb 2014 14:31:23 CET
Betreff:Wie kann ich meinem Freund nur helfen?
 

Hallo Ihr,
ich bin durch Google auf diese Seit gestoßen, weil ich am verzweifeln bin.
Ich bin seit fast 2 Jahren mit meinem Freund zusammen, von Anfang an zockte er WOW, okay nicht nur WOW, auch Borderlands, Diablo und wie sie alle heißen. Anfangs stand ich dem ganzen offen gegenüber, schaut mir WOW auch selbst mit an und ließ mir erklären, was das alles ist. Dafür begeistern konnte ich mich nicht.... die ganze Spielerei nahm immer mehr zu... er vernachlässigte mich, ging nach haus nur um zu zocken, schickte mich heim, nur dass er zocken kann. Ich muss noch sagen, wenn ich bei ihm war, hat er den PC aus gelassen. Wir haben dann geredet, dass mich das verletzt und ich habe ihn gebeten, dass er das bitte lässt mit WOW (da ich mich informiert hatte, dass es ein open end spiel mit sehr hohem suchtfaktor ist). er sah es ewig nicht ein, sagte er zocke das schon seit sooo vielen Jahren und er hat weder eine Sucht, noch sonst irgendwas. ICh habe dann zu harten Mitteln gegriffen und den Token (glaube das heißt so)weggeworfen... erst war er sehr sauer und wütend, aber er hat es dann eingesehen und hat fast ein ganzes Jahr kein WOW mehr gespielt. Es lief langsam wieder besser zwischen uns, er zockte zwar andere Dinge, aber er war dadurch nicht so sehr in deiner Persönlichkeit verändert wie durch WOW.
Seit kurzem ist er wieder eine vollkommen andere Person, die ich nicht wiedererkenne. Er interessiert sich nicht für mich, er meldet sich nicht, er will mich nicht sehen, er geht nicht mit feiern, weil er angeblich die Locations nicht mag und er sitzt nur zu hause und zockt.. den ganzen tag, die ganze nacht... er kommt von der Arbeit um 16 uhr nach hause und schaltet den rechner an... essen tut er am schreibtisch.. warum auch extra an den küchentisch setzen?.... als ich ihn darauf angesprochen habe was los ist, wollte er erst nicht rausrücken, weil ich ihm sagte, wenn er wieder wow anfängt hat die beziehung keinen sinn mehr, er hat es dann trotzdem erzählt und ich war echt geschockt und konnte gar nichts sagen.. er erzählte mir dass er es seit einigen Wochen nun wieder spielt, weil sein bruder auch angefangen hätte....
ich muss dazu sagen, er hat auch so viele probleme... freunde hat er keine (ich nehme an, alle durch WOW verloren), er hat sein Hobby vernachlässigt, führt es überhaupt nicht mehr aus, weil zocken wichtiger ist.
naja ich bin dann zu ihm gefahren und wollte meine Sachen holen und mit ihm reden, stattdessen hat er mir meine Sachen gegeben und mir die Tür vor der Nase zugeknallt... für ihn war da alles zu ende, klar es war am einfachsten.... er musste ja so schnell wie möglich wieder an den PC um in seine fantasiewelt zu flüchten. einige stunden später und einige gespräche mit freunden später, fuhr ich erneut zu ihm um das gespräch zu suchen. er hat vollkommen abgeblockt und sagte nur, dass die beziehung beendet ist und dass wir nicht zusammenpassen, da ich nicht akzeptieren kann, dass er gerne mal zockt. ich hab ihm dann gesagt, dass ich mich erkundigt habe und dass das mehr als nur mal zocken ist, sondern dass es eine sucht ist und ich mit ihm zu ner beratung gehen möchte (hatte schon einen termin ausgemacht)... er hat natürlich abgeblockt, sagt von sich selbst er braucht keine hilfe, ist nicht süchtig, hat kein problem, alles gut. Er will von heute auf morgen die Beziehung nicht mehr.... und der Auslöser soll WOW sein? ich bin vollkommen am boden zerstört... wir hatten schöne zeiten, zwar auch schwere, aber ich liebe ihn über alles, ich dachte er mich auch. ich weiß, dass spielsucht eine sucht wie alkoholsucht oder drogensucht ist, aber was tun, wenn der partner nicht mehr er selbst ist und alles wegwirft?? er sagt selbst, dass er aus der scheiß realität in die schöne fantasiewelt flieht und dass er das gern macht... auf meine frage, warum er nach so lange zeit wieder anfing meinte er "hab doch jetzt lange genug aufgehört, da kann man doch mal wieder spielen, außerdem spielt mein bruder jetzt auch"....ich weiß nicht was der auslöser war.... aber irgendeinen muss es geben. ich weiß, dass er mich wirklich schlecht behandelt und dass ich auch wirklich am boden zerstört bin, weil er mich abweist, aber ich würde ihm so gerne helfen und ihm zeigen, dass das reale Leben vie lschöner ist und dass man über den PC keine liebe, umarmungen, nähe spüren kann..
Hat jemand von euch Tipps für mich?? ich weiß einfach nicht mehr weiter.... ich will ihn nicht verlieren.

Vielen Dank!

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441


Name:
Jennifer M. (mathes.jennifer@web.de)
Datum:Mo 10 Feb 2014 20:20:49 CET
Betreff:Ich mache mir sehr große sorgen um meinen bruder!
 

Mein jüngerer bruder (philipp 18) ist leage of legens süchtig.
seit dem er 14 ist spielt er dieses spiel.
schon wie er klein war kam er einfach nicht vom gameboy weg und wurde sehr aggressiv.
Wie meine eltern noch zusammen waren haben sie ihm immer verboten zu spielen, was allerdings nichts brachte.
er durchwühlte die komplette wohnung bis er den gameboy fand.
als dann der pc populär für ihn wurde fing es an mit lol.
Meine eltern waren zu dem Zeitpunkt schon geschieden und mein bruder lebte bei meinem vater.
Er spiele 4 oder mehr stunden und wenn mein vater nicht da war sogar ganze tage durch.
Einmal spielte er sogar so viel das er einschlif und nicht einmal mehr die türglocke hörte und mein vater den schlüsseldienst rufen musste.
außerdem verspielte er über 100 euro die er nicht hatte.
zum glück musste mein vater diese nicht zahlen da mein bruder zu dem zeitpunkt noch minderjärig war.
Irgendwann kam er dann in eine jugengruppe wo ihm das soziale, reale leben wieder beigebracht werden sollte.
er durfte am tag nur noch eine stunde an den pc was ihm sehr schwer fiel.
philipp fing an sehr viel zu rauchen und auch drogen (mariuhana) zu konsumieren.
Als die gruppe ihn deswegen nicht mehr tragen konnte, musste wieder das jugendamt ran und so schauten wir uns zusammen ein auszubildenden wohnheim an.
er begang 2011 seine ausbildung als fachlagerist.
es hielt allerdings nicht lange zeit an und als er seinen pc dann bekam zockte er nur noch.
er überzog das internet-limit seines handys um eine ordentliche internetverbindung für das spiel zu haben.
was das problem daran war das dieser handyvertrag über meine mutter lief und sie jeden monat eine nachrechnung vom 50-90 euro hatte.
letztenendes ging mein bruder weder in die berufschule noch in die arbeit ohne krankmeldung.
eine lehrerin aus der berufschule hatte ihn sogar gedeckt, weil er ja noch minderjärig war und somit die berufschulpflicht hatte.
Seine lehrerin verlor ihren job und musste die strafe zahlen die eigentlich mein bruder zahlen müsste.....
das war für meine mutter und mich darmals schon ein harter schlag.
dann verlor er seine ausbildung.
seit dem lebt er wieder bei meiner mutter... wir dachten er braucht einfach nur eine starke hand die ihm seine grenzen zeigt,aber wir irrten uns.
am anfang war alles in ordung bis er wieder sehr aggressiv wurde, nicht mehr im haushalt half und immer wenn es möglich war, versuchte an den laptop zu kommen.
ich muss erwähnen das der computer zu der zeit noch bei mir im wohnheim verweilte.
es war 2 mal so das meine mutter und ihr mann ihm sagten sie würden ihn rausschmeißen, wenn er nicht aufhörte.
2 mal gelang es ihn wieder zur besinnung zu bringen.
vor ca. 2 monaten brachten mein freund und ich dann seinen computer mit aus dem wohnheim.
seit dem eskaliert es!
er ist hoch aggressiv, geht nicht in die schule (bfz) und klaut meinen eltern das essen.
wir wissen einfach nicht mehr weiter und können ihn finanziell nicht tragen.
weil wenn er aus dieser maßnahme geschmissen wird, dann bekommt er kein geld mehr...
seit dem 18.8 ist philipp volljährig.

bitte helft uns er ist mein bruder und ich liebe ihn aber so geht es nicht weiter

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440


Name:
B 179 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Mo 18 Nov 2013 19:41:43 CET
Betreff:Computerspielsucht und ihre Auswirkungen
 

Ein Brief an die Welt,

Sehr geehrte Damen und Herren,

Für mich kam es schleichend, unerwartet und die Folgeschäden waren mir erst später bewusst.
Wenn ich mich kurz vorstellen darf:
Mathias S. momentan 27 Jahre alt Wohnhaft in nähe Karlsruhe. Ich verlor die Kontrolle über mein Leben oder ich bin Online Spielsüchtig mit 15 Jahren Jahren geworden.

Für mich war es zu der Zeit wie ein Kick, eine neue Herausforderung die ich suchte. In meinem damals für mich gefühlsmäßigen langweiligen Leben. Jetzt würde ich mit gewissheit behaupten, dass mich auch der falsche Freundeskreis dazu bewegt hatte ins Portal des Internets und somit zur Computerspielsucht trieb.
Angesagt waren Killer Spiele wie: Counterstrike, World of Warcraft, Half-Life. Andere EGO-Shooter.

Somit verbrachte ich am Tag 8-10 Stunden am Rechner, ebenso spielte ich mit meinen Freunden an grossen Event Lans. Wir dachten damals wir wären cool wenn wir die Nacht durchzocken würden und PC Preise abräumten.
Heute kann ich nur über meine damalige Haltung lachen und vor Wut meiner Dummheit kommen mir fast die tränen.
Nun verlor ich irgendwann das Zeitgefühl und meine Verpflichtungen im realen Leben. Sacke immer mehr ab und nehme nicht mehr am geschehen der Welt teil.

Ich würde dafür unterschreiben und beinahe mein Vermögen darauf verwetten: Das solche Gewaltverherlichten Computerspiele nicht nur die Seele beschädigen, sondern die Nervenzellen des Gehirns erheblich angreifen und den PC-User (Benutzer) vor dem PC emotional verarmen lassen.

Was mich aus dieser fast aussichtslosen Lage weggebracht hat war: Meine Familie die trotz dessen hinter mir Stand, meine Jungs aus dem Fußballverein die mich zur Vernunft brachten, und mein unbändiger Wille mein Glaube an Gott Jesus Christus.

Ich leide und fühle mit den betroffenen und angehörigen mit, doch selbst wenn sie das Problem erfolgriech lösen und davon geh ich aus, wird es nicht behoben sein!
Das ist nicht nur das Problem C O M P U T E R. Sondern, wir haben hier ein Gesellschaftliches Problem in unserer Postmodernen Zeit. Wo sich Firmen und PC-Games Entwickler eine Goldene Nase mit den Schwächen und Bedürfnissen des meißt unwissenden Jugendlichen verdienen. Und unser Staat untersützt das auch noch! SCHEISSE!

Mein Tipp an Betroffene:
Wichtig! Entziehen sie ihm nicht ganz das Computerspielen auf einmal. Machen sie es Schritt für Schritt.
Es ist vergleichbar wie mit einem Heroin Junkie dem man sein ganze Droge auf einmal wegnimmt. Folge: Er dreht durch und schlägt wild um sich.
Am besten sind gute Freunde, ein Verein, eine Tätigkeit die nichts am PC zu tun hat.
Das treffen mit anderen Leuten, eine Gemeinde. Für mich war es eine christliche Gemeinde.
Ein Urlaub in der Natur könnte wunder bewirken.
Ski / Snowboard fahren.
Setzen sie ihm/ihr Ziele, verteilen sie Aufgaben.
Beten Sie für ihn.

Viel Erfolg und Glück.


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Name:
B 178 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Mi 09 Okt 2013 12:22:04 CEST
Betreff:Computerspielsucht überwunden
 

Sehr geehrtes, liebes Ehepaar Hirte,

als ich heute eine "Mutmach"-Email an Sie senden wollte, las ich mit großer Freude von der Heimkehr Ihres Sohnes. Ich beglückwünsche Sie und ihn dazu und wünsche Ihnen weiterhin alles erdenklich Gute!

Seit Jahren lese ich Ihren Newsletter - anfangs noch in tiefster Verzweiflung über meinen computerspielsüchtigen Sohn und nun nur noch zur sachlichen Information. Mein Sohn ist seit ca. drei bis vier Jahren wie neugeboren und im wirklichen Leben angekommen. Er ist nun 32 Jahre alt, im 2. Lehrjahr einer 2-jährigen Ausbildung und stolzer und liebevoller Vater einer Tochter geworden. Sein Lehrherr hält sehr große Stücke auf ihn und fordert und fördert ihn. Sein Berufsschulzeugnis ist 1 A mit der besten Bemerkung. Nächstes Jahr heiratet er, wenn die Ausbildung beendet ist, und seine Verlobte und wir sind sehr stolz auf ihn, dass er die Computerspielsucht überwunden hat und sein neues Leben so gut meistert.

Dabei sah alles viele Jahre lang zutiefst hoffnungslos aus. Als er 2000 das Abitur mühelos schaffte, danach Zivildienst leistete, um dann Informatik zu studieren, wussten wir noch nicht, dass er bereits in den teuflischen Fängen der C.spielsucht war. Es begann vor dem Abitur noch schleichend damit, dass er mit einem amerikanischen Freund oft die halbe Nacht durch am Computer spielte. Erst als er das Studium schmiss, (damit u. a. auch sein Bafög verwirkte,) und er dann einen anderen Studiengang erfolglos / nur pro forma "studierte", (den er selbst mittels Darlehen / Verschuldung finanzierte,) da wussten wir, was los war.

Auch er war - wie Ihr Sohn - in einer tiefen Depression gefangen, die ganze Familie mehr oder weniger auch depressiv und ratlos. Als mir das Ausmaß seiner Erkrankung bewusst wurde, gab es Ihre Homepage noch gar nicht. Ich fand heraus, dass nur ein stationärer Aufenthalt im Ausland mit horrend hohen und für uns unbezahlbaren Tagessätzen ihm helfen hätte können. Da blieben uns nur die Verzweiflung und die Depression. (Abgesehen davon sind wir unser ganzes Geld los geworden ohne Aussicht auf irgend einen Berufsabschluss unseres Sohnes.) Dabei war er ein begabter Schüler, der das Abi spielend schaffte und einem glänzenden Studienabschluss entgegen gehen hätte können.

Er schaffte den Absprung erst, als er als Hilfsarbeiter arbeiten musste, um sich ernähren zu können, nachdem er exmatrikuliert wurde. Da zog er sich gleichsam am eigenen Haarschopf aus dem Sumpf. Anfangs dieser Jahre tauchte seine Freundin und jetzige Verlobte auf, die einen sehr guten Einfluss auf ihn ausübte und der er imponieren wollte. Gleichzeitig wurde sein damaliger Chef, der nun auch sein jetziger ist, auf ihn aufmerksam. Er entdeckte sein Potenzial und ermöglichte ihm die späte Ausbildung. Dieser Chef wird ihm nach der Berufsabschlussprüfung 2014 noch eine Spezial-Ausbildung im Computerbereich finanzieren mit der festen Stellenzusage in seinem Betrieb. Also sehr gute Aussichten trotz des Bruchs in der Biographie!

Eine Anregung habe ich noch zum Schluss: Es wäre m. E. eine Untersuchung wert, inwieweit die Computerspielsüchtigen in ihrer frühkindlichen Entwicklung gestört wurden. Ich bin fest davon überzeugt, dass die vielen Klinikaufenthalte meines Sohnes während der ersten vier Lebensjahre (allein zwei Operationen. bereits am 3. Lebenstag und mit einem Jahr, und viele Intensivstationsaufenthalte) ihre seelischen Schäden hinterlassen haben, obwohl mein Sohn von mir begleitet wurde, so gut ich konnte. Er war auch bis zu seinem Studium und dem Absturz in die C.spielsucht ein sonniges Kind und von allen geliebt.

Sollten diese Studien meine Vermutung stützen, müsste von politischer Seite aus alles getan werden, um ähnliche Fälle, die im Gegensatz zu meinem verhinderbar sind, zu vermeiden. Ich denke an Problemfamilien, wo die Kinder sozial im Abseits sind, oder an Kinder, die finanziell bedingt die so wichtige Mutterbindung mit der Bildung des Urvertrauens von Geburt an oder auch bis zum dritten Lebensjahr vermissen müssen. Das Geld, das hier fruchtbringend eingesetzt werden müsste, steht in keinem Verhältnis zum großen finanziellen, volkswirtschaftlichen Schaden, der anderenfalls entsteht.

Sie dürfen diese Email gerne veröffentlichen. Ich denke, dass sie andere ermutigen kann. Denn das haben die Betroffenen beileibe bitter nötig. Zum Herzeleid hinzu kommt nämlich noch das Unverständnis der Umwelt, selbst von Familienangehörigen und Freunden, die von solchem Leid unverdienterweise verschont blieben.

Ich freue mich für Sie, danke Ihnen für Ihre wertvolle Arbeit und grüße Sie herzlich!

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Name:
Sabine anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Do 29 Aug 2013 11:36:14 CEST
Betreff:Online Computerspielsucht
 

Es kostete mich viel Überwindung und Überredung endlich meinen Kummer mitzuteilen.
Ich bin das Erste Mal in meinem Leben und als Mutter total ratlos und überfordert.
Wir waren immer eine heile und liebevolle Familie, bis vor kurzem.
Es handelt sich um meinen Sohn der bereits 20 Jahre ist, noch zu Hause wohnt und sich immer mehr von uns, der ganzen Familie und den wichtigen Dingen im Leben wie Arbeit entfernt.
Wir haben keinen Zugang mehr zu ihm.
Angefangen hat es allerdings schon mit 17, oder auch schon früher, wollte sich nichts mehr sagen lassen udgl. (Pubertätsbedingt eigentlich dachte ich immer)
Das war ein ständiges Auf und Ab. Wie überall anders halt auch!
Ich habe keinen Plan wo ich eigentlich anfangen soll zu erzählen.
Mein Mann und ich haben es wie es scheint, immer verharmlost und gedacht man muss noch froh und glücklich sein dass er so ist wie er ist, denn es gibt sicher Schlimmeres.
Mein Sohn ist immer ein braves und ganz liebes Kind gewesen, den alle liebten und mochten.
Keiner von der Familie versteht deshalb sein jetziges Verhalten.
Nur seine Freunde, denn die ticken nicht anders als er selbst, verstehen ihn anscheinend!
Er ist aufbrausend, zeitweise aggressiv, lustlos, ablehnend, bestreitet alles, zurückgezogen uns gegenüber und so was von uneinsichtig und lügt permanent alle an, dass es schon Oskarreif ist und er selber merkt es nicht einmal wie er uns damit verletzt.
Er hat nie Hunger und sagt immer er hat schon gegessen, vermeidet mit uns am Wochenende Mittag zu essen hat zeitweise schon dunkle Augenringe und sieht für mich einfach krank aus.
Wenn er einmal mit uns ist, dann ist er in 10 Minuten fertig und gleich wieder in seinem Zimmer.
Er weigert sich mit mir zum Arzt zu gehen und sagt zu mir immer " was du dir immer einbildest".
Ich habe einfach Angst und weiß eigentlich nicht einmal so recht vor was!!!
Alle Gespräche die wir schon vor der jetzigen Situation führten, waren für ihn eine Qual, dann riss er sich halt wieder ein paar Tage/Wochen zusammen.
Wir dachten dann immer, ok jetzt hat er es endlich gerafft.
Dann ein paar Tage (ab und zu auch Wochen) darauf wieder die Ernüchterung!
Stundenlanges Computerspielen oft bis zu 13 Stunden täglich oder auch die ganze Nacht durch und neben bei läuft aber auch noch der Fernseher. Selbst ohne sein Handy geht er nicht einmal aufs Klo, sogar beim Duschen hat er es dabei.
Alles reden, immer nur ; jaja.........(soviel wie leck mich am arsch)
Den ganzen Sommer über war er gerade 3 mal mit Freunden schwimmen und wir hatten einen schönen, heißen und langen Sommer.
Wir würden ihm auch bei der Suche nach einer Wohnung unterstützen, doch dazu braucht er erstmal einen Job,
ich kann ja die Wohnung nicht auch noch zahlen dafür hätte ich ja nicht einmal das Geld.

Eskaliert ist die Situation dann allerdings am Montag den 19. August.
An diesem Tag hätte er ein Bewerbungsgespräch bzw. einen Probetag gehabt, zu dem er einfach nicht hingegangen ist, da er verschlafen hatte od was auch immer, weil er wieder einmal bis spät in die Nacht vor seinem Computer verbrachte.
Mein Gedanke ist immer, er ist 20 ich kann ihm nichts mehr verbieten.
Man kann nicht mehr wie reden!
Wir haben dann auch schon mal ab und zu das Modem einfach versteckt oder ausgesteckt wenn es zuviel wurde, immerhin zahlt er ja auch nichts dafür.
Dann folgten wie immer Streit und Vorwürfe, dass wir ihn bevormunden und wie einen 10 jährigen behandeln.

Er hatte alle Freiheiten der Welt, durfte zu Hause Partys machen und es durften Freunde bei ihm übernachten. Natürlich reagiert man dann einmal und weist darauf hin wenn er mal übertrieben hat, aber das ist doch kein Bevormunden.
Ich habe ihm am Sonntag noch seine Wäsche gebügelt und hergerichtet, dass er sauber zu seinem Vorstellungsgespräch/Probetqag gehen konnte.
Er ist ausgelernter Masseur und braucht deshalb saubere weiße Kleidung.
Sein Ziel war es immer Sportmasseur zu werden, dass leider immer weiter in die Ferne rückt. Auch von weiteren Fortbildungen hält er nichts mehr.
Er sagt immer zu allem nur: Ja ich mach das schon auf meine Art!
Doch man sieht nicht dass was passiert, auch nicht auf seine Art!
Habe ihm sogar noch per SMS viel Glück gewünscht, und dann geht er einfach nicht hin! Warum auch immer, ich weiß es nicht!
Als ich am Montagnachmittag von der Arbeit heim kam, saß er wie immer nur mit seiner Unterhose bekleidet in seinem Bett mit dem Laptop am Bauch und wie immer halt in seiner eigenen Welt! Ich habe ihm auch schon des Öfteren darauf hingewiesen, dass es auch für seine Gesundheit nicht gut sein kann, permanent den Laptop am Bauch liegen zu haben, da er ständiger Hitze und Strahlen ausgesetzt ist. (Hodenkrebs, Unfruchtbar, Impotent) Alles Egal! (Noch)
Das gebügelte Gewand sowie der Schlüssel und die Schuhe befanden sich noch wie am Vortag hergerichtet an derselben Stelle.
Ich bat ihn aus seinem Zimmer zu kommen um zu erzählen wie es denn beim Probetag gewesen sei.
(Ja, gleich ich kann jetzt nicht speichern! Wie ich diese Worte hasse!
Er erzählte dann nur kurz und bündig, was er alles machen hat müssen, das alles in Ordnung sei und die Leute dort sehr zufrieden mit ihm waren und dass sie sich bei ihm melden werden!
Ich habe ihn darauf angesprochen warum dann das Arbeitsgewand noch an derselben Stelle läge und dann kam eine Ausrede nach der anderen.
Mein Mutterinstinkt (und ich habe auch noch eine 28 jährige Tochter) verrät mir eigentlich immer/meistens wann ich belogen werde.
Und ich habe auch aus verlässlicher Quelle, da ich mir 100% sicher sein wollte, die Bestätigung erhalten, dass er sich eben doch nicht bei der Arbeitstelle gemeldet hatte.
Nach langem Hin und Her, dann endlich die Wahrheit auf den Tisch gelegt, (da ich sehr ausdauernd bin) ist er auf Fragen nach dem Warum gar nicht mehr eingegangen.
Darauf hin habe ich ihm auf die Konsequenzen aufmerksam gemacht, ihm den Autoschlüssel wegzunehmen und die Simkarte von seinem Handy zu entfernen da ich eigentlich alles zahle weil er kein Geld hat sich diesen Luxus zu finanzieren und nicht einmal bemüht ist eine Arbeit zu suchen.
Doch er war schneller und war wie immer wenn es ihm reicht weg, auf dem Weg zu seinem gleichgesinnten Freund um weiter zu spielen)
Man hilft den Kindern so gut es geht, aber dass ist nicht immer der richtige Weg das habe ich jetzt eingesehen.
Das Auto hat er sich selbst von seinem gesparten Geld gekauft, ich zahle momentan seine KFZ Versicherung und die Handyrechnungen aber nur solange bis er wieder eine Arbeit hat, das habe ich ihm auch gesagt.
Auch als er beim Bundesheer war haben wir ihn immer unterstützt. Für ihn ist dies alles selbstverständlich gewesen.
Im Nachhinein gesehen haben alle recht, die zu mir sagten du bist dumm, wenn er kein Geld hat dann kann er auch kein Auto erhalten, nimm ihm die Kennzeichen weg
oder lass es ihm selber zahlen und unterstütz ihn nicht soviel.
Den Gedanken hatte ich schon öfters ihm nicht soviel zu unterstützen aber leider nie durchgezogen. Andere haben auch kein Auto weil sie es sich nicht leisten können.
In seinem Auto sieht es aus wie Sau, wenn ihn dann doch mal der Hunger packt gibt’s entweder schnell Mc Donald od Pizza, obwohl es bei uns immer frisches Essen gibt.
Der Müll und auch Essensreste finden allerdings nicht alleine aus dem Auto heraus und häufen sich natürlich ziemlich an. Nicht nur von ihm, sondern auch von anderen.
Und genauso wäre es auch in seinem Zimmer.

Er ist dann spät nachts von Montag auf Dienstag wieder nach Hause gekommen.
Am Dienstag nachdem er um 13.00 aufgestanden ist, erneut mit dieser Situation konfrontiert haben wir uns dann geeinigt dass so etwas nie wieder vorkommen darf, und er uns nachweisen muss dass er täglich Bewerbungen schreibt und wegschickt.
Genervt hat der dann eingewilligt und zugesagt.
An diesem Dienstag ist es mir erst wirklich bewusst geworden dass wir ein viel größeres Problem hatten.
Genau beobachtet und dokumentiert:
Wieder vor dem Laptop, hat er sich ohne aus dem Bett zu bewegen von 14.00 bis 0.15 durchgehend verbracht. Doch! ich habe ihn um 15.30 dazu bewegt etwas zu essen. Denn im Zimmer und schon gar nicht im Bett gibt es bei uns kein essen, sonst würden da überall kleine Tiere herumkriechen! Darauf habe ich immer bestanden.
Dieses war übrigens auch schon das einzige Essen am Tag.
Auch keine Körperpflege und Zähneputzen, kein Frühstück.
Um 0.30 haben mein Mann und ich ihn dann nach mehrmaligen ermahnen aufgefordert den Computer endlich einmal auszuschalten da wir sonst wieder einmal das Modem ausstecken müssten!
Standartantwort; Ja gleich noch 10 Minuten.......
Da wir Wand an Wand schlafen und er mit seinem Headset mit anderen Gleichgesinnten kommuniziert, hören wir ihn wenn er lauter redet durch.
Er und sein Freund spielen schon seit längerem ein Onlinespiel namens LOL oder so. Keinen Schimmer was das ist, aber eines weiß ich es IST nicht gut für ihn!
Also wieder einmal darauf aufmerksam gemacht abzudrehen da er am nächsten Tag einen Termin am Arbeitsamt hat und nicht wieder verschlafen soll drehte er völlig am Rad.
Was wir eigentlich haben und er lässt sich nicht mehr vorschreiben wann er schlafen gehen soll und wann er essen muss und überhaupt...
Ich habe ihn in meinem ganzen Leben noch nieee so aggressiv erlebt wie in dieser Nacht.
Ich hatte Angst er würde mir jetzt eine scheuern darauf ist mein Mann eingesprungen und hat ihn etwas lauter angeschrien was er sich eigentlich erlauben würde und von mir weggedrängt.
Darauf hin schrie er zurück; na hau her und ich ruf die Polizei!
Ich wollte ihn zur Vernunft bringen und beruhigen doch er wurde immer aggressiver.
In meiner Verzweiflung und Wut über dieses Benehmen nahm ich ihm die Autoschlüssel den Computer und das Handy weg.
Das war zuviel für ihn und sagte; ich wäre lieber obdachlos bevor ich länger mit euch zusammen wohne, ich lass mir nicht vorschreiben wann ich schlafen gehen muss und wann ich essen soll.
Er ist darauf über die Terrasse abgehauen und hat sich bis heute noch nicht gemeldet.
Ich habe keine Ahnung wie ich mich verhalten soll.
Er will uns bestrafen und absichtlich verletzen - weil wir ihm helfen wollten und ihn lieben! Er war früher nicht so – er hatte zwar immer schon das letzte Wort und wusste alles besser, aber diese Art war uns echt NEU!
Ein Problem ist auch dass er immer mit viel jüngeren Freunden unterwegs ist/war, die sind in den Ferien, haben auch keine Arbeit und verdienen auch kein Geld und an denen will er sich immer messen.
Er denkt wir wissen nicht wo er ist, doch seine Schwester verfolgt seine Einträge im Facebook wo er auch jeden mitteilt dass er abgehauen ist und es soll uns keiner sagen wo er ist.
Mein Gott kann man wirklich so naiv sein??? Ich kann`s nicht fassen.
Am Papier ist er 20, aber im Kopf irgendwo zwischen 15 und 17 Jahren hängen geblieben.
Man will Kinder doch nur beschützen, egal wie alt sie sind ob 10, 20, 30 oder 40 und am meisten vor sich selbst.
Sie hängen 9 Monate an der Nabelschnur und als liebvolle Mutter hängt man ein ganzes Leben an seinen Kindern oder sehe ich das falsch.
Mich bedrückt die Situation so sehr, dass ich nachts schon nicht mehr schlafen kann.
Man studiert was man falsch gemacht hat, wie man es besser machen kann, hoffentlich rutscht er nicht noch weiter ab.
Meine Brust ist wie zugeschnürt und mein Herz droht mir aus dem Mund zu springen und bekomme keine Luft.
Ich sehe auch ein, dass von unserer Seite einiges schief gelaufen ist, das ganze Leben ist ein Lernprozess, aber im Nachhinein ist es zu spät.
Ich glaube das Einzige was wir uns vorhalten können ist, dass wir immer versucht haben ihm alles so leicht wie möglich zu machen, aber doch mit Rechten und Pflichten wie überall im Leben auch.
Wir wissen wo er ist, doch er will keinen Kontakt zu uns.
Er holt sich nicht einmal frisches Gewand od. fordert sein Auto od Handy ein.

Er postet im Facebook nur, dass die Mama von seinem Freund so cool ist, da sie ihn aufgenommen hat und er darf und kann bleiben so lang er will.
Da dürfen sie im Bett essen und spielen so lange sie wollen und keiner macht ihnen Vorschriften.
Wenn diese Mutter, ich kenne sie nicht habe sie nur 2x kurz gesehen (und mochte sie damals schon nicht), einen Funken Verstand und Hirn hätte, dann würde sie ihm ins Gewissen reden und ihm sagen er soll die Sache zu Hause klären und dass sein Verhalten keine Lösung ist.
Bei einer normal denkenden Familie hätte er sowieso nie Unterschlupf gesucht oder gefunden.
Doch leider ist das ganze Gegenteil der Fall. Angeblich wird /soll / muss er sobald er Geld vom Arbeitsamt bekommt Geld hergeben damit er dort wohnen darf.
NATÜRLICH - das ist nicht reine Nächstenliebe sondern abzocke, damit sie weniger Miete zahlen muss!
Wenn sie aus ihrem Sohn einen chronischen Abhänger machen will, denn er hat die Klasse zum 2 mal wiederholt und jetzt ganz abgebrochen, ist das ihr Problem aber ich werde um meine Sohn kämpfen und ihm helfen wieder auf den rechten Weg zu kommen. Ich weiß zwar noch nicht wie aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Sie weiß wo wir wohnen und könnte mich kontaktieren.
Ich könnte auch Kontakt aufnehmen doch dazu muss er bereit sein und das ist er leider nicht.
Aber vlt ist es eh besser wenn ich sie nicht zu Gesicht bekomme, denn sonst spring ich ihr an die Gurgel und kratze ihr die Augen aus.
Sie bestätigen alle noch sein Handeln und Tun und sagen ihm noch; Ja hast eh recht dass du weg bist, ich würde mir das auch nicht gefallen lassen du Armer!
Er stellt sich jetzt allen als Opfer hin, das bedauert werden muss.
Denn wir haben ihm ja alles weg genommen und machen ihm Vorschriften.
Aber den wahren Hintergrund warum es soweit gekommen ist sieht oder versteht niemand aus seinem Freundeskreis, da sie selber alle noch nicht reif sind.

Ich habe schon so oft den ersten Schritt bei unseren Streitigkeiten gemacht!
Ich weiß nicht mehr wie ich mich verhalten soll, was ich machen soll!
Es tut so weh! Die Zahlungen von ihm habe ich mittlerweile alle eingestellt!
Ich kann ihn nicht zurück holen wenn er nicht bereit dazu ist!
Er handelt und denkt wirklich wie ein pubertierender Teenager und habe Angst, dass die Situation noch viel schlimmer wird als sie sowieso schon ist.

Ich bin wirklich verzweifelt und möchte nicht im Streit mit meinem Kind auseinander gehen!

Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben wie ich mich richtig verhalten soll, denn ich liebe ihn ja trotz allem!

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437


Name:
Franziska Bauer (lolmail00@googlemail.com)
Datum:Mi 07 Aug 2013 16:12:54 CEST
Betreff:13 jähriger Sohn
 

Mein Sohn Franz verfällt immer mehr dem Familien-Killer-Spiel WoW Aber warum ich verstehe ich nicht wir wollten ins Disney-Land so wie er es vor kurzen noch wollte aber auf einmal wollte er nicht mehr wegen 3 mal dürfen sie raten WoW ich bin innerlich zerstört er verletzt mcih doch er versteht mich nicht.Danke das ihr mich versteht

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436


Name:
slwdwn (slwdwn@web.de)
Datum:So 09 Jun 2013 18:08:59 CEST
Betreff:Mein Bruder
 

Mein Bruder ist weit weg von uns am anderen Ende Deutschlands. Er ist schon länger tief in WoW abgetaucht. Nach dem Abbruch seines Studiums beantragt er nun Sozialhilfe.
Wir können ihn nicht erreichen, Telefon, Mails, Post - wir erhalten keine Antwort. Ich möchte ihm helfen. Was kann ich tun?

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435


Name:
Nina (ga.nina@gmx.de)
Datum:Fr 22 Mär 2013 10:15:14 CET
Betreff:Computersucht (Ballerspiele)
 

Die Situation: Mein kleiner Bruder (17)ist in der 11. Klasse im Gymnasium. Er war immer gut in der Schule, jedoch tut er nun nur noch das allernötigste. Er verbringt immer mehr Zeit vor seinem PC mit Ballerspielen und hört nur noch auf, um seine körperlichen Grundbedürfnisse zu befriedigen.
Sobalt er nicht vor seinem Computer sitzt wird er zunehmend nervöser und aggressiv. Der Kontakt zu seinen Freunden findet ausschließlich online statt und auch sonst hat er keine Interessen und Hobbys mehr.

Nach unzähligen Gesprächen, in denen wir versucht haben Regeln aufzustellen, kommen wir nicht weiter... Er selbst merkt nicht, wie oft und wie lange er spielt und dass er alles um sich herum vergisst und vernachlässigt. Auch den Vorschlag mitzuschreiben wie oft und wie lange er jeden Tag spielt hat er nicht angenommen.
Wir haben das eine Zeitliche Begrenzung für das Internet festgelegt. Sobalt sich dieses ausschalten spielt er jedoch offline weiter.


Ich weiß nicht wie ich mit der Situation umgehen soll und was ich noch tun kann.

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434


Name:
B 174 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Mo 18 Feb 2013 11:52:58 CET
Betreff:18 jähriger Sohn driftet sukzessive ab
 

Zur Situation: unser Sohn (18 Jahre alt) besucht die 12. Klasse eines Gymnasiums und steht kurz vor dem Abitur. Er kann die Schule zwar noch bewältigen, tut aber nur das Allernötigste. Sein PC-Gebrauch wird immer problematischer: hierbei sind es keine "Ballerspiele" sondern es ist die Beschäftigung mit japanischen Animes (Comic-Strips), die er als sein Hobby auserkoren hat. Er schreibt deutsche Untertitel für englisch besprochene Animes und verwendet den größten Teil seiner Freizeit darauf.
Konkret verbringt er mittlerweile geschätzt 6 - 8 Stunden pro Tag am PC. Wenn er von der Schule nach Hause kommt und etwas gegessen hat verschwindet er in seinem Zimmer. Es ist uns (aufgrund seines Alters) natürlich nicht möglich, ihn permanent zu kontrollieren. Unsere vielfachen Versuche, ihm die Problematik seines Handelsn zu erklären (viele Gespräche, Ermahnungen, mancher Streit!!) haben letztlich alle nicht zum Ziel geführt. Er verbrigt immer mehr Zeit in seiner Welt und lässt die übrigen Dinge schleifen. Er hat immer noch Freunde aber die Kontakte sind deutlich weniger geworden.

Wir haben lange auf die Kraft der Worte gesetzt und immer wieder klar gestellt, dass wir ihn unterstützen, aber auch eine Verhaltensänderung erwarten. Diese hat jedoch nicht stattgefunden. Wir haben uns bislang davor gescheut, ihm "die Pistole auf die Brust zu setzen", da wir ihn so kurz vor der entscheidenden Prüfung nicht massiv unter Druck setzen wollten, weil ihn dies vielleicht aus der Bahn wirft. Das war vielleicht ein großer Fehler!
Kann jemand etwas aus eigener Erfahrung raten? Bin für jeden Hinweis dankbar!!

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433


Name:
Hans jürgen (A.sperber@t-online.de)
Datum:Mo 04 Feb 2013 16:17:08 CET
Betreff:Danke
 

Hallo, mein name ist hans jürgen und ich hab es geschafft.
Zuerst fing ich an wie alle anderen zu zocken und verlor kurzdarauf alles ich war ein 1a schüler und hatte immer nur gute noten doch dann kam dieses scheis pc spielen. Ich hab alles verloren meine freunde meine noten meine familie ich hab mich total abgekesselt und niemanden mehr an mich heran gelassen aber ihr habt mir geholfen mich wieder stark zu machen. Ein freund einer meiner letzten hat mich auf die reportage angesprochen in der es um euren sohn geht und das allgemeine spielen ( ich weine gerade: vor Freude) und es öffnete mir in einer zur anderen sekunde die Augen. Ich hab realisiert was hier los ist welchen besitz diese spiele von mir nahmen all das verstand ich und ich änderte mich ich verkaufte meinen pc mein account alles was mit online gaming zu tun hatte und bekam 2500 € raus das geld investiere ich nun in meine zukunft ich will studieren hab wieder freunde und vorallem freude am leben ... Ich danke euch wirklich ich danke euch ihr seid wie Engel für mich die mich gerettet haben vielen vielen dank !!!!!!!!

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432


Name:
B 173 anonym - Mutter (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Sa 19 Jan 2013 18:11:57 CET
Betreff:anonym
 

Mein Sohn ist 23 Jahre alt, er war schon immer für alle Spiele wie zb.Gameboy,Xbox,usw.empfänglich. Wir haben da immer ein Zeitlimit gesetzt.Nur als er erwachsen war,noch dazu in eigener Wohnung natürlich unmöglich. Er fing an seine Lehre nur mehr unregelmässig zu besuchen,Freunde bei Verabredungen warten zulassen, sich auch etwas von uns abzukapseln. Wenn wir es ansprachen gab es nur ausweichende Antworten. Dann der einschneidende Moment - mein Mann, der Vater meiner beiden Söhne,erkrankte 2010 an einem tödlichen Hirntumor, an dem er im September 2011 verstarb. Nach und nach lebte unser Sohn nur mehr in seiner Scheinwelt.Ich konnte in zwar mit Hilfe unseres Hausarztes überreden, nachdem er seine Probleme mit niemanden besprechen wollte (Krankheit Vater, Spielsucht,...)in Betreuung eines Psychologen zugehen. Es zeigte Wirkung, nach den Tod seines Vaters war er aber nicht mehr bereit weiter zumachen. Er verlor seine Lehrstelle,ging danach nicht zu Zivildienst,brach den Kontakt zu Freunden und Familie komplett ab. Lebt von seinen Ersparnissen. Hin und wieder reagiert er auf meine Versuche weiter mit ihm in Kontakt zu bleiben - ich schreibe wöchentlich ein Mail,Sms und bespreche seine Handymailbox-, aber ich habe ihn seit April 2012 nicht mehr gesehen, da er mich auch nicht in seine Wohnung lässt. Was kann ich noch unternehmen ? Vielleicht hat jemand eine ähnliche Situation oder auch nur einen weiteren Rat. Danke und mfg eine besorgte aber hoffnungsvolle Mutter

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431


Name:
cupcake (virginia.cherry@web.de)
Datum:Mo 12 Nov 2012 12:04:52 CET
Betreff:Rollenspielsucht bei meiner Mutter!
 

Guten Abend,
ich weis zwar nicht ob mir hierzu jemand etwas sagen kann aber da ich ziemlich verzweifelt bin ( und mein Vater ebenso) habe ich mich entschlossen hier mal nachzufragen.
Und zwar habe ich vor 4 Jahren meiner Mutter mal WoW gezeigt.Es handelte sich nur um die 1 wöchige Probeversion.Danach fing es erst richtig an.Sie kaufte sich ihren ersten eigenen Laptop und dazu noch viele MMORPG,unter anderem Runes of Magic,Star Wars,Herr der Ringe oder Guild Wars 1/2 ..
Jetzt haben wir das Problem das sie sich völlig in ihre Welt zurückgezogen hat und am Familienleben garnichtmehr teilnimmt.Sie ist Hausfrau und erledigt ihre Dinge aber wenn sie damit fertig ist setzt sie sich sofort an den Laptop.Das Spektakel geht dann von ca.10:30 bis 20:15 und dann macht sie ihn erstmal aus.Wenn mein Vater ins Bett geht macht sie den Laptop wieder an und bleibt bis nachts um 1se rum im Wohnzimmer.Naja auf jedenfall rastet sie völlig aus wenn man sie bei ihrem Spiel stört(bzw sie anspricht)oder ihr sagt das sie schon Süchtig ist(dann wird sie meist handgreiflich).Sie sagt es ist ihr 'Hobby' und sie hat ja sonst niemanden,sogesagt flüchtet sie sich in ihre Onlinewelt um sich ein neues Leben aufzubauen -.- kann mir irgendjemand dort weiterhelfen?was könnt ihr mir raten zu tun?ich möchte dort nicht sinnlos zuschauen.


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430


Name:
mutter (inpilg@web.de)
Datum:Di 11 Sep 2012 19:08:37 CEST
Betreff:was tun
 

Hallo,
mein 14 jähriger Sohn spielt excessiv. Eigentlich habe ich kein Problem damit, da ich als Hobby wie jedes andere sehe. Aber seit einigen Monaten ist er ständig übermüdet und krank,schwänzt die Schule...
Kann ich wirklich warten, bis er selber merkt, dass er süchtig ist?

Ich will nicht einfach die Kiste wegräumen, den ich denke, irgendwie braucht mein Sohn sie, neben seiner Familie wohl die einzige Selbstbestätigung die er hat. Aber wie kann ich ihn am besten unterstützen. Besonders für Antworten von selbst ehemals spielsüchtigen, welche Unterstützung am besten ist, wäre ich echt dankbar.

Ich möchte auch vermeiden, dass das Jugendamt meinen Sohn zwangseinweisen lässt wegen Schuleschwänzen etc. Er hat schon genug negatives erlebt im Leben, das braucht er wirklich nicht auch noch.

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429


Name:
mutter (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Mi 05 Sep 2012 11:08:51 CEST
Betreff:B 171 anonym
 

mein sohn ist ein anständiger, lieber und gescheiter Kerl. Durch seine Onlinespiele vernachlässigt er die Schule. Zuhause vernachlässigt er seine Aufgaben. Ich bin mittlerweile sehr frustriert. Es ist fast nicht möglich mit ihm ein Gespräch zu führen, da er ja dauernd online ist. Wenn ich ihm den Stecker wegnehme wird er aggressiv und drangsaliert mich. Es mag sein, dass er etwas ändern wird wenn er selbst sich dazu entscheidet. Aber wie können wir in der Zwischenzeit zusammen leben ? Ich empfinde es nicht als richtig, seine Aufgaben für ihn zu übernehmen und hab das Herumnörgeln satt. Es ist ein Teufelskreislauf: je mehr ich nörgle, umso mehr flüchtet er, jemehr er spielt, umso weniger geht er seinen Verpflichtungen nach. Abmachungen funktionieren nicht gut. Kann mir jemand einen Tip geben?

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428


Name:
lassmirandadennsiewillja (hciredor@hotmail.com)
Datum:Do 30 Aug 2012 07:58:07 CEST
Betreff:Onlinespielsucht
 

Hallo Leute,

ich bin absolut verzweifelt und hoffe in diesem Forum ein paar gute Tipps für den Umgang mit meinem Rollenspielsüchtigen Kollegen zu bekommen. Seit vor ca. 5 Tagen das neue Rollenspiel Güildwarz (keine Ahnung wie man das richtig schreibt) erschienen ist, dreht sich die Welt von meinem Arbeitskollegen Mario R.(zur Info er war vor ca. 4 Jahren schon mal Welt von Warcraft süchtig) nur mehr um dieses völlig innhaltslose und gewalttätige Spiel :-(

Jede freie Minute vergeudet er mit diesem Spiel und langweilt die Menschen in seinem Umfeld mit Geschichten und ach so tollen Erlebnissen aus dieser fiktiven Welt....es leidet mittlerweile sogar schon seine Ehe darunter ...

Ich glaube langsam, dass er jeglichen Sinn für die Realität verloren hat. Neulich verließ er sogar die Wöchentliche ekirtsretnuoc-Runde (=ein Gesellschaftsspiel welches wir jede Woche mit anderen Arbeitskollegen spielen) nach nicht mal 40 Minuten mit der Behauptung dass Giiltwarze viel besser und Aufregender ist und er lieber alleine als mit seinen Kollegen spielt!!!!!?????

Ich meine daran sieht man dass dieses Spiel langsam aber sicher Einfluss auf sein soziales Verhalten nimmt.

Ich weis nun nicht wie ich weiter verfahren soll bzw. wie man ihm helfen kann.............
vl. kann mir ja jemand bei meinem Problem helfen…

mfg
hciredor

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427


Name:
Jessica (charlie2584@web.de)
Datum:Fr 17 Aug 2012 21:51:44 CEST
Betreff:Persönlichkeitsverlust und Realitätsverlust!
 

Der Sohn meines Freundes ist 15 Jahre, spielt seit Monaten mehr als 5 Stunden xbox live mit seinen online-Kumpels. Diese hat er zwar noch nie gesehen, bezeichnet sie dennoch als "beste Freunde". Die echten, greifbaren Freunde melden sich schon nicht mehr. Ich habe zudem beobachtet, daß er sich "online" als cool, allwissend und unübertrefflich gibt. Dabei traut er sich nicht einmal in den Garten wenn die Nachbarn auch dort sind, er ist schüchtern, unsicher gegenüber realen Menschen und ihm fehlt jegliches Mitgefühl für die Menschen, die sich um ihn sorgen. Er zwirbelt sich beim Spielen die Haare aus, hat schon kahle Stellen. Zudem ist er sehr grobmotorisch, kann nicht wie ein normaler Mensch mit Messer und Gabel essen, immer wieder quietscht es auf dem Teller. Wenn er aus dem Fenster schaut, meint er nur: Die Grafik ist ja gut! Er findet z. B. Abtreibungen ganz normal, Schwarze haben keine Gefühle, Zocken ist das natürlichste auf der Welt, Natur ist scheisse, es muss alles grau und aus Beton sein usw. Er benimmt sich daheim wie der Chef und in der Schule wird er gemobbt und merkt es nicht einmal, für Bonbons tut er komische Sachen. Seinen Bezug zur Realität hat er irgendwie verloren, seine Wahrnehmung ist eindeutig gestört.
Wir werden dem jetzt ein Ende bereiten, die Anspannung und Streitereien sind unerträglich.
Was auch kommen mag, es wird sich lohnen!
Wer möchte dies schon für seine Kinder verantworten und zusehen wie unsere Zunkunft (die Kinder) den Bach runter geht?

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426


Name:
lena (lena.malsch@googlemail.com)
Datum:So 22 Jul 2012 17:30:30 CEST
Betreff:computersucht
 

Hallo,
ich bin 12 Jahre alt und würde gern meinem Bruder helfen, aus seiner sucht zu kommen.Er spielt jeden Tag zwischen 4 und 8 stunden Ballerspiele,Minecraft usw,und lebt fast nicht mehr real.Wenn ich in frag ob er mit mir raus geht blockt er sofort ab.Ich bin völlig verzweifelt und weiß nicht mehr weiter.

Liebe grüße

lena

Ps: mein Bruder ist 15 Jahre

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425


Name:
B 170 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Do 05 Jul 2012 10:51:36 CEST
Betreff:Für Grosso
 

Lieber Grosso,

FREIHEIT BEGINNT, WO SUCHT ENDET.

In Liebe
Deine Schnufa

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424


Name:
B 168 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Fr 11 Mai 2012 10:32:53 CEST
Betreff:Schön zu lesen
 

Ich freue mich, dass jetzt "hatten ihn verloren" auf Ihrer Seite steht, aber wie es dazu kam überrascht mich kein bisschen. Ich hatte Ihnen bereits geschrieben, als Ihr Sohn noch süchtig war und versucht darzustellen, dass jeder selbst für sich verantwortlich ist und auch nur selbst aus diesem Sumpf rauskommt. Wenn da die Eltern mit irgendwelchen Moralappellen kommen, schottet sich der Abhängige nur noch mehr ab. Ich weiß wovon ich rede, denn ich war selbst jahrelang süchtig, erst nach Diablo 2 und dann nach Dark Age of Camelot. Bevor es mit World of Warcraft richtig losging, kam mir zum Glück die Erkenntnis, dass es keinen Sinn hat, sein Leben im Internet zu verplämpern. Wenn man da raus will, schafft man das nur selber. Und glauben Sie mir, es gibt kein Spiel, auch kein Spielprinzip, das der gleichen Person auf ewig Spaß macht. Die Erkenntnis, dass sich etwas ändern muss kommt also früher oder später.
Wie sich nun gezeigt hat, ist auch genau das eingetreten. Ihr Sohn hat es SELBST geschafft - dazu kann man ihm nur gratulieren.
Es ist gut, dass Sie "Unwissende" mit dem Thema konfrontieren und wachrütteln, keine Frage. Für die Angehörigen deren Liebsten schon in der Sucht gefangen sind, ist es aber meines Erachtens auch wichtig zu erfahren, wie dieser Mensch tickt.
Ich wünsche Ihnen natürlich alles erdenklich Gute und glückliche Jahre mit Ihrem wiedergefundenen Sohn.

MfG

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423


Name:
D.F. (ununchanged@yahoo.com)
Datum:Mi 11 Jan 2012 23:51:47 CET
Betreff:Allgemein zum Thema
 

Bei aller Liebe, das solche spiele ein Gefahrenpotenzial haben und sehr Süchtig machen können halte ich für eine Tatsache... aber hier zu lesen wie manche Menschen ihre Kinder "ZWANGSEINWEISEN" wollen macht mich nur noch traurig...

Glauben sie ernsthaft, dass das eine Lösung ist? Die Psychater sollens richten? Medikamente gegen zuviel Internet? Das ist nun wirklich Wahnsinn. Informieren sie sich über die verscheidenen lebensgefährlichen psychischen Krankenheiten die es so gibt, und überlegen dann nocheinmal genau ob eine Psychatrie die richtige Umgebung ist...
Es ist schade wenn jemand seine Bildung oder Karriere wegen einer virtuellen Welt vernachklässigt, aber es geht hier nicht um eine ausgewachsen-kriminelle Heroinsucht und dem entsprechend können sie ihre Kinder ZUM GLÜCK nicht Zwangseinweisen. Bei über 18 Jährigen IST es definitiv ihre eigene Entscheidung denn sie tun nichts verbotenes, wenn ihnen der PC wichtiger ist als das Studium... mag sein das solche Studenten es mal bereuen werden, aber es ist NICHT die Aufgabe von Psychologen oder Psychatern irgendjemanden Karrierefit zu trimmen... die sind meist damit beschäftigt die Leute vom Selbstmord abzuhalten...
Stellen sie sich einfach einmal vor jemand zwingt sie in die psychatrie weil sie extrem viel Fernsehn oder Lesen oder Rauchen... Jeder zweite rentner müsste wegen Fernsehsucht in die Psychatrie...

Was sie machen können, und dass ist ihr gutes recht, ist die Finanzierung des ganzen zu streichen. Es ist illusionär zu glauben das alle Probleme verschwinden nur weil der Internetzugang versperrt ist. Grade diese Art Sucht nach virtuellen Welten ist nun ziemlich offensichtlich eine Form des Eskapismus und bei Jugendlichen typischerweise eine Methode andere Probleme verdrängen.

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422


Name:
Rene´ (killa195@web.de)
Datum:Mo 02 Jan 2012 00:45:56 CET
Betreff:Das Leben mit der Sucht
 

Hallo liebe Community und Leser dieses Beitrag's. Ich möchte mit diesem Beitrag meine hoffentlich aufschlussreiche Geschichte zur Online- Rollenspielsucht beschreiben. Vorab, ich war nie wirklich der Typ der sehr extrovertiert und aufgeschlossen war.
Ich war 14 Jahre alt als meine Freunde mir das erste mal ein Onlinerollenspiel zeigten und ich mich dazu entschloss auch mitspielen zu wollen. Am Anfang war noch alles normal, ich traf meine Freunde auch außerhalb der Welt von "World of Warcraft" und hatte regen Kontakt zu meiner Familie.
Meine Eltern waren zu dieser Zeit schon seit einigen Jahren geschieden, weshalb ich meinen Vater nicht jeden Tag, jedoch regemäßig alle 2 Wochen sah.
Jedoch wurde diese regelmäßigkeit nach und nach länger und auch der Kontakt zu realen Freunden brach langsam ab. Ich wollte die Welt von "WoW" nichtmehr verlassen, zu groß war das Verlangen nach Bestätigung und Ansehen in der virtuellen Welt. Meine virtuellen Freunde waren eine eigene Familie, die ich niemals verlassen wollte.
Meine Mutter arbeitete jeden Tag lange und hart, weshalb sie alles leider viel zu Spät bemerkte. Ich zog mich immer weiter zurück, verbrachte 2 Jahre lang fast jede Minute mit WoW, 8-10 Stunden täglich. Teilweise bis zu 48 Stunden ohne Schlaf und Pause. Ich war mir zu diesem Zeitpunkt schon lange sicher, dass ich Süchtig seih, wollte es aber nicht warhaben.
Meine Schulnoten waren Katastrophal, ich stand kurz vor dem Abgang von der Realschule auf die Hauptschule.
Durch Zufall lernte ich ein Mädchen kennen, welche neu in unsere Klasse kam und wir wurden ein Paar. Sie und die Unterstützung meiner Mutter brachten mich dazu kurzzeitig aufzuhören, jedoch war der Drang zu spielen zu groß und ich fing nach 3 Monaten erneut an, für zwei weitere Jahre in fast kompletter Isolation. Zuviel gab es noch zu tun, in der Welt von "World of Warcraft". Nur der Kontakt zu meiner Freundin blieb erhalten.
Den entgültigen Ausstieg schaffte ich erst durch einen Zufall, als bei meinem Computer die Grafikkarte , Prozessor und das Motherboard durchbrannten. Wir hatten nicht das nötige Geld für einen neuen PC und so musste ich mir zwanghaft eine neue Beschäftigung suchen. Ich entdeckte andere Hobbys für mich, die mich beschäftigten und mich unter Menschen brachten. Das ganze ist nun ein Jahr her und ich muss gestehen, ich denke heute noch häufig an "WoW" und habe das Verlangen zu Spielen. Nur duch die Liebe meiner damaligen Freundin und jetzigen Verlobten, sowie der Hilfe meiner Mutter kann ich ohne dieses Spiel leben. Ich hoffe jeden Tag, dass dieses Gefühl der Sucht nach "WoW" verschwindet und ich meinen Seelenfrieden finde. Mittlerweile bin ich allerdings sehr zuversichtlich :-). Ich hoffe diese Geschichte kann euch vielleicht einen Einblick geben und weiterhelfen. Schöne Grüße Rene´

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421


Name:
B 167 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Mo 12 Dez 2011 11:19:12 CET
Betreff:Du schaffst es!
 

Lieber Grosso,
Du kämpfst so sehr und wir sind stolz auf Dich. Nimm die folgenden Worte mit auf Deinen mutigen Weg:

DER ANS ZIEL GETRAGEN WURDE, DARF NICHT GLAUBEN, ES ERREICHT ZU HABEN.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Jeder schwere Schritt den Du jetzt gehst, bringt Dich dem wahren Ziel näher. Wir begleiten Dich in Liebe.

Deine Schnufa

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420


Name:
B 166 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Fr 23 Sep 2011 14:04:04 CEST
Betreff:Wege finden
 

Lieber Grosso,
unglaublich schön war es mit Dir und ich trage es mit mir herum.
Für Deine wichtigen Pläne und tiefgreifenden Veränderungen mit Dir selbst, habe ich noch ein paar Zeilen gefunden, die Dich auf diesem mutigen Weg begleiten sollen:

WER ETWAS WILL, SUCHT WEGE - WER ETWAS NICHT WILL, SUCHT GRÜNDE

Ich glaub an Dich.

Deine Schnuma

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419


Name:
S. (sabigolt@hotmail.de)
Datum:Fr 24 Jun 2011 14:10:43 CEST
Betreff:an anonym B164 Eintrag Nr. 414
 

Lieber anonym B164,

voller Verständnis habe ich deinen Eintrag gelesen, obwohl ich selber nicht als Elternteil sondern als Schwester eines Onlinespiel-Süchtigen gelte, ich bin 28 Jahre alt und habe in den letzten Jahren das durchgemacht und immer noch durchmache was du schilderst- bei uns fing es 2008 an, mein Vater ist im Mai ganz plötzlich verstorben, meine Mutter war so durch dass sie sich um nichts kümmern konnte und mein Bruder (jetzt 21 Jahre) ist auf der Strecke geblieben, hier sehe ich definitiv auch einen Fehler von meiner Mutter und von mir.
Er hat sich seitdem immer in seinen Spielen verschanzt. Im Herbst hat er dann seine Ausbildungsstelle verloren als Bäcker, daraufhin waren wir alarmiert, vor allem weil er bestimmt einen Monat nichts erzählt hat (er muss ja keine Briefe vorzeigen, war ja schon volljährig). Nachdem Drohungen ihm gegenüber das Internet zu kappen nichts gebracht haben, er geheult und gebettelt hat und die Zeit vorm PC reduziert hatte, haben wir nach einiger Zeit wieder eine Ausbildung für ihn gefunden gehabt, als Systemgastronom bei einer bekannten Stelle. Alles war toll, ihm hat es auch gefallen, hat sich gut auf der Arbeit gemacht usw.
Und jetzt? Seit drei Wochen erzählte er, er hätte Urlaub und noch so einige Geschichten drum herum (meine Güte, er kann Stories erzählen...) Mir kam es komisch vor, meine Mutter konnte sich nicht vorstellen das irgendwas nicht stimmt und ist diese Woche in Urlaub gefahren.. Habe Montag dann selber rausgefunden das er die 2.Ausbildungsstelle nicht mehr hat! Er selber hat sich wieder schön zurückgezogen und ist vor Problemen geflüchtet, hat nichts gesagt, jetzt ist es natürlich schwer noch mit dem Ex-Ausbilder zu reden wenn man so viel Zeit mit Nichtstun verstreichen lässt und den Tag mit Zocken verbringt... Weiß nicht was passiert wenn meine Mutter wieder kommt, habe jetzt schon leichte Panik davor.
Kann jetzt aber besser damit umgehen, habe letztes Jahr selber eine Therapie gemacht und dabei viel über mich selbst gelernt. Als Schwester darf man sich eigentlich nicht zu sehr einmischen und nicht auf der Erziehungsebene stehen. Für meine Mutter ist es sehr schwierig, als ich damals in dem Forum um Hilfestellung bzw Tipps gebeten habe musste ich auch Einsehen das es keine andere Möglichkeit gibt als zu hoffen das der Betroffene so tief sinkt, dass er aus eigener Kraft merkt dass etwas nicht stimmt und er Hilfe annimmt. Auch das mit der Gewalt einer anderen Person gegenüber habe ich gehört und wollten wir 2008 auch provozieren, ist aber nicht einfach. Bei uns hat es nicht geklappt, weil mein Bruder weinend zusammengebrochen ist und geschworen hat sich zu ändern. Das ging ja auch fast 2 Jahre gut...
Hat dein Sohn denn eigene finanzielle Möglichkeiten, also würde er egal wo er ist einen Onlinezugang finanzieren können? Habe mit einer sehr guten Freundin gesprochen (Erzieherin) die auch der Meinung ist irgendwann muss man so jemanden einfach vor die Tür setzen wenn man selber nicht mehr kann, mit der Möglichkeit das man eine unterkunft (idealerweise jemanden der kein Internet besitzt) schon vorsorglich besorgt hat. Aber manche sind so gewieft und finden überall Mittel und Wege zu spielen...
Irgendwann fühlt man sich nur noch ohnmächtig.
Es tut mir leid wenn ich dir nicht so helfen konnte wie ich gern möchte, aber ich hoffe das ich dir zeigen konnte das es viele Betroffene gibt die sich gegenseitig stützen können. Wenn du Lust hast kannst du mir schreiben, vielleicht hat sich seit deinem Forumseintrag schon was getan?!
Bis dahin alles Gute und Grüße aus Bonn
S.

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418


Name:
Blaue_Prinzessin (Blaue_Prinzessin@gmx.net)
Datum:So 19 Jun 2011 22:00:16 CEST
Betreff:Wehrt euch
 

Ich werde das HoN-Forum, die Replays von F1r3_F4c3 mit Texten, Comments zuschütten, damit die Welt dort draußen erfährt, wie es ist und ich werde kämpfen, weil mir dieses...Spiel das wichtigste auf der Welt genommen hat.


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417


Name:
Blaue_Prinzessin (Blaue_Prinzessin@gmx.net)
Datum:Sa 18 Jun 2011 01:47:08 CEST
Betreff:Mein Freund ist süchtig nach HoN
 

F1r3_F4c3 (HoN-Nickname) alias Ex-Freund und Ex-Papa ich hoffe du wachst eines Tages auf und begreifst, was du getan hast, begreifst das du innerhalb weniger Wochen eine Familie, unsere Beziehung zerstört hast für ein Onlinespiel!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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416


Name:
Blaue_Prinzessin (Blaue_Prinzessin@gmx.net)
Datum:Sa 18 Jun 2011 01:41:22 CEST
Betreff:Rollenspielsucht?
 

Hallo,

um meine Geschichte kurz zu schildern, mein Freund und ich sind seit ca. 3 Jahren zusammen und haben einen 1 1/2 jährigen Sohn. Seit Januar hat er sich stark verändert. Da habe ich herausgefunden, dass er HoN (Heroes of Newerth)zockt, als ich gesehen habe zu welchen Zeiten und wie lange er spielt (unter Replays einsehbar) haben bei mir die Alarmglocken geschrillt. Leider hat mich seine Familie zum damaligen Zeitpunkt nicht wirklich ernst genommen, obwohl er vor einigen Jahren schon mal Probleme deswegen hatte! Er hat es immer runtergespielt und gemeint, er könnte sofort aufhören, das wäre ja gar kein Problem, schließlich tue er das an den Wochenenden auch. Dazu sollte ich erwähnen, dass wir eine Fernbeziehung führen und uns nur an den Wochenenden sehen bzw. gesehen haben. Vielleicht wollte mein Herz einfach nicht wahrhaben, was mein Kopf schon verstanden hatte. Wir haben uns immer öfter gestritten, zu 95% wegen irgendwelcher Dinge an denen sein exzessives Spielverhalten schuld war. Da fing auch die Vernachässigung an, aber da fand sie meist nur unter der Woche statt. Vernachlässigung, damit meine ich vor allem sein Privatleben. Immer und immer mehr mussten wir, mein Sohn und ich uns dem Spiel (HoN) beugen. Er vergaß seinen Sohn vor dem zu Bett gehen anzurufen, meistens rief er gar nicht mehr an, wenn ich mich nicht meldete. Er fing an mich zu belügen, legte neue Accounts an, um unbehellicht zocken zu können, war genervt, weil ich angerufen habe und wehe ich sagte etwas gegen das Spiel, damit will er sich ja nur ablenken, sagte er immer. Er spielte frühs, nachmittags, wenn er von der BA (Berufsakademie)kam bis spät in die Nacht, immer und immer wieder versprach er das zu ändern. Als es sich verschärfte, schwänzte er dann, bis heute weiß ich nicht, wie regelmäßig er zur BA geht. Er fing an mich zu belügen, meinte er sei an der BA, saß jedoch zu Hause und zockte. Vor sechs Wochen dann eskalierte es, er wollte eine Hausarbeit von mir lesen, die ich ihm per Mail schicken sollte, ich bekam nie eine Antwort, stattdessen zockte er lieber und erzählte mir, meine Mail wäre ohne Anhang verschickt wurden (hatte selbige an jemand anderen geschickt, der sie komischer Weise bekam, vgl. Heftklammersymbol bei GMX!!!), da fing es an, dass er mich völlig aus seinem Leben ausschloss. Meine und damit unsere Zukunft schien ihn überhaupt nicht mehr zu interessieren. Von da an passierte es regelmäßig das er wichtige Termine vergaß (oder besser vergessen wollte) und ihm das Leben seiner Mitmenschen quasi am A...vorbeiging. Seine sozialen Kontakt dort wo er wohnt beschränkten sich auf die virtuelle Welt. Auf dieses Thema angesprochen, wurde er sehr böse...wollte nicht hören das das unnormal sei.Vor sechs Wochen hat es mir dann gereicht.Ich hatte sein GMX-Passwortund habe bei seinem HoN-Account meine Mail anstatt seiner eingetragen und das Passwort geändert. Da ist er richtig ausgerastet, seine Mutter hat mir auch weil sie ihn genauso erlebt hat, völlig recht gegeben. Jedenfalls hat er mich beschimpft mit Worten, die ich an dieser Stelle nicht wiedergeben möchte. Am selben Abend hat er mich unter Tränen angerufen, sagt mir es täte ihm alles leid, er liebe mich ja, bla bla bla, mehr war das nicht und mehr ist es auch nicht wert. Er zeigt sogar Verständnis für meine Aktion und versprach mir wiederrum sich zu ändern. Zwei Tage später telefonierten wir das letzte Mal. Ohne jeden erkennbaren grund war er plötzlich weg, ich dachte es sei der Akku, seitdem ist das Handy aus, er meldet sich, abgesehen von drei absolut dreisten Mails nicht mehr, kommt nicht mehr nach Hause, verweigert jeglichen Kontakt mit der realen Welt, in Form seiner Familie. Das ganze ist jetzt fast sechs Wochen her...in seinen Mails schreibt er, er hätte weder Telefon, noch Internet, was sich aber als absolute Lüge herausgestellt hat, da ich entdeckt habe, dass er sich einen neuen HoN-Account erstellt hat. Selbiger wurde kurz nach Beendigung unseres letzten Telefonates eröffnet! Da er ja behauptete, er hätte kein Geld, um nach Hause zu kommen, hab ich ihm welches überwiesen. Er war nicht zu Hause, das Geld hab ich auch nie wiedergesehen, stattdessen hat er sich damit einen neuen Account gemacht. Die Eröffnung eines Acconts kostet ja. Aber anstatt in seine Familie investiert er das Geld lieber für seine Sucht. Ein Mensch, der mir vor ein paar Wochen sagte er liebt mich, belügt, betrügt und demütigt mich auf die schlimmste Art und Weise. Hier sitzt ein Kind das ständig nach seinem Papa fragt, ich sehr die Enttäuschung in seinen Augen, wenn ich ihm sage, dass der Papa nicht kommt. Zum Vatertag hatten wir etwas für ihn gebastelt, selbst das war ihm sch...egal. Ich stelle mir die Frage was das für ein Mensch ist, der soetwas tut. Die Menschen, die er liebt belügt und betrügt, wegen eines Onlinespiels, damit er in Ruhe zocken kann?! Seine Mutter war so verzweifelt, dass sie ihm geschrieben hat (Handy ist ja seit Wochen aus, auf Mails reagiert er nicht), es kam nie eine Antwort, stattdessen schrieb er in einer Mail an mich: seine Mutter solle aufhören ihn hysterisch zu nerven. Ich hätte für viele Dinge Verständnis gehabt, er hätte mit mir reden können. Dieser Mensch ist mir innerhalb weniger Wochen völlig fremd geworden und aus dem was einmal Liebe war, wird mehr und mehr Hass, Hass weil er uns das antut. Und wofür?Für ein Spiel. Mittlerweile sitzt er täglich von früh bis spät in die Nacht, eigentlich ist er immer online, ständig am zocken. Im Interesse unseres Sohnes, nach dem er übrigens in den vergangen sechs Wochen nicht einmal gefragt hat oder überhaupt nur erkundigt hat, habe ich nun beschlossen, dass er weder den Kleinennoch mich je wiedersehen wird, vielleicht öffnet ihm das eines Tages die Augen, obwohl ich diese Hoffnung eigentlich schon aufgegeben habe.Zudem hätte ich mittlerweile auch angst ihn in die Nähe des Kleinen zu lassen, ein Mensch, der nicht mal für sich selbst sorgen kann, kann dies erst recht nicht für einen anderen leisten. Es ist schlimm an einen Punkt zu gelangen, an dem man sich wünscht, man hätte diesen Menschen nie kennengelernt,...aber ich habe diesen wunderbaren kleinen Menschen, der mich diesen Gedanken schnell wieder vergessen lässt. Das was er uns angetan hat, kann ich dagegen nicht vergessen.Aber ich stellen mir die Frage wo es hinführen wird, wo soll es enden?

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415


Name:
B 165 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Fr 27 Mai 2011 08:14:19 CEST
Betreff:anonym
 

spielesucht xD
schon mal daran gedacht das die meisten kidis einfach mit nichts mehr klarkommen und deswegen sich zurückziehen unter gleichgesinnte. eltern verlangen meist zuviel von ihren kindern und setzten sie unbewusst unter druck. und was machen die kinder ? sie versuchen dem gerecht zu werden bis sie daran kaputt gehen . dann fängts an das sie alles gehen lassen sich um nicht mehr richtig kümmern und sich z.b. in "rollenspielwelten" zurückziehen ! sucht die fehler nicht nur bei euren kindern etc. sucht sie auch mal bei euch !!! sprech da aus eigener erfahrung , es tut einfach gut dem druck zu entgehen. bei mir war es "world of warcraft". ja und kaum wurde das endlch mal eingesehen und geklärt wurde auch alles wieder normal. leute checkt das mal !!! peace ;D

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414


Name:
anonym B164 (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:So 22 Mai 2011 18:03:56 CEST
Betreff:Wer kann mir Tipps geben, wie ich mich als Vater meinem therapieunwilligen Sohn verhalten soll.
 

Kurze Historie zu meinem Sohn:
Er ist 22 Jahre alt, lebt seit 5 Wochen (Ende Januar 2011) wieder bei mir im Haus.
Seit meiner Scheidung 2005 lebte er mehr oder weniger bei seiner Freundin oder bei seiner Mutter. Zu dieser Zeit hat er bereits verstärkt stunden- nächtelang am PC verbracht, LAN-Partys inklusiv. Mitte 2009 hat er mit seiner Freundin eine gemeinsame Wohnung bezogen. Beide haben exzessiv Online-Spiele betrieben. Im Januar 2010 ist seine Freundin aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Seit langen habe ich, bedingt durch einen Anruf seines Arbeitgebers, wieder zu meinem Sohn Kontakt bekommen. Da war für mich schon absehbar, dass der PC eine große Rolle in seinem Leben spielt. Sein Verhalten wieß Anzeichen von Depressionen auf. Meine geschiedene Frau (Mutter) hat mich auf Distanz gehalten, wenn es darum ging, gemeinsam eine Lösung für seine Probleme zu finden und anzugehen. Im September ist im fristlos gekündigt worden, weil er nicht mehr zur Arbeit erschienen ist. Im Januar hat er seine Wohnung verloren. Zwischenzeitlich wurde er wegen Depressionen kankgeschreiben. Seine Tabletten hat er nur teilweise oder gar nicht genommen. Der behandelnde Neurologe hat ihn für eine stationäre Aufnahme in einer Klinik angemeldet, die er abgelehnt hat, indem er den Arzt nicht mehr aufgesucht hat.
Ich gewähre ihm seit seinem Einzug bei mir Internet nur in der Zeit von 09:00 Uhr bis 24:00 Uhr. Das reichte ihm aber nicht... UMTS-Stick wurde bestellt! Erpressungsversuche, wenigstens am Wochenende rund um die Uhr Internet zu bekommen, wurden von mir abgelehnt, allerdings wurde mir mit Gewalt und Agressivität gedroht. Sebstmorddrohungen sind in dem Zusammenhang auch von ihm geäußert worden.Ich schließe mich nachts in meinem Schlafzimmer ein.
Erneute Versuche, mir Hilfe zu holen ( Pychologen, sozialpsychatrischer Dienst), um eine Möglichkeit zu finden, meinen Sohn auch gegen seinen Willen stationär einweisen zu lassen, damit ihm geholfen werden kann, sind erfolglos verlaufen.
Gibt es denn nur die Möglichkeit, über Eskalation (über Gewalt gegen mich und meiner Frau) ihn per Polizei und Notarzt in eine stationäre Behandlung zu bekommen?
Hat jemand für mich einen Rat, wie ich mich verhalten soll? Ich bin dankbar für jeden Hinweis, denn ich lehne diesen genannte Möglichkeit ab, aber wenn ich ihm nur damit helfen kann, dann muß es wohl so sein. Bitte, bitte gibt es einen anderen Weg?

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413


Name:
B 163 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Mi 18 Mai 2011 13:57:00 CEST
Betreff:Für Dein neues Lebensjahr
 

Mein lieber Grosso

Der Mensch kann nicht leben ohne ein dauerndes VERTRAUEN zu etwas Unzerstörbarem in sich, wobei sowohl das Unzerstörbare als auch das Vertrauen ihm dauernd verborgen bleiben können.
(Franz Kafka)

Ich wünsche Dir ein neues Lebensjahr voller Vertrauen in Dich.
Deine Schnuma

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412


Name:
anonym 162 (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Di 17 Mai 2011 11:13:41 CEST
Betreff:Mein Sohn, 15, spielt WOW
 

Seit ungefähr zwei Jahren spielt mein Sohn, 15 Jahre, WOW. Zunächst fand ich das Spiel harmlos, aber inzwischen weiß ich wie sehr dieses Spiel süchtig macht. Wir, mein Mann und Stiefvater meines Sohnes, konnten bisher seine Spielzeit über unseren W-Lan Anschluss kontrollieren. Da unser Sohn aber sehr geschickt ist im Umgang mit Computern, konnte er uns oft reinlegen. Z.B. wenn er alleine zu Hause ist, verbindet es seinen Computer über Kabel mit unserem und bekommt so freien Zugang zum Internet. Das führte zu der Konsequenz, ihm ein paar Tage das Internet nicht mehr freizuschalten. Daraufhin kaufte er sich vergangene Woche einen Lidl-Internetstick und surfte in der letzten Woche in jeder freien Minute, auch nachts. Da wir seine Eigenverantwortung gegenüber der Internetnutzung testen wollten und auch schon handgreiflichen Streit mit ihm erlebt hatten, haben wir ihm den Stick zunächst nicht abgenommen. Vorgestern allerdings eskalierte die Situation bei uns wieder einmal und er gab uns den Stick freiwillig. Jetzt müssen wir wieder mit ihm einen Vertrag aushandeln, wann er wie lange ins Internet darf. Er wünscht jeden Sonntag, Montag und Donnerstag von 19.30 - 23 Uhr, damit er dann mit seiner Gilde WOW spielen kann. Das ist unserer Meinung zu lange, da er ja am nächsten Tag zur Schule gehen muss. Er geht übrigens auf ein Ganztagsgymnasium in die 9.Klasse. Seine Versetzung ist allerdings gefährdet.
Was können wir tun? Wir wissen, dass ein totales Verbot nicht weiterhilft, oder doch??
Viele Grüße

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411


Name:
Jennifer und Thomas Kaminski (computerservice-kaminski@t-online.de)
Datum:Di 29 Mär 2011 22:26:18 CEST
Betreff:Wir haben unsere Mutter und Ehefrau an Runes of Magic verloren
 

Hallo Mitleidende,
ich bin Jennifer und mein Vater Thomas.
Meine Mutter (und Ehefrau meines Vaters) haben wir verloren an ein Online- Rollenspiel namens Runes of Magic. Es hat Ähnlichkeit mit "WoW" und hat das gleiche Suchtpotenzial wie dieses. Meine Mutter verbringt ca. 10 Stunden täglich vor diesem Spiel, wenn nicht sogar noch mehr. Ich gebe zu, ich habe es selber gespielt, doch 1-2 Stunden, wenn überhaupt. Und ich habe damit aufgehört, weil ich habe gesehen, was es aus einem Menschen machen kann. Eine angebliche neue Liebe hat sie dort auch gefunden, einen angeblichen "Dr. Michael". Gemeinschaftlich und mit Unterstützung von Freunden haben wir es geschafft, dass sie sich in eine psychiatische Klinik freiwillig eingewiesen hat, wo sie sich jetzt in einer geschlossenen Station befindet. Unsere Familie droht an dieser Situation zu zerbrechen und dass wir unsere Frau und Mutter verlieren. Wir hoffen von euch gute Ratschläge zu bekommen, wie wir mit dieser Situation umgehen sollen.
Sie ist zwar in der Klinik, doch sie sieht nicht ein, dass sie Spielsüchtig ist. :(
Sie redet von Trennung, was ich zum Kotzen finde. (Eintrag von Jennifer :D)
---------------)
Meine Tochter ist 12 Jahre alt und hat mehr verstanden, als meine Frau mit 34. (Eintrag von Thomas)
Wir befinden uns alle durch diese Situation in psychologischer Behandlung. Unsere Family besteht aus einem Vater (39), zwei Töchtern (12 und 6) und einer Mutter (34), die leider Spielsüchtig ist.
Wir haben ein Eigenheim, was wir wohl durch diese Situation verlieren werden, wenn sich nichts ändert.
Über E-Mails und Ratschläge freuen wir uns sehr, denn die brauchen wir in dieser misslichen Situation.
Vielen Dank im Voraus:
Jennifer und Thomas :)

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410


Name:
Jonas R. (jonas@rodemann.net)
Datum:Fr 21 Jan 2011 20:50:20 CET
Betreff:Gründe für Sucht
 

Mein Angliegen ist es, über Gründe der Sucht zu sprechen, darüber, also warum Jugendliche zehn Stunden täglich ihren Geist einer Maschine überlassen.
Es ist leicht es zu beschreiben, aber schwierig es zu sagen. Denn auch ich bin betroffen. Und das bereits seit mehreren Jahren. Dennoch bin ich mir sicher, dass es sich um ein Erfolgsgefühl handelt, wenn man in World of Warcraft eine Mission abschließt, in Call of Duty die Geiseln befreit oder in Strategiespiel ein gegnerisches Heer vernichtet
Biologisch ausgedrückt: Es sind Glückshormone, die dann ausgeschüttet werden, egal welches Spiel der betroffene spielt. Es ist (fast) wie im echten Leben, dass wenn man z.B. Judo als Sport betreibt und einen neuen Gürtel bekommen hat. In Call of Duty o.Ä. wäre es nichts Anderes als eine Beförderung.
Ich will damit sagen, dass Süchtige spielen, weil sie solche Dinge in der Realität nicht schaffen würden, weil es ihnen eventuell an Selbstvertrauen fehlt. Und genau das müssen sie, Freunde und Verwandte der Betroffenen, ihnen geben, damit sie weg vom PC kommen. Damit sie wissen, dass Erfolge auch in der Wirklichkeit möglich sind.
Danke fürs Lesen. Jonas Rodemann

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409


Name:
Chris Wolker (saskianene@yahoo.de)
Datum:Di 11 Jan 2011 17:06:09 CET
Betreff:Ich habe den Ausstieg geschafft und einen Ratgeber darüber geschrieben, wie man aus der Suchtfalle kommt ...
 

Guten Tag,
ich war in ganz verschiedenen Spielgenres bereits als junger Mensch süchtig und verbaute mir damit ein Stück meiner Zukunft. Ich wollte mich damit jedoch nicht abfinden und ging auf die Suche nach den Ursachen dieser Sucht, da ich während den Jahren meiner aktiven Spieltätigkeit viele andere Menschen kennen lernte, denen es wie mir erging.
Ich studierte Psychologie und fand dadurch MASSENWEISE ganz gezielte Tricks, wie man Menschen manipulieren kann. Diese Tricks fand ich auch in vielen Spielen wieder. Ich setzte mich mit Neurologie auseinander und bekam Forschungsergebnisse die belegten, dass man durch Reize von außen die Hormonausschüttungen des Körpers sehr gezielt beeinflussen kann und somit Menschen zu regelrechten Hormonjunkies machen kann, wenn man weiß, wie man diese Reize anwendet. Ich drang in die Welt der Anthropologie ein und erforschte unsere Urinstinkte wie das Jagen und Sammeln ...
Nach und nach erkannte ich, dass es Menschen in unseren Breitengraden gibt, die wissen, wie man ganz gezielt andere süchtig machen kann, ohne dass es auffällt. Nach meiner Ansicht sind diese Menschen Hormondealer, welche die süchtigen Hormonjunkies mit ihren körpereigenen Drogen durch den gezielten Einsatz von Reizfaktoren beliefern. Menschen werden gezielt abhängig und krank gemacht. Leider übernehmen unwissende Unternehmungen diese Erfolgsfaktoren in ihre eigenen Produkte und somit werden global Menschen in den Ruin getrieben. Damit meine ich nicht nur die Süchtigen selbst, sondern auch deren gesamtes Umfeld, das mit darunter leidet. Ich habe einen gezielten Selbstverteidigungskurs gegen diese Mechanismen und Reize entwickelt, der inzwischen mehrfach seine absolut erfolgreiche Wirkung unter Beweis stellen konnte. Ich kann mich seit vielen Jahren gegen diese Faktoren erfolgreich wehren und habe mein Leben heute wieder vollständig im Griff. Da,it Sie oder Bekannte von Ihnen dies auch schaffen können, habe ich den Ratgeber mit dem Titel: "Spielsucht bei PC/Konsolen und Onlinegames" veröffentlicht. Ich habe mir die Suche nach einem bekannten Verlag gespart und bringe das Werk im eigenen Verlag heraus. Mein Ziel und Bestreben ist es zu helfen und nicht Geld damit zu verdienen. Darum habe ich den Preis so angesetzt, dass sich jeder das Buch leisten kann und ich nach allen Abzügen nichts mehr daran verdiene. Ich weiß, dass Spielsucht ALLES zerstören kann, darum will ich ohne Eigennutz helfen. Nehmen Sie meine Hilfe an. In finanziellen Notfällen verschenke ich auch gerne mal ein Exemplar. Werden Sie ein Sieger! Jedoch nicht in einem bescheuerten Spiel aus NULLEN und EINSEN, sondern in IHREM realen Leben mit geliebten Menschen und wichtigen Aufgaben.

Beste Grüße

Chris

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408


Name:
B 161 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Fr 17 Dez 2010 11:10:14 CET
Betreff:anonym
 

Ich bin der Meinung, dass Computer spielen nichts schlechtes ist. Das Gehirn wird dabei wirklich gefordert. Aber ich bin dagegen, dass Kinder oder Jugendliche über 5 Stunden am PC sitzen. Und das ist noch zu viel. Man muss den Betroffenen klar machen, dass zu viel PC spielen, das Gehirn auch Schädigen kann. Man muss schon Handeln BEVOR es zur Sucht kommt. Man sollte sein Kind am Tag nicht öfters als 1-2 Stunden spielen lassen. Zusammenfassung meiner Meinung: Computerspielen ist in einem gewissen Zeitraum nichts schlechtes. Zu lange vor dem PC sitzen lassen, ist wie Gift. Langsam und unaufällig frisst es den Körper von Innen hereaus auf.

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407


Name:
B 159 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Mo 29 Nov 2010 00:12:32 CET
Betreff:Ist mein Sohn süchtig.
 

Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Mein Sohn ist 17 jahre alt und sitzt ziemlich oft und lange vorm Computer. Er treibt dennoch regelmäßig sport in dem er Fussballtraining geht/hat und zum Fitness geht. Dazu sind seine Noten befriedigend und er geht auch eig. oft mit Freunden raus. Dennoch sitzt er jede freie Minute die er hat vorm PC ich weiß nicht, ob er spielt oder i-was anderes. Ich weiß nur das er jeden Tag davor sitzt und ne ganz schöne weile davor hockt. Da frage ich mich kann man hier von einer sucht reden?

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406


Name:
B 160 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Fr 26 Nov 2010 13:01:22 CET
Betreff:das wünsche ich Dir
 

Lieber Grosso,

Es gibt Begegnungen,
in denen alles in dir hell wird,
die deine Seele
aufleuchten lassen,
als stünde ein Engel
im Raum.
Ich wünsche dir
das Geschenk solcher
heiligen Augenblicke,
in denen dir das Licht des Himmels
mitten ins Herz scheint.

(Christa Spilling-Nöker)

Alles ist ein Teil Deines Lebensplanes.
Deine Schnuma

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405


Name:
B 160 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Di 16 Nov 2010 20:26:14 CET
Betreff:anonym
 

Bin momentan hiflos da ich meinen Sohn das Internet gespert habe,da er WOW nur noch spielt und jegliche Hilfe ablehnt- Er stimmt am anfang zu allem zu, und sagt dann wieder nein.Aber nur um eine Weile ruhe zu haben. Er trickst mich zu oft aus,ich kämpfe nun schon seit ca.über 2 Jahren das er sich um Ausbildung und anderes kümmern möchte nichts passiert.Ich weiß mir keinen Rat mehr, er redet mit mir nicht mehr.

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404


Name:
B 158 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Mo 15 Nov 2010 14:19:42 CET
Betreff:Du schaffst es!
 

Lieber Grosso,

AUCH AUS STEINEN, DIE IN DEN WEG GELEGT WERDEN, KANN MAN SCHÖNES BAUEN.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Deine Schnuma

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403


Name:
Palme B156 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Mo 08 Nov 2010 14:58:32 CET
Betreff:anonym
 

Hallo,
ich bin Mutter eines 22-jährigen Sohnes und werde meinen Beitrag in Kürze hier eintragen. Momentan bin ich nich so wirklich in der Lage den ganzen Beitrag zu schreiben. Wir hatten mal wieder eine heftige Auseinandersetzung und ich habe -als letztes Mittel- DSL für ihn abgedreht. Eintrag Nr. 396 von anonym B 152 erinnert mich total an meine/unsere Situation und mich macht das ganze einfach psychisch kaputt. Da es kein DSL gibt ist mein Sohn heute sogar in der Lage zu einer Party zu gehen (na klar er kann ja auch nícht online gehen)
Wer oder was kann helfen bei dieser Sucht?

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402


Name:
B 157 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Mo 08 Nov 2010 11:43:08 CET
Betreff:Wer weiss Rat ich kann nicht mehr
 

ich habe ein sehr grosses Problem mit meinem Schatz, Schatz ist vielleicht etwas hochgegriffen im Augenblick. Ich weiss nämlich echt nicht mehr weiter. Wir sind jetzt seit über 2 Jahren zusammen und er spielt das Online Rollenspiel . Er steht auf,macht das Teil namens Computer und bester Freund an und er kümmert sich dann um seine Gilde. LOL ja, er ist Leader. Er hat sich in dem Spiel so richtig einen Namen gemacht. Er hilft, er stellt Rüstungen her und er tut und macht. Er ist stets da wenn ein Member ( Spieler ) ihn braucht.
Das ist jetzt schon das 3. Mal das so etwas passiert und jedes Mal bin ich wieder zu ihm zurück. Ich komme auch dieses Mal nicht mehr an meinen Freund ran. Wenn ich etwas gegen das Spiel sage wird er so richtig aggressiv. Ich habe mir einen Char erstellt, um Zugang zu ihm zu bekommen. Aber leider war das ein Satz mit X.... er lädt andere in seine Gruppe ein und ist genervt, wenn er mir etwas erklären soll. Schreit ein Member nach Hilfe, dann teleportiert er sich dort hin, er hat sogar die Geduld einer anderen Frau 4 Stunden im TS ganz in Ruhe das Spiel zu erklären...! Es gibt Tage da ist er sehr lieb zu mir, lieb heist er setzt sich an den PC und schreibt in den Chat guten Morgen Schatz! und setzt Kaffee auf, er scherzt mit mir und kommuniziert mit mir im Chat sowie auch real aber halt ÜBER das Spiel.
Ich bekomme echt zuviel....!
`Der ganze tagesablauf wird dem Spiel gewidmet.
Ich kann gehen sagte er neulich oder fange nicht schon wieder an . Immer das gleiche
Hilfeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee
kennt das hier einer ?
Kann mir einer einen Ratschlag geben

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401


Name:
Pierre Funke (pifu@gmx.de)
Datum:Mi 03 Nov 2010 11:12:06 CET
Betreff:Mein Buch zum Thema Online-Spielsucht
 

Hallo zusammen,

ich bin von einem Verwandten auf diese Seite aufmerksam gemacht worden, mit der Bitte, mein kürzlich veröffentlichtes Buch hier einmal vorzustellen. Ich möchte betonen, dass es mir hierbei nicht darum geht, Werbung zu betreiben, da ich nicht hauptberuflich schreibe. Ich habe dieses Buch geschrieben, weil ich selbst über Jahre süchtig nach Online-Spielen war und ich die Notwendigkeit gesehen habe, Außenstehenden zu erklären, wie das überhaupt möglich war/ist. Viele Angehörige, Freunde und gerade Eltern haben oft das Problem, gar nicht verstehen zu können, wie diese Sucht aufgebaut ist, wie es dazu kommen kann und was man ggf. dagegen unternehmen kann.

Daher habe ich mich entschlossen, eine Mischung aus Referenz - also ein kurzer Überblick über aktuelle Spiele (die ich selbst gespielt habe), deren Suchtmechanismen - und einem Erfahrungsbericht zu verfassen. Dieser Erfahrungsbericht handelt von meiner ca. fünfjährigen Sucht, den Auswirkungen auf mein Leben, das Scheitern meiner Ehe und dem Ausstieg.
Ich würde mich freuen, wenn ich die Möglichkeit habe, anderen Menschen mit diesem Buch zu helfen und konstruktive Kritik zu erhalten.

Da ich euch lange Suchen ersparen möchte also abschließend hier der Link in gekürzter Form. Sollte dies nicht gewünscht sein seitens der Forenbetreiber, kann der Link natürlich auch gern wieder entfernt werden, ihr müsst dann eben selbst nach meinem Namen suchen ;)

http://amzn.to/cybuRe

Da ich schriftstellerisch nur ein "ganz kleines Lämpchen" bin, beachtet bitte, dass das Buch "on demand" gedruckt wird, daher kann es ca. 1 Woche dauern, bis es bei euch ist.

Liebe Grüße
Pierre Funke

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400


Name:
B155 (unsbekannt@rollenspielsucht.de )
Datum:Sa 16 Okt 2010 11:40:16 CEST
Betreff:anonym
 

Hallo,
wir als Familie machen, wie so viele andere auch, zur Zeit eine ganz schwierige Zeit durch.
Unser Sohn Alexander, 19 Jahre alt, ist eben seit geraumer Zeit auch einer dieser WOW - Konsumenten(ich bezeichne ihn als Süchtigen)
Alle beschriebenen und wohl auch typischen Symptome zeigen sich an Ihm.
Alles Reden und auf ihm einwirken wollen half nichts.
Nach gerade so bestandener Mittleren Reife Prüfung an einer Wirtschaftsschule, kam die Ernüchterung im so genannten Alltag.
Er zog es vor die anstehenden Bewerbungen an entspr. Ausbildungsunternehmen von uns Eltern ausfertigen zu lassen.
Wir taten dies, um ihn damit zu "unterstützen". Was sich nun aber als äußerst dumm von uns heraus gestellt hat.
Überhaupt haben wir ihn, meiner Meinung nach, schon seit Kindesbeinen an sehr behütet.
Lag wahrscheinlich auch daran, das wir uns als getrennte Elternteile, eben genau dieses ausschließen wollten und ihn eben nicht in irgendwelche derartigen Abgründe abdriften lassen wollten.
Diese Rechnung ging nicht auf. WOW ist stärker.
Nachdem unser Sohn nun auch seit gestern, eine zehn Monatige Maßnahme des Arbeitsamtes, die erst seit drei Wochen und auf eigenen Wunsch begleitet, abgebrochen hat, habe ich den Router unter Ankündigung aus der häußlichen Umgebung entfernt.
Erste Entzugserscheinungen blieben nicht aus. Der gestrige Abend war derart geladen voll Aggressivität, das ich wirklich Angst um ihn habe.
So richtig wissen wir als Eltern nicht mehr weiter.
Ist das Entfernen des Routers richtig gewesen?
Wir haben natürlich Angst ihn auf diesen Weg zu verlieren. Das er sich vielleicht ganz und gar entfernt.

So richtig genau wissen wir im Moment wie dies alles weiter gehen soll.

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399


Name:
B 154 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Di 21 Sep 2010 10:22:36 CEST
Betreff:anonym
 

Hallo,
auch mein Mann spielt WoW. Vor unserer Beziehung sah sein Tagesablauf so aus:
- aufstehen
- arbeiten gehen
- nach dem Nachhause-kommen erstmal schlafen
- und dann ca. 4-6 Stunden WoW spielen
Das ging fast 4Jahre so!!!
Er hat dann wegen mir eine Zeit lang aufgehört, hat aber weiterhin andere Spiele gespielt (das hielt sich aber in Grenzen!). Eines Tages kam seine Mutter zu Besuch und fragte ihn ob er das Spiel "WoW" kenne und er sagte zu ihr: "Fang das bloß nicht an, das macht süchtig". Da dachte ich noch "oh, er hat es begriffen"...
Einige Tage später saß er vorm Rechner und hat das Spiel wieder drauf gemacht. Ich fragte ihn warum er das tut und ob er vergessen hat was er selbst darüber gesagt hatte, seine Antwort war: "ach nur so"!
Das ist jetzt ca. 6Monate her. Am Anfang hielt es sich auch noch in Grenzen und ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht. Mittlerweile sitzt er wieder täglich vorm Rechner und spielt ca. 3Stunden. Er arbeitet in 2Schichten, wenn er Frühdienst hat wird der Rechner sofort angemacht sobald die Kids im Bett sind (ca. 19.00 Uhr). Nach dem Spätdienst steht er nachts "heimlich" auf und spielt. Leider hat er von seinem Bruder dann auch noch einen Laptop bekommen(obwohl unser Problem bekannt war!), weil er ja "so selten" online ist, jetzt kann er zocken so lange er will :-(
Ich bin völlig uninteressant für ihn geworden und wenn ich es doch mal wage ihn anzusprechen oder den Raum betrete wird er total agressiv und mault mich voll. Ein Beziehungsleben gibt es nicht mehr, Zärtlichkeiten und normale Gespräche sind extrem selten geworden. Wir hatten auch schon Absprachen getroffen (2 Abende in der Woche sind für uns, usw.), daran hat er sich 2Wochen gehalten und das war's. Ich bin ja schon froh, dass er sich wenigstens mit um die Kids kümmert und sie ein normales Familienleben haben dürfen...
Zur Zeit kommt es immer häufiger zu Streitereien und er hat null Einsicht. Seine Äußerungen sind z.B.:
- "Dir wäre es doch am liebsten wenn der Rechner weg wäre...(ich nickte) Dann gebe ich unserer Beziehung noch ein Jahr und dann bin ich weg!" (angeblich bin ich ihm extrem wichtig)
- "du kannst mir doch nicht mein Hobby verbieten" (Hobby? Ich nenn das Sucht)
- "wenn ich süchtig wäre würde ich nur noch davor sitzen..."
- "Wenn ich nur 1 oder 2Std. spiele bringt es nichts, da kann ich's auch gleich lassen..." (dann lass es doch!)
- "dann ändere DEIN Verhalten dann ändert sich vielleicht was..." (mein Verhalten? Ich nenn das LEBEN)
Er hat mir dann auch vorgeschlagen mitzuspielen, was ich dann auch kurz tat (1Std.), und dann sagte ich das ich damit nichts anfangen kann und ein reales Leben vorziehe.
Jetzt habe ich, obwohl ich ihn sehr liebe, die Pistole auf die Brust gesetzt und von ihm eine Entscheidung verlangt entweder ich bzw. wir oder WoW.... Seine Antwort war "Ich weiß es nicht!"
Ich habe die Befürchtung er wird sich für das Spiel entscheiden.
Solange er von seiner Mutter und seinem Bruder noch die nötige Unterstützung bekommt wird sich an seinen Ansichten auch nichts ändern.
Ich hoffe trotz allem, dass unsere Liebe stärker ist als die Sucht!!!

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398


Name:
petra (kstojkovic@hotmail.com)
Datum:Do 16 Sep 2010 08:28:37 CEST
Betreff:WOW
 

Hallo,
mein Mann spielt WOW. Ich finde es schrecklich,da er manchmal (mindestens 3x pro Woche bis morgens 3 -4Uhr spielt,egal,ob er am nächsten morgen in die Arbeit muss ). Ständig sucht er eine Gelegenheit,mal kurz nachzuschauen,was seine Auktionen da machen. er spielt praktisch jeden tag,nach der Arbeit.Wenn ich ihn anspreche,reagiert er ganz trotzig und meint,dass ich nicht alles glauben soll,was im Internet steht. er sei überhaupt nicht süchtig,sagt er.er habe schon immer Computerspiele gespielt und wird es auch in Zukunft tun.
ich finde es frustrierend,da ich dann abends alleine auf der couch sitze und er mit den kopfhörern vor dem PC sitz und sich mit so einem Quatsch beschäftigt. Er meint,er kann mit den Computerspielen seine Frustration abbauen.
Soll er doch lieber zum Sport gehen,was er auch nicht macht.
Andere Sachen kommen zu kurz,wenn er dann zu einer bestimmten Zeit verabredet ist mit seinen WOW-Mitspielern,dann bleibt alles liegen,egal ob noch alles herumliegt und die Kinder noch nicht im Bett sind.
letztes mal hat er selber zugegeben,dass alles zu kurz kommt,die Familie darunter leidet,dann hat er das WOW vom PC gelöscht und mir zur Aufbewahrung den Schlüssel gegeben. 2 tage später hat er noch eine Kopie davon gefunden und nun sind seine Vorsetze leere Worte.
Er ist schlecht gelaunt und kann nachts nicht mehr einschlafen,hat so einen leeren Blick in die Ferne. Er ist sauer auf mich,weil ich ihm den Schlüssel nicht zurückgebe. Das habe ich nun 4 tage mitgemacht und nun habe ich ihm den WOW-schlüssel gegeben,da ich keine Lust mehr habe,da ich der Sündenbock bin. Ich weiss nicht,was ich machen soll,glücklich bin ich nicht.....
Kann mir jemand einen Ratschlag geben?

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397


Name:
B 153 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Mo 06 Sep 2010 14:13:42 CEST
Betreff:anonym
 

Ich bin 19 und mein Freund ist 49. Er neigt zu Suchtverhalten, was sich darin äußert, dass er raucht und vor unserer Beziehung auf dem bestem Wege zum Alkoholiker war. Zu Beginn unserer Beziehung war WoW eine Zeit lang gar kein Thema mehr für ihn und in der Zeit war einfach alles perfekt! Inzwischen hatten wir schon mehrmals heftige Auseinandersetzungen, die immer dann stattfanden, wenn er zuvor WoW gespielt hat! Gestern war es besonders heftig. Da hat er mindestens 6 Stunden gezockt! Und war sehr aggressiv. Allmählich kommt es mir so vor, als ob zwischen seinen gelegentlichen Zweifeln an unserer Beziehung und seinem WoW-Konsum(meiner Meinung nach Suchtverhalten, da man ihn nur schwer vom PC wegkriegt, z. B. sagt man er solle herkommen und kann dann eine halbe Stunde warten ohne dass sich etwas tut, erst wenn ich dann zu ihm komme und dasselbe nochmal sage, beendet er das Spiel - und immer wenn ich kurz mit etwas anderem beschäftigt bin, fängt er an, WoW zu spielen) ein Zusammenhang besteht. Macht WoW aggressiv und gefühlskalt? Er will, dass ich auch anfange, zu spielen, aber es ist mir mittlerweile zuwider, nachdem ich gesehen habe, was dieses Drecksspiel aus den Menschen macht!! Und dafür zahlt er auch noch monatlich Geld. Abzocke!

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396


Name:
B 152 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Mo 30 Aug 2010 14:48:19 CEST
Betreff:WOW-Sucht
 

Hallo!
Ich bin die Mutter eines 21-jährigen,rollenspielsüchtigen(WOW) Sohnes.Lange habe ich die Entscheidung, hier zu schreiben,herrausgeschoben.
Mein Sohn hat etwa vor eineinhalb Jahren mit dieses Spiel angefangen.Zuvor war er nicht übermäßig am PC,nur für Schule oder beim Chaten über ICQ.Mit dem Spiel fing es erst schleichend an und wurde immer mehr.In den Ferien steigert sich das soweit,dass er mitunter 14 Stunden ununterbrochen am PC hängt,ungewaschen,im Boxershort, wobei er seinen Platz nur verläßt,um schnell etwas zu Essen aus dem Kühlschrank zu holen.Gespräche mit uns Eltern haben nichts gebracht-im Gegenteil! Er reagiert äußerst agressiv darauf und ist der Meinung, nicht süchtig zu sein.Anfangs haben wir uns damit getröstet, dass er seine Ausbildung trotz allem sehr gut meistert,aber wir wollen uns trotzdem rechtzeitig kümmern,da ich auch etliche Beiträge darüber gelesen habe, wie es noch werden kann!
Sein ganzes Wesen hat sich verändert:Er ist nervös, agressiv,er geht nicht mehr ans Handy, sein Freundeskreis ist nach und nach verloren gegangen, da er ja auch meint, seine Clankollegen sind seine Freunde.Manchmal treffen sie sich auch und spielen über mehrere Tage zusammen WOW.
Nach der schulischen Ausbildung(die er nach wie vor gut macht)rennt er sofort hoch an seinen PC und spielt bis abends,Hausarbeiten sind wenn überhaupt nur mit Voranmeldung mgl.
Nun haben wir gedacht, dass er nächstes Jahr sowieso auszieht und sich das vielleicht regeln wird, wenn er erst Verantwortung über eine eigene Wohnung hat.Nachdem ich einige Beiträge darüber in diesem Forum von betroffenen Eltern gelesen habe, bin ich mir darüber garnicht mehr sicher!Der Schuß kann sicherlich auch nach hinten losgehen.
Leider gibt es bei uns keine Selbsthilfegruppe und so habe ich mich jetzt seine ehemaligen Freunde mobil gemacht und mir einen Termin bei einer Suchtberatungsstelle geholt.
Es tut einem das Herz weh, wenn man abends heim kommt und sein Kind noch so vorfindet, wie man es am Morgen verlassen hat!!! Ich als Mutter gehe daran psychisch kaputt, mein Mann scheint das etwas besser zu verkraften.!Wenn das der Lebensinhalt eines erwachsenen Menschens sein soll...?!
Wer kann mir helfen?

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395


Name:
Paul Menz (paul_menz@yahoo.de)
Datum:Mo 02 Aug 2010 14:51:27 CEST
Betreff:Wir brauchen Eure Hilfe
 

Ich arbeite momentan an einer wissenschaftlichen Arbeit und brauche deswegen eure Hilfe, denn diese Ausarbeitung ist meine erste Abiturnote. Deswegen könntet ihr mir einen Gefallen tun und die Umfrage (siehe Link) ausfüllen. Schickt diese Mail am besten immer weiter, damit wir immer mehr auswertungen bekommen! :)
Danke!

http://gruessung-online.de/umfrage.php

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394


Name:
B 151 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Do 29 Jul 2010 15:10:11 CEST
Betreff:Hilfe planen?
 

Hallo an alle, die hier Rat und Hilfe suchen oder geben! Unser Sohn ist inzwischen 26 Jahre alt. Die letzten 1 1/2 Jahre seines Lebens hat er vorwiegend vor dem PC verbracht und sein Leben darin versenkt. Inzwischen hat er innerhalb dieser Zeit bereits 2 Therapien absolviert- mit nur kurzfristigem Erfolg. Bei uns, seinen Eltern, wohnt er nicht mehr, sondern in einer eigenen Wohnung. Er verlässt sie kaum noch. Unser Kontakt ist sehr spärlich, seit einem halben Jahr nur noch telefonisch möglich. Das letzte Telefonat war niederschmetternd. Auch die Freundin, die ihn das letzte halbe Jahr begleitet hatte, war gegangen. Unser Sohn fühlt sich von aller Welt verlassen und völlig vereinsamt. Während der Therapien wurde auch eine mögliche Depression mitbehandelt.Uns Eltern erscheint die Lage verzweifelt. Was können wir noch tun? In einer Antwort war von "geplanter Hilfe" die Rede. Wir würden gern planvoll vorgehen, aber aus der Verzweiflung heraus tut man manchmal vielleicht etwas Falsches.

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393


Name:
B 150 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Di 27 Jul 2010 12:13:29 CEST
Betreff:anonym
 

Wir haben für unseren Sohn Theo eine Menge an Selbsthilfe-Literatur durchgesehen - abschließend können wir das Buch "Computerspielsucht Therapie" von Peter Jedlicka wohl am besten empfehlen: es richtet sich in leicht verständlicher Form direkt an die Jugendlichen. Unser Theo hat seine Spielen seit diesem Buch drastisch reduziert - was uns natürlich freut ...

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392


Name:
B149 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Fr 21 Mai 2010 15:54:11 CEST
Betreff:anonym
 

Hallo,
meine Freundin hat nach fast 8 Jahren Beziehung Schluß gemacht.
Vor ca. 1 Jahr hat sie mit einem Onlinerollenspiel angefangen. Zuerst war es nur kurze Zeit, dann wurde das Spielen immer mehr. Ich war Anfangs froh, da ich dachte sie hat endlich ein Hobby gefunden, nur wurde es schleichend immer mehr. Wenn ich um 23 Uhr ins Bett musste (wegen der Arbeit) ist sie (weil sie am nächsten Tag Spätschicht hatte) bis 3, 4 oder 5 Uhr im Spiel geblieben. Sie war sehr unzufrieden mit ihrer Arbeit und mit ihr selbst. Ich denke im Spiel hat sie durch den Kontakt mit den anderen Spielern Bestätigung bekommen. Ausgehen wollte sie nicht mehr mit mir, sie schob das aber auf den Stress auf der Arbeit. Sie hat ihre Freunde und die Beziehung vernachlässigt, ebenfalls den Haushalt, den haben wir immer zusammen bewältigt. Nach 10 Monaten im Spiel sagte sie mir sie wäre sich ihrer Gefühle für mich nicht mehr sicher...es gab ein kleine Auseinandersetzung...danach wurde es besser...dann entdeckte ich SMS eines Spielebekannten auf ihrem Handy (mit Aussagen wie: ich liebe dich...)...ich stellte sie zur Rede, es gab Streit...ich stellte sie vor die Wahl, entweder ich oder er, das Spielen wollte ich ihr nicht verbieten...sie wählte mich...alles wurde wieder besser...wir gingen wieder zusammen Einkaufen, ihr Umgang mir gegenüber wurde besser. Wir planten im Spätsommer einen Urlaub...Mittwochs waren wir noch bei Ihrer Mutter und haben einen Ausflug zum Shoppen gemacht, sie erzählte ihrer Mutter auch von der Urlaubsplanung...ich war eigentlich wieder glücklich...um 22:50 Uhr, sie war wieder im Spiel, gab sie mir noch einen Kuss und sagte zu mir: ich liebe dich...dann rief ihre Mutter an (ich gehörte eigentlich schon zur Familie - Info ihre Mutter ist ebenfalls im Spiel)...meine Exfreundin telefonierte mit ihrer Mutter, ich ich konnte nicht zuhören. Ihre Mutter hatte erfahren, dass meine Exfreundin immer noch regen Kontakt hat zu dem Onlinebekannten im Spiel...die Mutter meinte meine Exfreundin solle endlich reinen Tisch machen, sie wollte, das meine Exfreundin zu mir steht und den Kontakt abbricht und das Spielen einstellt...meine Exfreundin kam um 23 Uhr zurück zu mir und machte Schluss...ich würde sie einengen und sie hätte mit mir nicht mehr das Gribbeln im Bauch! usw... sie würde es mit mir nicht mehr aushalten...für alle waren wir das Traumpaar...der Internetbekannte kommt aus dem Ausland (Österreich) und selbst meiner Exfreundin war bekannt, dass er schon mehrmals Frauen im Spiel reingelegt hat...

Ich glaube meine Exfreundin ist Onlinerollenspielsüchtig...sie hat sich nicht zwischen mir und dem Bekannten, sondern zwischen mir und dem Spielen entschieden.

Wenn ich analysiere:
- sie ist mit Arbeit unzufrieden, hat wenig Selbstwertgefühl und ist eher schüchtern
- im Spiel ist sie wer, hat Erfolg und kann frei reden.
- sie hat ihr Umfeld vernachlässigt
- sie hatte kein Interesse mehr an den Freunden...wahrscheinlich auch nicht mehr an mir.

Jetzt zieht sie aus...auch wenn es finanziell ganz knapp bei ihr ist, ich war sehr gut verdienend.

Ich kann von aussen verfolgen, wie lange sie noch im Spiel ist...bis auf die Arbeit ist sie jeden Tag mindestens 5-8 Stunden im Spiel.

Keiner der Bekannten und Verwandten kann ihre Entscheidung nachvollziehen, da sie auch mit niemandem richtig darüber redet. Wir galten als das Traumpaar.

Obwohl es mir egal sein könnte, ich mache mir immer noch sorgen um sie, momentan packt sie (sie wohnt noch in meiner Wohnung) ich bin vorübergehend in meinem Elternhaus eingezogen. In 1-3 Wochen zieht sie aus.

Ich kann nichts tun, Ihre Mutter anscheinend auch nicht, die ist ja genauso lange online im Spiel.

Ich meine Exfreundin Süchtig?

Zur Info: Ich bin 36, meine Exfreundin ist 26

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391


Name:
B 148 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Fr 14 Mai 2010 13:42:04 CEST
Betreff:anonym
 

Hallo, ich lebe seit über einem Jahr getrennt von meinem Mann. Wir haben eine kleine Tochter von fünf Jahren. Alles kam durch WOW. Er spielt es bereits seit über zwei Jahre,mehr als 50Stunden die Woche, ich habe mich über ein Jahr lang aufgerieben für ihn, ihn unterstüzt und alles versucht. Vor einem Jahr habe ich dann zufällig herrausgefunden, dass er sich über dieses Spiel in eine Frau, die fünfzehn Jahre älter ist als er, verliebt hat. Beide wohnen nun zusammen und zocken den ganzen Tag. Er ist für sie über 500Kilometer weggezogen und ist ihr und dem Spiel hörig. Er kümmert sich nicht um sein Kind, zahlt keinen Unterhalt ist Arbeitslos und erzählt mir und seiner gesamten Familie nur Lügen über Lügen. Er hat mich Jahre lang manipuliert, ich dachte immer es sei alles nicht so schlimm und ich bin die, die nicht normal ist, doch jetzt weiß ich, dass er krank ist und seine Freundin auch.

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390


Name:
B 147 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Sa 08 Mai 2010 09:03:16 CEST
Betreff:Zum Geburtstag
 

Lieber Grosso,

Ich wage es,
Dich allein zu lassen
in Deinen Gedanken
und Entscheidungen.

Ich will nicht für Dich denken,
Dich nicht mit meinen
Vorschlägen entmündigen
und immer besser wissen,
was gut für Dich ist.

Ich wage es,
mich nicht verantwortlich
für Dich zu fühlen.
Ich lasse Dich Deinen Weg finden,
nicht, weil ich Dich nicht liebe,
sondern weil ich Dich liebe.

(Ulrich Schaffer)

Wir wünschen Dir einen wunderschönen Tag.
Deine Schnufa

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389


Name:
Birgit (birgit@e-mails.de)
Datum:Di 27 Apr 2010 16:58:00 CEST
Betreff:Call of duty
 

Hallo,
mein Sohn (15j) hat lange Zeit mit seinen Freunden, die weiter weg wohnen über das Internet kommuniziert und über sie auch WoW kennengelernt.Mit 14 J. Ich habe dies zunächst toleriert, da er seine freunde selten sehen kann und er sich auch einigermassen an zeitliche Vorgaben meinerseits gehalten hat. Auch die Bildschirmpräsentation, sowie den Ton fand ich nicht besonders aggressiv. Er hat vor kurzem mit Wow aufgehört, da ihm der account wohl auf dauer zu teuer war und er auch die Sprache, die untereinander gesprochen wurde nicht mehr mochte, so sagte er mir jedenfalls. Von seinen Klassenkameraden(meistens 16 j) hat er nun das Spiel Call of Duty kennengelernt. Kann mir hierzu jemand etwas sagen ?
Die Präsentation gefällt mir überhaupt nicht und was ich bei Wikipedia hierüber gelesen habe beunruhugt mich noch mehr. Ist dieses Spiel kriegsverherrlichend ? Sollte ich es ihm als fast 16j strickt verbieten ? Ich muss dazu sagen, dass mein Sohn in der 10 gute Schulnoten hat, Tennis spielt und gerne fahrrad fährt und eigentlich überhaupt nicht agressiv ist auftritt. Deshalb verstehe ich auch nicht, warum er überhaupt an solchen Spielen gefallen findet.
Es wäre schön, wenn mir jemand etwas dazu sagen könnte.

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388


Name:
Giesing (xx-dave@hotmail.de)
Datum:Do 08 Apr 2010 12:59:31 CEST
Betreff:Tipp für alle Eltern.
 

Hallo ich bin selbst 15 Jahre und ziemlich süchtig, was mir auch oft selbst auffällt.
Ich vernachlässige mein Reales Leben und versauere vor meinem Computer. Mein Vater hat mir sehr geholfen. Er hat mir den Bildschirm einfach weggeschlossen. Dasselbe hat er schon einmal letzte Sommerferien gemacht. Damals kam ich mir vor als wäre ich von einer Droge abhänging und kam mir total Hilflos und von der Außenwelt abgeschlossen. Nachdem sich meine Noten wieder gebessert haben, habe ich ihn wieder bekommen. Nun waren zum Halbjahr meine Noten wieder ziemlich schlecht und er hat meinen Bildschirm wieder zu sich genommen. Nun haben sich die Noten wieder stabilisiert und ich hab ihn wieder gekriegt, jedoch war der "Entzug" dieses Mal garnicht weiter schlimm. Ich habe mir einfach Auswege gesucht, bin mit Freunden weg, auf Partys gegangen. Ich rate allen Eltern sich so zu verhalten. Meine Eltern haben zwar im ersten Moment gedacht wie hilflos ich doch sei ohne Computer, jedoch wussten sie schon das ich nur darauf hinaus will meinen Computer wieder zu bekommen. Also sollte man nicht nachgeben und die Sache einfach durchziehen.

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387


Name:
B 146 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Di 06 Apr 2010 03:06:05 CEST
Betreff:selbsterfahrung
 

hallo liebe leute

ich bin 19 jahre und (ein wunder) ein mädchen das online spiel süchtig war.
ich verbrachte 2 jahre lang zushause und habe 20 stunden vor dem pc gesessen und nur 4 stunden geschlafen, wenn meine mutter versuchte mich vom pc spielen abzubringen, brach innerlich eine welt für mich zusammen. mein online game war zu diesem zeitpunkt das wichtigste in meinem leben.
als ich nicht an den pc durfte weinte ich und bin total ausgetickt.
die spiel sucht war das schlimmste was mir passieren konnte.

darum rate ich allen eltern dringend, reagiert rechtzeitig!
am besten wenn ihr mitbekommt , euer kind intressiert sich für ein online spiel, beobachtet besser wie viel stunden euer kind mit diesm spiel am tag verbringt und wie viel "herz" euer kind dort hinein steckt.

sagt eueren kindern nicht das sie was aus ihrem leben machen sollen oder nehmt ihnen den pc weg , das bringt nicht viel wenn man süchtig ist.

gebt ihn eine neue beschäftigung, versucht zu erkennen was euren kids damals spaß machte und grabt das wieder hervor.
verbieten bringt da garnichts, probiert neue intressen bei eurem kind zu wecken.

so habe ich es dann auch endlich geschafft :]

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386


Name:
P. H. B145 (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Sa 03 Apr 2010 15:36:22 CEST
Betreff:Heute bin Ich sicher
 

Hallo an alle Betroffene,

bin mir noch nicht sicher wie ich reagieren soll, nach dem Ich heute in der wohnung meines Sohnes 22 Jahre alt gewesen bin weiß Ich "er ist Süchtig" Alles trifft zu: vermüllte Wohnung-Essensreste die schon laufen können-Schmutzwäsche wohin Ich schaue und Mahnungen Rechnungen ohne Ende.
Seine Lehrstelle ist in gefahr und zur Berufsschule geht er auch kaum noch.Ich bezahle die Miete seiner Wohnung und für alles andere sollte er selbst Verantwortung tragen, aber das schafft er nicht.
Wie kann Ich Ihm (mir) helfen ? Soll Ich den PC entfernen, habe da bedemken da auch gerne zur Gewalt neigt ! Im keine
Miete mehr zahlen so das es für Ihn der ganz harte weg wird ? er alles verliert seinen Job seine Wohnung ? Nur Fragezeichen !! Wer könnte mir helfen mit einen Rat geben, habe den ganzen Tag im Internett gesucht und mir erscheint diese Seite die einzige ernsthafte Hilfe. Ich bin betroffen über diese vielen Schicksale hier und würde auch gerne helfen wenn Ich wüsste wie. Freue mich auf jeden kleinen Tip von hier.

Vielen Dank für diese Seite.

P. H.

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385


Name:
B 144 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Sa 03 Apr 2010 01:20:06 CEST
Betreff:anonym
 

Hallo Leute,

ich, 15 Jahre alt , möchte ebenfalls meine Ehrfahrungen teilen bzw. Eltern dabei helfen ihre Kinder zu verstehen.

Ich spiele selbst WoW, bin aber - meines Erachtens - nicht süchtig. Allerdings bemerke ich des öfteren ''Suchtdenken'' wie ich es einfach mal nenne. Zum Beispiel zwinge ich mich gelegentlich dazu zu spielen, da ich einen Freund von mir überholen möchte. Das ist auf jedenfall auch ein Grund weswegen viele süchtig werden. Weil sie andere übertrumpfen möchten. Allerdings versuche ich dagegen anzukämpfen. Ich sage mir: '' Es gibt auch noch ein Reallife und die Freundschaften, die ich im echten Leben habe, könnten bis an mein Lebensende halten, die in WoW allerdings werden 1000%ig früher oder später zerbrechen! ''
Ich bin mir bewusst das sich diese Denkweise auch ändern kann. Allerdings hilft mir mein Verhältnis zu meiner Mutter extrem diese beizubehalten. Ich halte ihr Verhalten für sehr effektiv um Spielsucht zu verhindern:

1.Sie lässt mir meine Privatsphäre (sehr wichtig!)
2.Sie bedrängt mich nicht (wenn man sich als Jugendlicher bedrängt fühlt, kommt es schnell zu Streit und dann tritt folgendes in Kraft: - Jugendlicher ist sauer -%3E tut das Gegenteil von dem was die Mutter/der Vater gesagt hat (Rebellieren)
Nun gibt es 2 Möglichkeiten:
- Die Eltern handeln mit zB Verboten etc. -%3E Der Jugendliche bleibt natürlich sauer! Entweder er sieht es später ein oder nicht. Jeder ist ein Individuum.
- Die Eltern machen erst mal nichts bzw. sie reden/halten Vorträge -%3E Je nach Charakter bringt es was oder auch nicht.
Beides kann natürlich in die Hose gehen. Es gibt KEINE Patentlösung!)
3.Sie lässt mir zwar Freiheiten, setzt aber auch KLARE Regeln. (in meinem Falle: '' Falls ich (meine Mutter) eine Änderung in deinem Verhalten sehe, müssen wir deine Zeiten vor dem PC beschränken'' Da dies natürlich kein Spieler möchte, ''muss'' er sozusagen auch anderes Unternehmen (so ist es bei mir). Allerdings macht mir das dann auch Spaß und dann setze mich sehr gerne nochmal Abends mit meiner Mutter hin und rede mit ihr über den Tag etc.)
Ich denke, solche Regeln sollte man frühzeitig aufstellen, denn auf eigenverantwortliches Handeln kann man - meines Erachtens - bei Jugendlichen nicht 100%ig setzen!
4.Wenn man solche Regeln aufstellt sollte man, wenn sie gebrochen werden, die vereinbarten ''Strafen'' AUF JEDEN FALL, auch wenn die Regeln zum ersten Mal gebrochen wurden, IN KRAFT SETZEN!
Denn: Wenn ein Jugendlicher merkt: ''Ach, die lassen das doch eh durchgehen'' Wird sich NICHTS an seinem Verhalten ändern!
Also: Konsequent sein! Nicht um den Finger wickeln lassen und vorallem stark beleiben, denn der Jugendliche wird auf jedenfall wütend und evtl. auch beleidigent.

Fazit: Lassen Sie ihrem Kind Freiheiten aber in einem GEREGELTEM Rahmen! Ohne Regeln geht nichts! Beleidigung in einem Streit nicht zu ernst nehmen, denn diese sind nur aus der Wut heraus um seinen Willen irgentwie (und wenn es daraus besteht die Eltern ''fertig'' zu machen) durchzusetzen!

Natürlich ist nichts des o.g. eine Patentlösung. Ich wollte nur ein wenig die Denkweise von mir (und ich vermute, dass viele Andere ähnlich oder genau so denken/empfinden) erläutern, damit sich Eltern ein wenig besser in einen Jugendlichen hereinversetzen können!

Ich hoffe ich kann damit einigen helfen!

Dann möchte ich noch sagen, dass ich diese Seite und das Forum für eine gute Sache halte und mich Ihre Geschichte mit ihrem Sohn bewegt hat! Ich wünsche Ihnen noch schöne, glückliche Jahre mit ihm!




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384


Name:
Leokadia (hier_entlang@gmx.de)
Datum:Fr 26 Mär 2010 07:11:45 CET
Betreff:Mein Sohn ist 11 und auf dem besten Weg, spielsüchtig zu werden
 

Hallo, liebe Familie Hirte und alle anderen Leser,
Ich habe mir gestern (mal wieder) die Reportage der ARD auf youtube angesehen und war sehr froh, dass Sie Ihren Sohn zurückbekommen haben....mich hat Ihre Geschichte sehr berührt und tut es immer noch und immer wieder!

Ich habe ein bisschen auf Ihrer Seite gestöbert und nur Berichte über ältere Kinder/Jugendliche gelesen. Kurz zu mir und meiner Situation: Ich bin alleinerziehend mit zwei Kindern. Ein Mädchen, 16, ein Junge, 11. Mein Sohn ist wie viele Jungs in dem Alter auch, fasziniert von der Computerwelt. Er kennt sich mittlerweile sehr gut aus und das ist ja auch gut so, wenn man bedenkt, dass es heutzutage keinen Arbeitsplatz mehr ohne Computer gibt. Mein Sohn geht in die 5. KLasse eines Gymnasiums.

Ich weiß garnicht recht, wie ich anfangen soll, die Situation zu beschreiben....wie fing es an? Mit den normalen Computerspielen, die Kinder eben so spielen: 5 Freunde, Ponyhof usw, alles also recht harmlos. Vor ca. einem Jahr hat sein Freund ihn mit dem Spiel Metin2 bekanntgemacht. Auch ein Rollen-Onlinespiel. Seitdem gibts kein Halten mehr....er hat mich vor kurzer Zeit von einer Stunde Spielzeit auf 2 Stunden pro Tag raufgehandelt, weil alle anderen auch viel länger spielen dürfen und eben auch oft zusammen gespielt wird. Das ist tatsächlich so, wie ich meinen Beobachtungen entnehmen kann. Mein Sohn wird sogar bedauert von seinen Mitschülern, weil er so eine strenge Mutter hat...."Ich will nicht in deiner Haut stecken" etc.pp. Vor ein paar Tagen hat einer seiner Freund sogar eine Geburtstagseinladung sausen lassen, weil er lieber online zocken wollte. Dieser Freund darf am Wochenende solange spielen wie er will. Er ist auch erst 11!!

Es gab und gibt natürlich immer noch Streit über die PC-Nutzungszeit. Kürzlich wurde es mir zu bunt, er hat sich an die Regeln wieder und wieder nicht gehalten und ich habe den PC einkassiert (eigens, um diese Möglichkeit zu haben, habe ich in ein Notebook investiert, damit ich handlungsfähiger bin) und außer Haus gebracht für 2 Wochen. Zunächst mal ist mein Sohn zu den Zeiten, zu denen er normalerweise spielte, aber nicht konnte, ausgerastet. Ja, ausgerastet. Wie ein Junkie, der keine Spritze hat. Ich war entsetzt. Bin aber froh, dass ich mal ein "Exempel" statuiert habe und meine Drohung wahrgemacht habe und auch durchgehalten. Nach 2 Tagen hat sich sein Verhalten normalisiert und er ist zu altbekannten Spielen übergegangen. Er spielt gern Diabolo und war viel draußen. Ich war schon einmal beruhigt, weil ihm die Fähigkeit offensichtlich noch nicht verlorengegangen ist, sich auch mit etwas Anderem zu beschäftigen. Nun hat er seit ein paar Tagen den Rechner unter strengen Auflagen wiederbekommen. Nichteinhaltung der Zeit wird umgehend mit PC-Entzug gestraft. Vor einer Weile ist sein Account gehackt worden, monatelange "Arbeit", viele Items, Geld, alles war weg. Er hat erst geweint wie ein Schlosshund, dann aber beschlossen, Metin2 nie wieder zu spielen, weil er bereits das zweite Mal bestohlen wurde. Nun kam er kürzlich zu mir und berichtete, sein Freund habe ihm einen Lv. 38er Krieger geschenkt...:( anscheinend geht es doch wieder los. Bleibt abzuwarten.

Vor ca. einem halben Jahr, kam mein Sohn auf mich zu und wollte UNBEDINGT WoW spielen! Mein Sohn ist sehr, sehr hartnäckig, wenn er was will, akzeptiert nur schwer, wenn er seinen willen nicht bekommt und macht mir dementsprechend das Leben sehr schwer. Aber trotzdem habe ich da - eine der wenigen Male - ganz entschieden NEIN gesagt. Und ich bin sehr froh, wenn ich das hier alles lese! Ich habe ausführlich mit ihm darüber gesprochen und werde mir heute mit ihm die ARD Reportage zusammen ansehen. Er hat es akzeptiert, dass das ungefähr so gefährlich ist, wie mit geschlossenen Augen bei Rot über die Ampel zu gehen. NOCH! Ich möchte noch erwähnen, dass wir schon seit etwa einem halben Jahr keinen Fernseher haben, mein Sohn zwar eine Playstation besitzt, die aber auf dem Dachboden ist, weil ich einfach verhindern will, dass von PC zu Playstation zu Fernseher gewechselt wird - wie es vorher war und bei diversen Klassenkameraden auch noch ist!

Meine Frage an Sie, liebe Familie Hirte und natürlich auch an alle anderen Leser, lautet:

Wann hat die Sucht angefangen, wann haben Sie die ersten Anzeichen bemerkt, was hätten Sie anders machen sollen/wollen/können? Ich will auf jeden Fall frühzeitig verhindern, dass es bei meinem Sohn irgendwann zu spät ist. JETZT kann ich noch etwas lenken. Wenn er mal 15 ist, dann nicht mehr - so jedenfalls ist mein Gefühl! In der Klasse gibt es sehr viele Jungs, die exessiv spielen. Was raten Sie mir? Auf einem Elternabend mal genau nachzuhören, was da eigentlich erlaubt ist, wielange die Kinder wirklich spielen? Gibt es vielleicht Medienbeauftragte, die in eine Klasse geholt werden können, um aufzuklären? Ich weiss, dass der Lehrer dem sehr zugetan wäre und die Möglichkeit schaffen würde, eine Stunde für einen Vortrag oder einen Workshop freizumachen. Ich habe einfach das Gefühl, die anderen Eltern sind einfach froh, wenn die Kinder beschäftigt sind und wissen garnicht richtig, wie lange und vor allem WAS gespielt wird! Will aber auch keinem zu Nahe treten. Aber ich denke es ist wichtig, überhaupt mal ein Bewusstsein dafür zu schaffen, damit mein Sohn auch merkt: woanders gibt es AUCH Grenzen. Die Tatsache, das woanders bis zur Besinnungslosigkeit gespielt werden darf, macht es nicht leichter! Trotzdem bezieht sich meine Frage natürlich in erster Linie auf die Möglichkeiten, die ich zu Hause habe.

Ich hoffe, mein Beitrag war nicht zu lang und unstrukturiert und würde mich sehr über Resonanz freuen!

Herzliche Grüße
Leokadia

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383


Name:
sophie (@firma_mento@yahoo.de)
Datum:So 21 Mär 2010 21:08:47 CET
Betreff:Rules of magic
 

Hallo,

Ich werde seit Monaten mit "Computerspielsucht" confrontiert und trotzdem ist es bei mir anders, ich bin nicht betroffen oder meine Kinder sondern mein Mann!
Er ist 35, Aktienhändler, also von Beruf her schon gewohnt viel Zeit am Computer zu verbringen und er ist ein Spielertyp, zumindest ist er von Casino und Glückspiele immer sehr angezogen. Seit 14 Monate spielt er Rom (Rules of magic) und was ich am Anfang mit einem skeptischen Augen ansah, ist jetzt einfach unser Alltag. Sofort nachdem Aufstehen, wird der Computer angemacht und das Spiel gestartet, noch eine Augenblick in der Küche und dann geht der Tag im Büro also los (das Büro ist bei uns Zuhause). Die Arbeit ist nur noch eine Ausrede zum spielen. Eigentlich immer zu wenig los um arbeiten zu müssen aber trotzdem nie Zeit um etwas anderes zu machen. Abend ist er selten ansprechbar und am Wochenende muss er auch immer Punkte, Gold, Diamanten.... sammeln. Zwar spielt er nie Nacht, kommt immer sehr schnell zum essen und beteiligt sich immer mal wieder an das Familienleben aber das Spiel hat immer Priorität. Diese Dauergespräch mit seiner Gilde ertrage ich nicht mehr.
Ich kann den Anblick nciht mehr ertragen und bin am Ende meine Kräfte. Wir haben 2 kleine Kinder (4 und 2), sie bräuchten sicher mehr Zeit mit ihrem Vater und ich mehr Unterstützung, ausserdem mache ich mir grossen Sorge, welchen Einfluss es auf sie hat. Sie sprechen zwar nie darüber, bekommen es aber total mit, nicht selten redet er noch in ihre Anwesenheit mit seiner Leute. Ich habe schon bei einem Psychologe Rat gesucht, also an mich und mein Verhalten schon versucht zu arbeiten aber es bewegt ja nichts. Und mit jedem Tag kommt noch mehr Unmut. Ich habe schon gar keine Lust mehr irgendetwas zu machen, wenn ich ihn darauf anspreche, bringt es ja nichts. Ich wäre schon längst geflüchtet aber eigentlich will ich nciht meine Ehe so einfach aufgeben, meine Kinder schon zuliebe.
Wir haben Sonntag, ich habe meine Mann kurz zum Frühstück, Mittagsessen und Abendessen gesehen und auf ein kleiner Spaziergang und eine Begleitung um die KLeinen ins Bett zu bringen, habe ich ihn kaum gesehen. Es sind wahrscheinlich schon über 7 Stunde für sein Spiel....
Ich bin für jeden Rat dankbar.
Mfg

Sophie

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382


Name:
B 142 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:So 21 Mär 2010 14:06:17 CET
Betreff:alles wird gut
 

Lieber Grosso,
IN DER WEITE DES MEERES SIEHST DU VIELLEICHT DIE ZURÜCKGELEGTE MEILE NICHT
ABER SIE IST GESEGELT
Du machst es gut.
Deine Schnufa

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381


Name:
Janz (jan-janz@web.de)
Datum:Do 04 Mär 2010 17:34:18 CET
Betreff:Eltern Schuld
 

Hallo,
ich bin selbst Rollenspiel Spieler und ich finde das man auch spiele kann ohne gleich süchtig zu sein!
Ich finde das die Situation überbewertet wird! Immer heißt es Rollenspiele aber haben Sie schon mal an Spiele wie z.B. "Call of Duty" oder "Counterstrike" ich finde diese Spiele viel schlimmer als Rollenspiele.

Ich weis WOW hat einen großen suchtfaktor, dennoch wird man meist erst süchtig wenn man anfängt am tag immer länger zu spielen...
...ich denke das man die sucht nicht erst anfängt wenn man in der woche 2 -3 Tage Pause macht und am Tag nicht mehr als 2 Stunden spielt und nebenbei andere Hobbys hat!

Außerdem denke ich das die Eltern auch eine gewisse Schuld haben das meistens Kinder süchtig werden.
Wenn einem Kind etwas verboten wird, dann findet es dies nur interessanter.
Ich finde Eltern sollte sich in die Lage der Kinder versetzten und wenn es massiv wird ( z.b: 5 Stunden spielen, Agressives Verhalten)sollte man sich Hilfe von außen hohlen und dem Kind die Regeln aufzeigen.

Rundum ich denke das Eltern eine Teil dazu beittragen das Kinder/Jugendliche Süchtig werden und nicht nur die Industrie und die Betroffenen selber Schuld sind.


Liebe Grüße und allen viel Glück beim bekämpfen der Sucht

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380


Name:
Tobs (tobs@yopmail.com)
Datum:Mo 25 Jan 2010 16:41:56 CET
Betreff:Meine Erfahrungen und Meinungen.
 

Hey. Ich war drei Jahre lang WoW-süchtig, aber dazu später. Ich weiß also, wovon ich schreibe.

Um mal ein wenig Verständnis zu schaffen:
World of Warcraft oder generell MMOGs (Massive Multiplayer Online Games) sind eine großartige Idee, die Möglichkeiten des Internets und der heutigen Technik zu nutzen. Man trifft sich mit den virtuellen Figuren vieler verschiedener Menschen in einer virtuellen Fantasie-Welt. Im Grunde genommen sind diese Figuren oder besser deren Spieler also schon "reale" Freunde, nur eben nicht im "klassischen" Sinne - wobei aus Online-Bekanntschaften auch "klassische" Freundschaften und sogar Partnerbeziehungen entstehen können.

Als ich noch ein kleiner Junge war, hab ich mit einem oder zwei Freunden im Wald oder irgendwo draußen gespielt - mit dem was so rumlag, mit Autos oder einfach Rollenspiele á la Robin Hood oder Räuber und Polizist. Ich stellte mir vor, wie mein Auto über die Strasse raste und wie wir den Feind, der meist von einem Baum dargestellt wurde, erschlugen. Ich baute Dämme auf, kletterte auf alles, wo ich raufkam und spielte auch Gesellschafts- oder Computerspiele mit anderen (C64, Amiga, Nintendo, etc.).

Heute ist das alles anders. Aber eigentlich auch nicht...
Für meine Ausbildung bin ich umgezogen, nachdem meine Eltern gestorben waren. Fast alle meine Freunde sind ebenfalls weggezogen oder haben viel weniger Zeit, sei es wegen der Arbeit oder der Partnerschaft. Schon als Kind hatte ich Schwierigkeiten, mehr als zwei Freunde zu finden und zu halten. Niemand mehr da zum spielen und Zeit vertreiben ohne den zeitlichen und finanziellen Aufwand von ca. 120 Kilometern Streckenüberwindung in Kauf zu nehmen... aber halt! Bevor ich hier allein sitze und mir das verblödende und langweilige Fernsehprogramm antue - ich hab doch Internet!

Meine alten Freunde spielten zu dem Zeitpunkt alle WoW, also fing ich auch damit an. Es dauerte nicht lang die Freundesliste zu füllen und immer mehr Leute über ihre Charaktere (Figuren im Spiel) aus ganz Deutschland und sogar über die Grenzen hinaus kennenzulernen. Auch in der Schule (schulische Ausbildung) fand ich schnell WoW-Spieler, mit denen ich mich über das Spiel, die neuen Patches und Verbesserungen, die Abenteuer und die eigenen Erfahrungen austauschen konnte. WoW blieb so nicht nur im PC sondern war fast immer ein Thema. WoW-Videos ansehen, Warcraft-Bücher lesen, Zeitschriften mit den besten Tricks zum Spiel lesen, WoW-Poster aufhängen, die eigenen WoW-Figuren malen oder Dinge aus der Warcraft-Welt basteln. Und natürlich wann immer es ging mit meinen Online-Bekanntschaften online spielen - das ist unterhaltsamer als eine eigene, leere Wohnung.

Zu dem Zeitpunkt war WoW schon mehr als ein Hobby und begann langsam auch Probleme zu bereiten. Wie das viele Hobbys und Süchte tun (eigentlich alles, was Spaß macht), verlocken sie dazu, doch den Spaß vor der Arbeit zu haben und letztere immer weiter vor sich her zu schieben. Dementsprechend waren meine schulischen Leistungen zwar nicht schlecht aber nicht so gut wie sie hätten sein können. Ich fehlte auch recht oft, weil ich mich wegen jedem Halskratzen habe krankschreiben lassen und die freie Zeit mit WoW verbracht habe. Als das Schuljahr dann zuende war und ich mein Fachabi (das ich als Teil der schulischen Ausbildung sehe, weil es Voraussetzung war) in der Tasche hatte, wurde ich (nicht selbst verschuldet) arbeitslos, jedoch mit der Gewissheit, dass ich ein Jahr später meine Ausbildung machen konnte.

Ein Jahr ohne Geld (Hartz IV...), ohne nahe wohnende Freunde und ohne wirklich was zu tun zu haben. Da ich sowieso eher ein Nachtmensch bin, verschob sich mein Schlaf-Wach-Rhytmus, sodass ich um 15 Uhr aufstand und zwischen 7 und 9 schlafen ging. Nach ein paar Monaten lief der Tag so ab: Nachdem ich auf der Couch, vor der mein PC mittlerweile stand, aufgewacht bin, ging ich ins Bad zum Zähne putzen. Da der PC noch lief, brauchte ich mich bei WoW nurnoch anmelden und los ging's. Gegessen wurde nebenbei beim spielen, irgendwas was schnell zu machen und günstig war wie Toast mit Käse, Müsli mit Milch oder gegen Abend Nudeln oder Pizza. Duschen etwa ein bis zweimal die Woche, wegen wenig Anstrengung war das ja auch nicht so oft nötig. Viel schlimmer war, dass ich auch Arbeiten wie aufräumen oder Putzen vor mir her schob.

Nach einiger Zeit ließ ich nurnoch Freunde, die selten zu Besuch kamen (wegen der Entfernung und mangels eines Autos), herein. Auch unangenehme Post wie Mahnungen und Pfändungsanküdigungen ignorierte ich gekonnt; das einzigste, was immer bezahlt werden musste, war Strom und mein Internetzugang. Die Probleme, die durch mein Verhalten entstanden waren, brachten mich dazu, das Verhalten fortzusetzen. Ich hatte die Wahl zwischen unnötigem Aufräumen (es interessierte ja eh niemanden) und mir bedrückende Gedanken über meine finanzielle Lage zu machen ODER in Azeroth mit meinen Online-Freundschaften Spaß zu haben, Abenteuer zu erleben und zu plaudern. Und weil ersteres mich stark belastete und jeder Versuch nach kurzer Zeit an Hilflosigkeit und Überforderung scheiterte, griff ich ständig auf die Alternative WoW zurück.

Das Schockierende dabei war, dass mir WoW irgendwann nichtmal mehr großartig Spaß gemacht hat. Aber ich hatte was zu tun, ohne dass es (wie Aufräumen) unangenehm war. Als Hartz IV-Empfänger war ich froh, wenn ich mir am Ende des Monats noch Zigaretten leisten konnte, an einen Kinobesuch oder irgendwen zum bowlen einladen war da nicht zu denken - es mangelte an positiven Alternativen bzw. am Geld, um die vorhandenen Alternativen nutzen zu können. Also erledigte ich die eintönigen Aufgaben in Azeroth und langweilte mich, bis wieder ein paar Online-Freunde online waren.

Insgesamt habe ich viereinhalb Jahre WoW gespielt, drei davon mehr oder minder exzessiv. Das Jahr, in dem ich arbeitslos war, war das Schlimmste. Als dann die Schule wieder anfing, kam ich langsam wieder in einen normaleren Rhytmus, auch wenn es jeden Tag hunderte Male Überwindung kostete, statt WoW erst etwas anderes zu machen und morgens aufzustehen anstatt mittags zum Arzt zu gehen. Dadurch, dass ich fast jeden Tag raus musste, begann ich auch sporadisch Ordnung zu schaffen, das heißt ich nahm Müll mit runter wenn ich die Wohnung verließ und räumte ein paar Kleinigkeiten auf, wenn ich zurückkam. Und ich stellte fest, dass es ungemein motivierend ist, wenn jemand hilft, wenn ich also nicht allein meine Aufgaben (Schulisches oder Haushalt) machen muss.

Richtig ordentlich wurde die Wohnung nie. Lediglich die Räume, in die Besucher kamen, also Flur, Wohnzimmer und Bad waren halbwegs aufgeräumt und sauber. Im Gegensatz zu manchen anderen Bekannten hab ich auch immer dafür gesorgt, dass es nirgens schimmelt oder stinkt. Einen kompletten Neuanfang hab ich dann durch einen Umzug hinbekommen. Die Wohnung habe ich bewusst ausgewählt, weil ich mich hier dem Kontakt zu den Hausmitbewohnern nicht entziehen kann und in Folge dessen meine Wohnung ordentlich halten muss.

Mittlerweile bin ich im letzten Jahr meiner Ausbildung und gehe beinahe täglich arbeiten. World of Warcraft spiele ich zwar nicht mehr, aber es war eine sehr sehr große Überwindung, das Spiel von meiner Festplatte zu löschen. Der Grund ist einfach: 1. dauert es ewig, es zu installieren und die Aktualisierungen herunterzuladen (knapp 9 Stunden), während dessen man immer mal wieder etwas anklicken und bestätigen oder die CD wechseln muss und 2. steckt viel "Liebe", Kreativität und viele Stunden Spielzeit in meiner Spielfigur. In einem MMORPG muss man seine Figur nämlich entwickeln. Man bekommt für viel investierte Zeit Dinge, auf die man in gewisser Weise auch stolz ist, so wie ein Aquarist stolz auf seinen gut gepflegten Zuchtfisch ist. Man ist immer stolz darauf, etwas zu erreichen, was andere sehen können, besonders wenn man mit ihnen in Konkurrenz steht.

Wie man sieht nutze ich meinen PC immer noch mitsamt Internet-Zugang. Und ich spiele auch immernoch Online-Spiele, derzeit Herr der Ringe Online, das mit WoW durchaus vergleichbar und doch völlig anders ist. Allerdings steht das Spiel bei Weitem nicht mehr so hoch auf meiner Prioritäten-Liste wie es damals bei WoW der Fall war.

WoW bietet also ein so hohes Suchtpotential, weil man damit in eine virtuelle Welt flüchten kann, in der andere Menschen existieren (die an anderen PCs andere Figuren steuern und miteinander kommunizieren - so ganz vereinsamt man also doch nicht) und man eine gewisse Art von sozialen Kontakten pflegen kann, aber ohne all die Probleme, die der Alltag bereiten kann und die bei jedem anderer Natur sein können. Mit Langeweile (aus welchen Gründen auch immer) fängt es bei fast allen an. Dadurch, dass man vor Problemen flüchtet, anstatt sie anzugehen, entstehen neue, schwieriger zu lösende Probleme, vor denen man wiederum nach Azeroth (so heißt ein Kontinent in WoW) flüchtet... ein Teufelskreis. Wie bei jeder anderen Sucht auch.


Zu guter Letzt möchte ich noch meine persönliche Meinung zu den Forderungen von rollenspielsuch.de abgeben.

2. WOW-Spielberechtigung erst ab 18 Jahre.
Finde ich Quatsch. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 sollten die Eltern generell mehr Einfluss darauf nehmen, wie die Kinder ihre Freizeit gestalten. Das geht natürlich nicht durch Verbote oder Kontrolle, da Kinder auch Privatsphäre brauchen. Interesse zeigen, wissen, was das Kind spielt, mitspielen und Zeitvereinbarungen treffen klappt da eher. Gerade Computer und Computerspiele sind für viele Eltern unbekanntes Land. Stattdessen halten sie sich an einseitige Medienberichterstattung und Horrormeldungen von Einzelfällen wie dem Toiletteneimer unter dem PC-Schreibtisch. Mitmachen, den Spaß verstehen und teilen, aufeinander Acht geben und Alternativen bieten.
Ganz abgesehen davon macht eine Altersfreigabe ab 18 nur noch neugieriger auf das, was dahinter steckt. Verbotene Früchte sind eben seit der Bibel immernoch die süßesten. Und Altersbeschränkungen umgehen... da findet man immer einen Weg, sonst würden nicht so viele 12jährige regelmäßig rauchen.

3. Einbeziehung des hohen Suchtpotenzials von Online-Rollenspielen in die Kriterien der USK zur Altersfreigabe.
Wie stellt man fest, was süchtig macht? Essen macht süchtig, Fernsehen macht süchtig, Spiele machen süchtig, Drogen machen süchtig... wenn man denn gefährdet ist. Die Gefahr geht selten von den Mitteln selbst aus als von den Problemen, die man damit zu verdrängen versucht.

4. [...] (Innerhalb von nur 4 Jahren ist die Zahl der WOW-Spieler auf 11,5 Millionen (!) gestiegen, [...]
Das sind Zahlen, die Blizzard (WOW-Entwickler) veröffentlicht hat. Die Realität sieht etwas anders aus, wenn es hoch kommt spielen die Hälfte der Spieler aktiv, denn die 11,5 Millionen umfasst alle Accounts, die seit dem Start von WoW eingerichtet wurden. Darunter auch sogenannte Farmer (Leute, die im Spiel Gold sammeln um es gegen echtes Geld zu verkaufen; in Asien ein echter "Underground-Berufszweig") und Leute, die längst nicht mehr spielen.

9. Strenge Zulassungsverfahren für Online-Rollenspiele im Hinblick auf deren Sucht- und Gefahrenpotenzial (Krieg, Gewalt, rechtsradikales Gedankengut, Sekteneinflüsse).
Die Prüfverfahren in Deutschland schließen fast alles davon ein. Wolfenstein beispielsweise durfte in Deutschland nur ohne Hakenkreuz-Symbole veröffentlicht werden, die der Feind (Handlung: Man kämpft als Amerikaner gegen Nazis) trug. Etliche Spiele wurden gekürzt, um Gewalt zu reduzieren, so beispielsweise Age of Conan (Onlinerollenspiel), in dem es nur in Deutschland nicht möglich ist, dem Gegner einen "Finisher" zu verpassen (den virtuellen Kopf abzuschlagen). Andere Spiele wie Manhunt wurden verboten, weil sie zu gewalttätig sind. Das Jugendschutzsystem in Deutschland ist weltweit dafür bekannt, das strengste Freigabeverfahren bei Filmen und Spielen zu haben. Viele Spiele- und Filmfassungen wurden ausschließlich für Deutschland gekürzt und entschärft.

Eine Zensur solcher Spiele macht sie nur interessanter für den Spieler. Zensur kann nur bei wenigen Dingen das Mittel der Wahl sein, viel mehr sollte die Medienkompetenz der Konsumenten aufgebaut und sensibilisiert werden. Wer Propaganda hinterfragt, lässt sich nicht so leicht einwickeln, wer zwischen Realität und Virtualität unterscheiden kann und dazu Empathiefähigkeit besitzt, wird auch nicht an Schulen um sich schießen. Vor einer Sucht schützt nur, die Auslöser zu bekämpfen, nicht die Suchtmittel.

11. Erleichterungen wie z.B. Zahlung der WOW-Gebühren über die T-Online-Rechnung sollten verhindert werden.
Ob Blizzard bei mir abbucht, ich per Online-Banking überweise, mir eine Prepaid-Karte kaufe oder es mit der Telefonrechnung bezahle ist doch Jacke wie Hose. Und eine Kreditkarte hat nunmal nicht jeder.

Den anderen, nicht zitierten Punkten der Forderungen stimme ich zu.

Die Onlinespielesucht wird nicht von den Spielen selbst produziert. Alkoholismus wird ja auch nicht vom Alkohol erzeugt sondern vom unangebrachten Umgang damit. Um dagegen anzukommen, muss man den Auslöser angreifen, der von Person zu Person ein anderer ist. Daher finde ich die Punkte, die unter "Wünschenswert" aufgeführt sind wesentlich besser und wichtiger als die Forderungen. Wir brauchen mehr Alternativen zu WoW, mehr, was Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ohne Geld machen können. Abwechslung, die angeboten wird. Und Hilfen für allerlei Probleme, besonders für Leute, die sich schwer damit tun, auf andere zuzugehen (Stichwort Sozialphobie).

Tobs.

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379


Name:
xxx (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:So 24 Jan 2010 00:26:02 CET
Betreff:anonym B141
 

Hallo,
ich bin 19 und habe mich mit dem Thema der Internetsucht beschäftigt und durch Zufall
bin ich auf diese Seite gekommen und hoffe, dass mir in folgendem Fall geholfen werden kann:
Ich habe oft mit meinen Freunden (bei ihnen, weil ich weder Fernseher noch X-box habe- aus präventiven Gründen) "Halo 3"
gespielt, das ist ein Ego-Shooter, wo man wie beim Militär graduieren kann, sowie innerhalb der Kampfhandlungen Auszeichnungen/Orden
durch hervorzuhebene Aktionen erhält.(und cih bin eigentlich kein Fan von Militär, Propaganda, u.ä. noch ein Wiederspruch also)
Es ist das einzige Spiel das ich je in einer solchen Intensität ausgeführt habe, andere Spiele
interessieren mich nicht.
Jetzt fing ich aber mein Sportstudium in einer anderen Stadt an und kann nicht mehr so oft mit meinen Freunden spielen. Interessant ist,
dass ich, wenn Langeweile aufkam, anfing auf YouTube ununterbrochen "Montagen", "Pro Gameplay"`s also aufgezeichnete Spiele zu konsumieren.
Nur sieht mein Zimmerinsasse auch ununterbrochen Basketballspiele. Nun bin ich verwirrt, was man für Sucht und nicht Sucht halten soll.
Kann ich mich also für süchtig erklären?

Ich finde ihre Seite wirklich toll und ihr Sohn kann sich glücklich schätzen solche Eltern an seiner Seite zu haben. Vielleicht sollte
die Thematik aber über WoW hinaus gehen, also andere suchtgefährdenen Spiele allgemein miteinbeziehen.

Mfg.

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Anmerkung der Redaktion:
Bei www.aktiv-gegen-mediensucht.de (e.V.) gibt es im Forum eine Rubrik, die sich auf das Suchtpotenzial anderer Spiele bezieht. Wie der Name des Vereins sagt, ist das Beschäftigungsfeld dort globaler.
Bei der Mediensucht geht es um den "Mißbrauch". Wenn alles andere um einen herum vernachlässigt wird, entsteht ein großes Problem, das von den Betroffenen selbst meist nicht mehr bzw. nicht mehr ausreichend wahr genommen wird. Erst verliert man die Kontrolle über den Spielkonsum und dann möglicherweise über sein Leben.

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378


Name:
xxxxx (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Sa 23 Jan 2010 14:04:11 CET
Betreff:Auch ich habe meine Sohn an WOW verloren / anonym. B140
 

Hallo, mein Sohn, knapp 20 Jahre jung ist WOW süchtig.
Kurze Schildung seines Lebens vor der Sucht: Wir, seine Eltern sind geschieden und die ersten Jahre lebte unser Sohn bei mir. Mit 10 1/2 Jahren ist er zu seinem Vater gezogen. Dort sind (Halb-) Geschwister und er wollte seine Kindheit aufteilen. Aus Liebe zu ihm habe ich eingewilligt. Vor seinem Umzug und hinterher gab es die "Problemchen" wie mit jedem Kind.
Mit 18 Jahre hat er seine eigene Wohnung bekommen. Fand ich nicht so ganz toll doch 1. konnte ich nichts dagegen haben und 2. war es unter den gegebenen Umständen auch ganz gut. Er besuchte zu der Zeit das Gymnasium. Aus heutiger Sicht leider, bekam er einen gebrauchten PC geschenkt. Da keiner mehr die "Hand" drauf hatten fing der Wahnsinn schleichend an. In der Schule kamen Verschlechterungen bis hin das der Notendurchschnitt glatt 5 im Sommer war. Während der Ferien musste er zur Musterung und war sehr motiviert sein Abi zu machen um bessere Chancen bei der Bundeswehr zu haben. (er wollte eh hin) Also haben wir uns bereit erklärt ihn zu unterstützen, was die Schule angeht. Mit dem Ergebnis, dass er im Nov. 2008 die Schule geschmissen hat. Über meine Unterhaltskürzung habe ich versucht Einfluss zu nehmen, ohne Erfolg. Also habe ich Anfang 2009 Kontakt mit dem Kreiswehrersatzamt aufgenommen und er ist zum 01.04.09 einberufen worden. Im März 09 hatte ich den letzten Kontakt zu meinem Sohn! Wir haben lange telefoniert und er sagte mir, er wolle WOW von der Festplatte löschen und freut sich ins Leben zurück zu kommmen. Er bat darum ihn nicht auf WOW anzusprechen, da er sich bewusst war süchtig zu sein und nicht daran erinnert werden wollt. Ich war glücklich, zumal der Kontakt seitdem er seine eigene Wohnung hatte immer weniger wurde und ich gehofft hatte, alles wird wieder gut.
Wie gesagt, seit März 09 habe ich nichts mehr gehört, gelesen oder ihn gesehen. Ich versuchte ihn zu besuchen. Er war daheim hat aber nicht die Tür geöffnet. Habe unzählige emails geschrieben, unzählige Mal versucht ihn anzurufen, Briefe geschrieben. Zu seinem Vater hatte er von Zeit zu Zeit Kontakt, meistens wenn er etwas brauchte.
Jetzt hat seine Sucht Ausmaße angenommen, die weit schlimmer als Vernachlässigung der Hygiene oder Müll rausbringen geht. Ich weiß nicht mehr weiter. Er hat seinen Grundwehrdienst freiwillig verlängert, bekommt so wesentlich mehr Geld. Alle sozialen Kontakte sind gekappt. In meinen Augen ist mein Sohn eine gespaltene Persönlichkeit. In der Kaserne scheint es ja zu funktionieren. Ich fühle mich völlig hilflos, da ich nicht tatenlos zusehen kann wie mein Sohn völlig den Boden verliert. Sein Vater und ich wollen gemeinsam zu ihm um ihn auch mit seiner Sucht zu konfrontieren und ihm zu sagen, dass wir ihm helfen wollen und ihn untersützen wenn er eine Therapie macht.
Anfang nächster Woche habe ich einen Termin in einer Suchtberatungsstelle für Interentspielsucht.
Gestern war ich in einem großen Mediengeschäft. Dort habe ich gesehen das Prepaidkarten für WOW verkauft werden. Mir kamen die Tränen und ich dachte wie verantwortungslos...

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377


Name:
kerstin (dcornils@versanet.de)
Datum:Mi 20 Jan 2010 13:36:37 CET
Betreff:sucht
 

Hallo Familie Hirte, ich freue mich für Sie, dass Ihr Sohn es aus der Computerwelt geschafft hat. Das gibt mir Hoffnung dass auch unser Sohn, 21 Jahre, es schaffen kann. Aber davon sind wir sicher noch ein ganzes Stück entfernt. Geahnt, dass er von diesem WOW-Spiel abhängig ist, haben wir es schon länger. Aber seit ein paar Tagen ist uns das volle Ausmaß vor den Kopf geknallt worden. Angefangen hat es vor ca. 3-4 Jahren. Unser Sohn war auf der Berufsfachschule für Elektrik. Dort hatte er schon einige unentschuldigte Fehlstunden. Nach 2 Jahren und dem Realschulabschluss fing er in einem sehr guten Betrieb eine Ausbildung an. Das erste Jahr ging ja noch gut. Aber dann waren im Zeugniss wieder Fehlstunden und die Zensuren wurden auch schlechter. Alles guten Zureden und Hilfe wurde immer von ihm abgelehnt. Dann wurde auch noch ein Zeugniss gefälscht und durch Zufall bekamen wir heraus, dass der Betrieb ihm auch schon eine Abmahnung geschickt hatte. Immer wieder versuchten wir ihm zu erklären, dass es um seine Zukunft geht. Natürlich gab es immer wieder heftige Auseinandersetzungen zu Hause. Es war für meinen Mann,unserer Tochter, und mich nicht immer einfach aber wir wollten ihm doch nur helfen. Letztes Jahr ist er dann ausgezogen. Wir hätten ihn davon nicht abbringen können, da er schon 20 Jahre war. Im Stillen hatte ich gehofft, dass er vieleicht dadurch selbständiger wird und weiß, worauf es ankommt. Zuhause wurde es für uns auch ruhiger. Wenn er uns dann immer mal wieder besuchte oder wir an Telefon miteinander sprachen, hatte ich immer das Gefühl, dass er gereiftér war. Aber nachdem wir nun wissen, dass er wieder unentschuldigt im Betrieb gefehlt hat und er nur noch seine Abschlußprüfung machen durfte,dann sofort entlassen wurde, sind wir wie vor dem Kopf geschlagen. Als wir dann vor seiner Tür standen um mit ihm darüber zu reden, konnten wir den Müllhaufen in seiner Wohnung mal im vollem Ausmaß sehen. Vorher sind wir nie herein gebeten worden oder mußten uns vorher anmelden. Dieser Dreck gab uns die Bestätigung dass er von dem WOW-Spiel abhängig ist. Leider hat er uns die ganzen Wochen vorher immer wieder geblendet. Auf Fragen wie es ihm ginge und ob alles mit der Arbeit klappt, wurde uns immer wieder versichert, es sei alles o.k. Nun müssen wir uns eingestehen, dass er Spielsüchtig ist. Als wir ihn darauf ansprechen und ihn bitten mit uns zu einer Beratungsstelle zu kommen, wird sofort abgeblockt. Ich habe für meinen Mann und mich ein Beratungsgespräch vereinbar. Wir werden es ihm nocheinmal anbieten mitzukommen, aber ich befürchte, er wird nicht mitgehen. Aber ich werde trotzdem immer noch die Hoffnung behalten, auch wenn es mir z. Zt. schwerfällt, dass wir ihn auf die richtige Bahn lenken können. Jetzt habe ich mir das gröbste mal von der Seele geschrieben. Es sind noch viele Dinge( lügen,Unterschlagungen usw.) vorgefallen, aber das würde zuviel des Guten werden. Wir müssen jetzt nach vorne schauen, die Gedanken ordnen und zusammenhalten. Ich hoffe, wir finden ein Licht am Ende des Tunnels.
Vielen Dank für Ihr Forum und es hat mir schon geholfen, dass ich weiß, man ist nicht allein und es gibt einen Weg

LG kerstin

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376


Name:
B 139 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Do 17 Dez 2009 11:02:34 CET
Betreff:Deine Wurzeln
 

Lieber Grosso,
"Der Weise pflegt die Wurzel, denn wenn sie gut gedeiht, wird Tugend aus ihr wachsen." (Laotse)
Deine Schnuma

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375


Name:
sabine (pauldiekuh@aol.com)
Datum:Sa 12 Dez 2009 16:31:19 CET
Betreff:Hilferuf
 

Heute habe ich diese e mail an HSO2007eV geschickt die mir auch sofort beantwortet wurde, nur leider nicht wie erhofft, jedoch hat man mich auf diese Seite hier hingewiesen ich hab mich ein wenig eingelesen und bin zutiefst erschüttert. Gibt es denn überhaubt nichts was ich tun kann? Zunächst sende ich Euch die mail damit Ihr versteht wovon ich schreibe.

e mail originaltext

Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst möchte ich mich vorstellen und einige Ihrer Fragen beantworten, wenn ich auch glaube das sie in meinem Fall ehr unwichtig sind und für andere Fälle gedacht.
Ich bin 45 Jahre alt, seit 1992 verheiratet und lebe mit meinem Mann und meiner jüngeren Tochter (17 Jahre) zusammen, meine andere Tochter, S., um die es geht ist 23 Jahre alt.
Ich bin Berufstätig und meine Tochter S. lebt nicht mehr mit in unserem Haushalt.
Nur kurz zu meinen Mann, er ist nicht Onlinesexsüchtig!
S. lebt mit einer Freundin zusammen, ich weiß nicht genau ob die beiden eine Beziehung führen sie verneint es, aber in der letzten Zeit sagt Sina nur selten die Wahrheit. Die beiden leben seit knapp 1 ½ Jahren zusammen und haben nur ca. einen Monat Miete gezahlt, warum der Vermieter denen nicht Kündigt ist mir ein Rätsel und begünstigt ihr Verhalten nur. Ich weiß das ständig Mahnungen kommen weiß aber nicht von wem und auf welche gesamt Höhe sich die Schulden belaufen.
Es gibt kaum noch ein Leben für meine Tochter außerhalb ihrer Wohnung. Sie hat mehrere Katzen die von Flöhen befallen sind es gibt auch noch andere Tiere mit dem selben Schicksal. S. behauptet gerne das sie aus Finanziellen Gründen nichts dagegen unternehmen kann jedoch habe ich ihr vor bereits 5 Monaten Mittel für alle Tiere und um die Wohnung gegen Flöhe zu behandeln geschenkt, laut S. hat sie diese Mittel in der letzten Woche auf mein drängen endlich benutzt, vielleicht gesteht sie mir aber auch in einigen Monaten das auch das wieder gelogen war. Sina bekommt keine Staatlichen Gelder weil sie es nicht schafft einen Antrag abzugeben, sie ist nicht Krankenversichert und hat einen 400,-€ Job den sie bald verliert (hat mir ihre Chefin gesagt) da sie es nicht schafft 14 Tage am Stück durchzuhalten, täglich 2 ½ Stunden zu arbeiten. Dies alles schreibe ich Ihnen nicht um meine Tochter schlecht zu machen, sondern damit sie sich ein Bild machen können wie schlimm es um sie steht. Ach ja, ich habe noch vergessen zu erwähnen das die Wohnung obwohl sie von den beiden kaum verlassen wird in einem völlig verwahrlosten Zustand ist.
Bei einem unserer letzten Gespräche ist mir dann endlich ein Licht auf gegangen als ich sie fragte was man denn den ganzen Tag machen könnte wenn man nicht arbeitet, keine Hobbys und kaum noch Freunde hat, und die Wohnung weder aufräumt noch verlässt, und auch sonst irgendwie nichts tut, gab sie wieder willig zu das beide häufig am PC sitzen. Trotz allem hat es noch ein paar Tage gedauert bis mir klar wurde worum es hier geht, obwohl alles so klar war. Ich hab sogar schon mal zu ihr gesagt das sie absolutes Sucht verhalten an den Tag legt, ich nur ihre Sucht nicht kennen würde darauf hat sie nur verlegen weg geguckt. Heute weiß ich warum, sie weiß vermutlich selbst schon das sie süchtig ist.
Ich bin über diese Erkenntnis einerseits geschockt, andererseits aber auch erleichtert, nein ehr hoffnungsvoll da ich jetzt endlich einen Ansatzpunkt habe wie ich ihr möglicher weise helfen kann, und wenn nicht dann wenigsten mir denn mich belastet diese Situation, ihr nicht helfen zu können sehr.
Früher hatten wir ein sehr inniges Verhältnis, heute ist es meinerseits von misstrauen geprägt und ihrerseits, naja sie spricht nur nach sehr langen zögern so als hätte sie ständig angst etwas falsches zu sagen.
Als Ursache vermute ich, sie ist nicht die leibliche Tochter meines Mannes und trotz seiner Bemühungen beide Kinder gleich zu behandeln hat sie sich möglicherweise benachteiligt gefühlt. Nicht materiell aber emotional was auch kein leiblicher Vater ausgleichen konnte da der Unbekannt ist. Wir sind mit diesem Thema immer offen umgegangen und S. hat mir immer versichert dass das Verhältnis mit meinem Mann absolut super und Fehlerlos ist und es ihr von daher egal ist das sie ihren Erzeuger nie kennen lernen wird.
Ich hoffe sehr das Sie mir in irgendeiner Art helfen können meiner Tochter zu helfen
damit sie endlich ein glückliches Leben leben kann.

Ich danke Ihnen für Ihre mühe,

mit freundlichen Grüßen

Sabine

Ich bin völlig verzweifelt

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374


Name:
Birgit (Kria@wudu.de)
Datum:Mi 09 Dez 2009 02:24:50 CET
Betreff:emotionale Vereinsamung
 

Hallo Familie Hirte,
ich freue mich sehr für Sie, dass Sie Ihren Sohn wiederhaben!!!
Hallo Karin,
leider leider habe ich keinen wirklichen Tipp für Sie. Einen 20jährigen aus seiner Sucht herauszubekommen ist so gut wie aussichtslos. Wie gesagt, so gut wie. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich denke, die Chancen stehen am besten wenn das Kind noch nicht volljährig ist, die ganze Familie zusammenhält, zumindest beide Elternteile, und man sich traut eventuell auch mit Gewalt einzugreifen. Damit meine ich, dem Süchtigen z.B. das Internet zu kappen.

Monatelang habe ich mir diese HP nicht mehr angeschaut. Bin immer so erschüttert über die vielen traurigen Berichte derjenigen, die ein Familienmitglied an WoW verloren haben.
Meine Bewunderung spreche ich denjenigen aus, die sich aus eigener Kraft von ihrer Rollenspielsucht befreien konnten und denen,die schon in ganz jungen Jahren die Suchtgefahr selber erkennen und uns Eltern ermahnen rechzeitig einzugreifen.

Ich habe mit meinem Sohn auch alle Suchtmerkmale durchgemacht. Habe Angst gehabt, dass er die Schule nicht schafft, sich nicht pflegt, sozial und emotional vereinsamt. Ich habe immer versucht in Ruhe mit ihm zu reden, habe aber auch mal die Wut bekommen und ihm den Stecker aus dem PC gezerrt.
Das Abitur hat er geschafft und während seiner Bundeswehrzeit hatte ich sogar manchmal den Eindruck und die Hoffnung, das er doch nicht süchtig ist und sich bald mehr einem gesunden Leben zuwenden wird.
Doch weit gefehlt.
Am 1.11.2008, 22 Jahre alt, ging er nach Cork/Irland und arbeitet seitdem dort bei Blizzard als Game Masters.
Monatelang hörten wir nichts von ihm. Er reagierte auf keinen Anruf auf seinem Handy und auf keine email. Eine Wohnanschrift haben wir auch nicht.
Ich habe die Telefonnummer von Blizzard herausgefunden und ab und zu können wir nach Überredungskünsten in der dortigen Zentrale ein paar Worte mit ihm wechseln. Unser Sohn redet nicht gern mit uns, seinem Vater und seiner Mutter.
Mitte Juni haben wir ihn besucht. Wir haben uns bei Blizzard vor die Tür gestellt und ihn abgefangen.
Zwei Abende und einen ganzen Tag konnten wir mit ihm verbringen.
Sicher, er hat sich getraut ins Ausland zu gehen und er kommt für seinen Lebensunterhalt selbst auf. Hat, zusammen mit einem Kollegen eine hübsche Wohnung, ist zufrieden mit seinem Arbeitgeber.
Aber, nach Dienstschluss macht er nur eins: spielen,spielen,spielen. Er nennt es zocken.

Er macht keine Berufsausbildung und ihn interessiert rein gar nicht was mit der Familie in Deutschland passiert, hat mit niemandem Kontakt.
Ihn interessiert auch nicht das schöne Land in dem er lebt.

Seine Augen leuchteten auf wenn das Gespräch auf WoW kam. Wir sollen es auch endlich mal spielen, damit wir wissen wie schön das ist.
Obwohl wir ihm keinerlei Vorwürfe gemacht haben, ihn nur um ganz normalen familiären Kontakt gebeten haben, war sein Abschied von uns spröde und kühl.
Ich habe seitdem wieder nichts mehr von ihm gehört.

Birgit





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373


Name:
Sylke (syl.t@aon.at)
Datum:So 06 Dez 2009 07:45:19 CET
Betreff:Spielsucht
 

Ich fand diese Seite/Forum und muss sagen,es ist ein guter Austausch.

Mein Lebensgefährte ist spielsüchtig.Er spielt WOW und das täglich stundenlang.
Er ist 40 Jahre alt und spielt es schon ein paar Jahre.
ich finde es schlimm, er kommt von der Arbeit heim (gegen 22.30 Uhr, setzt sich vor den PC bis zum morgen und schläft nur ein paar Stunden.
Demzufolge sieht er schlecht aus.
Nicht nur das, nein, er tauscht sich mit gleichgesinnten Frauen online Intimitäten aus.Und dann auch noch per SMS.
Er ist weit weg vom realen Leben.
Mit mir kann er gar nicht mehr reden.Auch keinen nähe zeigen usw.

Allerdings kam es zum gewaltigen Krach zwischen uns.
Zum Resultat, seit etwa 2 Wochen spielt er nur noch 2-3 mal die Woche.
Allerdings wird in der Früh gleich am PC das WOW-Forum aufgerufen.
Naja, damit kann ich leben.
habe eine HP erstellt darüber www.zweisam-aber-einsam.npage.eu

Würde mich freuen wenn auch ich Kontakt bekomme.
Leiben Gruss
Sylke

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372


Name:
karin redel (jackredel@web.de)
Datum:Di 24 Nov 2009 21:05:05 CET
Betreff:computersucht
 

hallo,

ich suche tipps. mein sohn ist computersüchtig, oder nicht?

seit jahren spielt mein sohn (20 jahre) sehr viel am computer. angefangen hat es so mit 16/17 jahren. er beendete seine schule, begann eine 1jährige schule, die er wie alle anderen mit einem mittelmäßigen zeugnis ablegte. er fand eine lehrstelle als verkäufer. jede minute seiner freizeit saß er am pc. irgendwann spielte er dann wow. die lehre wurde abgebrochen. 1 monat bangen und nur noch am pc verging. er begann eine neue lehre. aber auch da arbeiten, nach dem arbeiten computer bis spätabends. das hat sich seit 3 jahren nicht geändert. kaum ist er zuhause, das erste ist, pc an. dann wird geduscht, etwas zu essen gemacht ( er isst dann natürlich immer ab pc) und gespielt bis spätabends oder nachts.

das wochenende sieht so aus: länger schlafen, aufstehen, frühstück fertigmachen, ab zum pc. aufgestanden wird nur fürs trinken und essen holen, toilettengang, wenn es hoch kommt zum duschen.

er war schon immer kräftig, aber ich schätze so 10-15 kg hat er übergewicht, die haare lässt er sich gott sei dank immer mal wieder schneiden. körperliche pflege? na ja, ein ästetischer typ ist er nicht vom äußeren. manchmal müffelt er sogar nach schweiß. hautprobleme - warum zum arzt? da müsste er ja vom pc weg.

klamotten? andere junge leute würden sich freuen, wenn die eltern sagen: los komm wir gehen shoppen, such dir was aus. ihn muss man ins geschäft bald hinschleifen! mensch war ich froh,dass wir ihn vor wochen mal ins geschäft mitnehmen konnten und er sich mal eine jeans aussuchte. er läuft sonst fast nur noch in diesen weißen nylonhosen mit gummizug rum.

freunde? in seiner firma fand er zu einem jungen mann kontakt. mensch, war ich froh, als es hieß, wir gehen da und da hin. oder ich gehe zu thomas, wir grillen. am wochenende war er dann regelmäßig weg bei thomas. sie haben fußball geguckt. es war richtg entspannend! nun ist thomas nicht mehr in der firma und somit der kontakt abgebrochen.

wenn mein sohn mal weg geht, atme ich richtig auf. es ist nicht nur so, dass er nur vor dem pc sitzt, er spricht dabei so laut, lacht, schreit, schimpft. das alles geschieht in einer lautstärke, die durch die gesamt wohnung schallt. mir geht das mittlerweile so auf die nerven, dass ich manchmal denke, ich halte das nicht länger aus. selbst wenn ich im zimmer nebenan liege, kann ich nicht einschlafen, weil mich seine laute stimme so nervt! ich finde die situation so unerträglich!

seine ausbildung beendet er bald. er steht kurz vor der prüfung. für die prüfung üben? in der firma lernt er, dort wird er für eine gewissen anzahl an stunden freigestellt. zuhause habe ich ihn nur vorhin einmal üben sehen. das war nicht einmal 1 stunde. wenn ich mir vorstelle, dass er nicht übernommen wird, dann hängt er nur noch ab. und das vor dem pc, das weiß ich. ich habe ihm angedroht, wenn er arbeitslos wird, das er dann endlich seinen führerschein machen soll (den hat er auch schon 2mal angefangen, dann aber keine lust mehr gehabt, hat lieber gespielt) und dass nur spielen hier nicht angesagt ist.

zumal sein zimmer immer total verdreckt. dreckiges geschirr bleibt im zimmer stehen. leere flachen, zettel, kontoauszüge, süigkeiten, asche, klamotten, alles liegt mehr oder weniger auf dem boden, auf dem schreibtisch herum.

ich bin am verzweifeln. ich weiß nicht mehr weiter. ich versuche mal seit einiger zeit, bei einem arzt vorzudringen, um mich erst eimal beraten zu lassen. aber ich komme da nicht durch. an wen kann man sich wenden?

sage ich ihm: du bist computersüchtig. dann sagt er: na und?

er fühlt sich da in seiner welt wohl und ihm ist so ziemlich viel egal.

so, jetzt habe ich mir mal etwas von der seele gesprochen. vielleicht hat jemand einen tipp?

karin

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371


Name:
Michael Schaake (michael.schaake@online.de)
Datum:Fr 20 Nov 2009 22:40:40 CET
Betreff:Werbung für Massive Multiplayer Roll Games und Ego-Shooters wie COD-War Fare 2
 

Warum wird genau wie bei den Zigaretten die Werbung für diese Produkte nicht auch mit Hinweisen versehen, dass "der Konsum" dieser Produkte gesundheitsschädlich (psychisch) ist und zum Tode führen kann. Hier ist statt vieler Expertenmeinungen und Podiumsdiskussionen der Gesetzgeber direkt gefragt!

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370


Name:
André Rösner (andre.rösner@web.de)
Datum:Mo 02 Nov 2009 19:30:34 CET
Betreff:Meine Hon (Heroes of Newerth) Sucht
 

Liebe Leser,
auch ich bin leider der Sucht verfallen und spiele ununterbrochen das o.g. Rollenspiel.
Ich verliere im Moment leider mein komplettes soziales Umfeld und mit der Schule geht es momentan auch leider bergab.
Mir ist klar, dass ich mich davon lösen muss, da meine Körperhygiene auch stark nachlässt und ich auf andere Menschen so nicht grade anziehend wirke!

In einem besonders schweren Fall dieser Sucht habe ich die Schule vorzeitig verlassen, da ich es nicht ertragen konnte, dass ein Freund weiterhin Punkte sammelt während ich in der Schule bin.
Als konsequenz habe ich die Schule daraufhin vorzeitig verlassen.

Auch meine Freunde ignoriere ich da das Spiel meine ganze Zeit einnimmt.
Ich will mich aber bessern und der Spielsucht ein Ende setzen, dies Schaffe ich allerdings nicht alleine und bitte daher um professionelle Beratung.
Vielleicht können Sie mir helfen, den Weg zur Besserung einzuschlagen!

Herzliche Grüße
André

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369


Name:
Ein World of Warcraft Spieler (16) (ani-b@hotmail.com)
Datum:Fr 16 Okt 2009 18:46:54 CEST
Betreff:Die Eltern tragen keine Schuld!
 

Liebe Familie Hirte
Liebe Leser

Ich selbst spielte World of Warcraft, dass ich momentan nicht spiele hat private Gründe die nicht mit einer Spielsucht zu tun hat.
Jedoch versuche ich so schnell wie möglich wieder online zu gehen, denn ich begann dieses Spiel von Anfang an zu lieben.
Ich schreibe hier, dass ich dieses Spiel liebe, was für die meisten die auf diese Internetseite zugreifen erschütternd klingt.

Ich spielte mehrere Stunden pro Tag.. mal mehr mal weniger..
Was für einige meiner Freunde unbegreiflich war/ist.

In der Zeit in der ich am erfolgreichsten spielte, brachen immer mehr kleinere Streitereien in der Familie auf, wofür ich auch etwas Schuld war, nicht aber meine liebe zum Spiel.
In dieser Zeit war es für mich das grösste in eine Welt einzutauchen, in der ich den Streit vergessen konnte!
Was nicht heisst das ich in dieser Zeit mehr spielte!

Was ich allen Eltern unbedingt rate , die Kinder haben die Internetspiele spielen:

Sorgt dafür, dass sie einen Rückhalt haben. Das heisst, dass ihr dem Kind zeigt das es klare Regeln gibt die befolgt werden müssen.
Diese Regeln drehen sich nicht nur ums spielen.
Sorgt dafür das genug geredet wird. Lässt auch mal euer Kind berichten und fragt nach.
Wenn euer Kind euch berichtet was ihm/ihr gefällt und die Eltern ihm/ihr zuhören, fühlt sich das Kind auch verstanden.
Zudem muss ich sagen, dass man ausserhalb der Familie ein Hobby haben muss um auch mit anderen (gleichaltrigen + -) reden zu können. Dies ist der beste Weg um " reale Kontakte " aufrecht zu halten.
Dieses Hobby muss immer verfolg werden und nicht vernachlässigt werden.

Meine Story:
Wiso das ich denke das ich nie süchtig geworden bin:

Ich spiele World of Warcraft schon bald 3 Jahre, trotzdem hatte ich immer die volle Kontrolle auch wenn ich es mehrmals übertrieben habe mit meiner Spielzeit.
Wiso das ich nicht süchtig bin ist der oben genannte Grund: Ich habe einen sicheren Rückhalt!

Handball im Verein : 3x 3h Training pro Woche + SA Match
Nationalmannschaftsauswahl HRV OST : SO ganztägig Training ( bin leider seit dem 30.06.2009 abgelöst worden )
Freunde : Ich hielt stets den Kontakt zu realen Freunden, auch wenn ich nicht allzu viel Zeit habe.
Eltern : Ich "versuche" mein Verhältnis mit meinen Eltern so gut wie möglich zu halten.


Selber spiele ich leider seit ca. 3 Monaten kein World of Warcraft mehr, obwohl ich jeder Zeit wieder beginnen könnte.
Ich kann nicht behaupten das es mir gut geht aber ich halte es durch ;)

Ich weiss nicht ob euch mein Beitrag hilft, aber ich hoffe es!
Würde auch gerne Rückmeldungen auf meiner E-Mail Adresse von euch haben!

MFG
Milen




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368


Name:
Evi (evidrin@hotmail.de)
Datum:Do 15 Okt 2009 11:21:48 CEST
Betreff:Selbsthilfe
 

Bei allem unbestreitbaren Leid der Angehörigen - im übrigen aller Suchtkranken - möchte ich doch eine Lanze für die Süchtigen brechen (ich selbst: Nikotin): Kein Weg führt zur Umkehr außer dem der Selbsterkenntnis. Reden, schimpfen und gut meinen bringen meiner Meinung nach gar nichts. Bei manchen dauert es eben länger, aber die meisten finden doch eines Tages einen Weg da hinaus. Es nützt wenig, sich zu verbeißen in die Idee, man könne jemanden bekehren.

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367


Name:
Emre Köksüz Akinci (akinci.emre@live.de)
Datum:Mi 14 Okt 2009 11:49:58 CEST
Betreff:Wie ich mich von WOW getrennt habe.
 

Hi leute ich habe die seite in einer Doku gesehn und finde sie recht interesant. Ich bin 26 jahre jung und spiele online games noch vor counter strike 1,6 berühmt wurde. Das war damals aber alles noch in grenzen. Aber nach wow habe ich bissel den Faden verloren und spielte Tag und Nacht. Ich bin Verheiratet und habe selber 3 Kinder. Doch Dank der Geduld von meiner Frau habe ich die Phase hinter mir. Ich habe sogar selbst meinen Freunden das Spiel empfohlen damit die mit mir WOW zocken. Nach einigen Monaten Dauer Zockens habe ich festgestellt das ich so langsamm ein Paranoia habe oder besser gesagt es kam mir vor als wenn ich auf der Straße lief und Agro aufgebaut habe ^^ klingt lustig ist es aber in wirklichkeit nicht. Also mit Agro meine ich , dass ich sowas wie Verfolgungswahn hatte. Ich war Arbeitslos und hatte in den jungen jahren net viel Geld. Als ich in WOW sachen gewonnen habe die keiner hat oder in AH ( Aktionshaus ) sehr viel Gold gemacht habe, habe ich dieses gefühl gehabt von macht und erfültes leben. Sobald ich aber WOW ausgemacht habe kam die Reale welt zurück mit sorgen, Problemen usw. Ich bin sozusagen von der Realen Welt in die Virtuelle Welt geflüchtet um von diesen sorgen fernzu bleiben wie bei Drogen ( Ruaschgefühl ). Doch habe ich festgestellt das meine Kumpel denen ich dieses spiel gezeigt habe genau wie ich so langsam aber sicher die Reale welt auch nicht mehr so im Griff hatten. Sozialamt hatte meine Rechnungen usw bezahlt also warum sollte ich Arbeiten ? ich habe stattdessen in ruhe zu hause WOW gezockt und habe von Steuergeldern gelebt.
Ich habe WOW zum Glück durch die Unterstützung meiner Glaubesbrüder ( Mevlana Mosche ) sein lassen.

Nach einiger zeit habe ich mich wirklich damit auseinander gesetzt und versucht zu Kapieren was einen so fesselt und wie ich leute vom wowzocken abbringen kann oder zumindest ihnen das zeitgefühl beizubringen damit die wissen wann es zu ende ist.

Habe eine weile Medien Beobachtet und muss sagen das was da jetzt vor sich geht ist voll verkehrt. Es sind meistens Jugendliche die das Zocken. Also mit Strafen usw kommt man net weit. Ich habe folgende Methoden versucht sei es bei mir oder an Freunden, ihnen die sucht weg zu machen.
Die Klingen zwar etwas unlogisch aber die Sucht an RPG an sich ist eh nicht logisch und deswegen finde ich das die ganzen Psychiater usw die Logisch nachdenken auch nicht so viel erfolg aufweisen können.
Einige Ratschläge, aber achtet darauf von Mensch zu Mensch ist das anders und kann deswegen auch kein erfolg haben. dann halt die andere Methode ausprobieren und Geduld und zeit inwestieren.

1. Für den Süchtigen versuchen mit Freunden usw etwas zu unternehmen. Das ist leichgesagt, sagen sie bestimmt. Aber so mit Wald wanderungen usw kommt man bei Gamern net weit. Die wollen Action und Adrenalin.
Deswegen versucht oder Sponsert euren Kindern mal einen Ausflug zum Go Cart fahren, Paintball (gotcha) spielen, ein Ausflug nach Disneyland Paris wo es massig an Action für erwachsene gibt.

2. Zwingt gewissermassen eure Kiddis, lange WOW zu Zocken und zwar sehr lange. Gebt ihnen Hausarrest, die sollen net Raus, nicht mal um kippen oder müll zu werfen. Die sollen ewig nur zocken. Vermeidet Kontakt zu ihm und lasst ihn einfach nur Zocken Tag und Nacht. So nach 1-2 Wochen wird er den Reiz an WOW verlieren. Zum anderen: Kinder machen allgemein das gegenteil was die erwachsenen sagen. Wenn ihr den Kindern Hausarrest gebt werden die schon alleine aus diesem grund versuchen rauszugehn damit sie euch beweisen können "Ich bin Groß und Erwachsen ich muss nicht das Tun was du willst". Lasst die das Glauben ^^.

3. Versucht Heraus zu finden wie sein passwort Lautet und findet heraus auf welchem server und Gilde sie sich befinden.
Geht ins Game sobald er nicht zu hause ist. Die Friedliche Variante wäre, ihr Sprecht gleich mit dem Gildenmeister von seiner gilde also chef von seiner Gilde und erklärt ihm die sache das ihr Kind wirklich Spielesucht hat und sie von ihm verlangen das die Gilde ihn Ausschliest. Denn ohne Freunde macht WOW kein Spass und meistens sind die freunde in der Gilde in dem er sich befindet. Guckt auch unter seiner Freundesliste und Sprecht einzeln seine Freunde an und Erklärt es denen gleichfals was sache ist. Bitten sie alle darum das sie auf keinen fall ihrem kind weitersagen sollen. Wenn er sich ausgeschlossen fühlt dann wird er endweder wieder neue Freunde finden oder mit spielen aufhören weil er allein ist und wow kein spiel für einzelgänger ist.
Die etwas Krassere art wäre: sie gehn ins spiel rein mit seinem Acount und Fluchen gegen alle aufs extremste auf Algemein Channel oder Handels channel. Es werden an den Game Hersteller bestimmt einige beschwerden eingehn was zu vorläufiger sperrung des Acounts führt. Nach einigen malen wird sein Acount komplett gesperrt. Jetzt sind wieder einige möglichkeiten offen. Er könnte ein neues spiel kaufen und von 0 anfangen, er könnte vor lauter hass auf WOW das WOW spielen lassen weil sein ganzer erfolg bis dahin Futsch ist, oder er versucht durch flehen usw sein acount vom Game hersteller wieder aktivieren zu lassen was aber einige tage in anspruch nehmen würde. Hier ist wichtig das auch wenns nur für einige tage ist sie ihn von Zocken abhalten konnten. Denn eine Pause auch wenns für eine Woche ist genau diese eine Woche könnte ihm diesen reiz wieder vergessen lassen. Jetzt kommt es wieder auf sie und die freunde von ihm an was sie dann mit ihm unternehmen. Dann wieder fall 1 wie oben.

Sie können seinen Acount auch gleich löchen aber das wäre zu auffällig das sie das gemacht haben könnten. Sie dürfen als Erwachsener nie zwischen die fronten geraten. Aber mit der Methode wie oben beschrieben wird er sich denken entweder er sei gehackt worden oder jemand der ihn nicht leiden kann ( im Spiel ) hat auf irgend eine art und weise sein passwort heraus gefunden und das angestellt damit sein acount gesperrt wird.

Sie können sein Acount auch ins Ebay rein tn. als zu verkaufen, aber ohne hinweise wie zb"dieser charakter ist eigentum von Blizzart" usw. Denn ohne diesen hinweis Sperrt der Gamehersteller Blizzart den Acount vom Spieler. Sie müssten vorher nur noch beim Gamehersteller anrufen und eine Anonyme Beschwerde einreichen.

4.Bittet einen Bekannten der sich den Rechner anguckt und seinen Rechner Sabotiert. so das er nicht spielen kann. Tun sie so als ob sie nichts davon wissen und sie kein geld haben jetzt einen Neuen Rechner zu kaufen.

Es gibt noch einige andere methoden aber das reicht jetzt erstmal.

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366


Name:
Gragnak (roboterclub@gmx.at)
Datum:Do 08 Okt 2009 22:09:23 CEST
Betreff:WoW-Sucht IST zu beherrschen
 

Hallo,
Ich spiele seit 1 Monat World of Warcraft. Der Grund ist simpel, ich stehe total auf Rollenspiele, aber die meisten werden nach einer gewissen Zeit Langweilig. Alos nahm ich WoW zur Hand und spielte. Noch vor zwei Wochen spielte ich 6 Stunden am Tag, ich überlegte sogar, ob ich nicht Hausübungen abschreiben solle, damit ich noch mehr spielen kann aber da wurde mir klar, dass es so nicht weitergehen kann. Ich nahm mir ein Ziel vor Augen... Bis heute spiel ich jedeglich 2 Stunden am Tag. Das hört sich jetzt zwar untertrieben an, ist aber so. Jeder andere Teenager in meinem Alter chattet diese Zeit oder vertelefoniert sie, ich treff mich für diese Zwei stunden mit freunden aus der Schule in WoW.
Ich hoffe, dass sie mehrere Leute dazu animieren können, ihre Sucht einzudämmen und dass dieses Projekt oder was auch immer funktioniert!
MfG Gragnak

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365


Name:
xxxx (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Mo 05 Okt 2009 22:04:27 CEST
Betreff:anonym B138
 

Nachdem ich mich in der letzten Zeit verstärkt mit dem Thema Onlinesucht, im Besonderen mit WoW, beschäftigt habe, haben sich meine Befürchtungen bestätigt. Mein Mann ist süchtig (oder kurz davor?). Wir sind seit 14 Jahren verheiratet und das Computerspielen gehörte immer irgendwie zu unserer Beziehung dazu. Während es am Anfang die "normalen" Strategiespiele waren, ist es seit ca 2 Jahren (oder etwas länger) World of Warcraft. Wir haben vor drei Jahren gebaut und zuerst dachte ich, dass er nach dem Baustress eine Ablenkung braucht. Leider ist sein Spielverhalten immer exessiver geworden. Nach der Arbeit wird gegessen und gespielt, am Wochenende wird gespielt...
Es bleibt einfach keine Zeit mehr für die Familie, Freunde, Unternehmungen. Freunde kommen nicht mehr, weil er ihnen zu verstehen gibt sie seinen unerwünscht (irgendwie sind sie es ja auch).

Dieses Spiel bestimmt unser Leben, aber das will ich nicht zulassen. Jetzt bin ich soweit, dass ich versuche mein Leben und das meiner Tochter wieder einigermaßen normal zu gestalten. Einfach ist es allerdings nicht, weil Papa ja keine Zeit und Lust hat, etwas mit uns zu unternehmen.

In der letzten Zeit überlege ich des öfteren mich zu trennen, aber was passiert dann? Ich habe Angst, dass mein Mann dann völlig in seine virtuelle Welt eintaucht. Die Folgen kann und will ich mir einfach nicht ausmalen.
Ach übrigens, während ich hier sitze und dies schreibe, sitzt mein Mann lächelnd vor seinem Computer. Im realen Leben macht er das schon lange nicht mehr.

Zum Schluss:
Nachdem ich heute ihren Beitrag in der ARD Reportage gesehen habe und Ihre Seite anklickte, habe ich das Schlussstatement gesucht und zu meiner Freude feststellen können, dass es geändert wurde. Das gibt auch mir den Mut nicht alles hinzuschmeissen und nach einer Lösung zu suchen.
Danke

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364


Name:
Tim (timkoester@gmx.net)
Datum:Mi 30 Sep 2009 11:17:11 CEST
Betreff:Ist die Spielesucht vermeidbar?
 

Hallo,

mein Name ist Tim, Ich bin 19 Jahre alt.

Durch die Medien hört man ja immer mehr von der sogenannten Spielesucht.

Ich habe mir jetzt die Frage gestellt ist diese Sucht vermeidbar?

Durch viel recherchieren bin ich nun auf diese und viele andere Seiten gekommen.

Durch das Lesen vieler Beiträge ist mir aufgefallen, dass ein Großteil der Süchtigen sich im Alter vom 13-18 befinden.
So wie Ich aus vielen Beiträgen herauslesen konnte fing die Sucht schon in sehr jungem Alter an (meist so um die 13-14 Jahre).

Jetzt bin Ich an einem Punkt, wo Ich mich frage: Was soll ein/e 13-14 jährige/r mit einem eigenen Computer?
Es reicht doch in der Regel aus, wenn die Hausaufgaben und andere Projekte mit dem PC der Eltern erledigt werden.
Klar bin ich auch der Meinung, dass die Kinder auch ab und an mal spielen dürfen sollten, aber nur an dem Rechner der Eltern.

So kann man meiner Meinung nach das Risiko einer PC-Sucht schon stark verringern.

Ich selbst hatte bis zu meinem 16. Lebensjahr keinen eigenen PC. Ich durfte nur an den PC meiner Eltern, NACHDEM Ich meine Hausaufgaben und meine häuslichen Pflichten erledigt hatte.

So konnten meine Eltern auch leicht überwachen, was Ich spielte und wie lange.


Weshalb machen andere Eltern so etwas nicht auch?


Mit freundlichen Grüßen.
Tim


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363


Name:
Florian Deitmerg (fdeitmerg@web.de)
Datum:Mi 23 Sep 2009 20:00:25 CEST
Betreff:World of Warcraft ist nicht gleich Sucht!
 

Einen schönen guten Tag!
Mein Name ist Florian, ich bin 14 Jahre alt un besuche
die 8 Klasse eines Gymnasiums. Sicherlich gibt es viele
Rollenspieler, die süchtig sind, würde ich sagen über die hälfte,
wäre dies vielleicht gelogen, aber schon sehr realitätsnahe.

Ich möchte IHNEN an einem Beispiel zeigen, dass man als Rollenspieler nicht zwangsläufig
süchtig ist. Das Beispiel bin ich.

Von "World of Warcaft" habe ich das erste Mal im alter von 11 Jahren gehört.
Ich wollte das Spiel unbedingt habe, da ich
schon einige Videos über das Spiel im Internet gesehen habe.
Das Problem war die Altersbeschränkung. Ich war ein Jahr zu jung!
also hieß es warten. Zu meinem 12 Geburtstag wünschte ich mir
dann das lang ersehnte Spiel. Meine Eltern waren nicht gerade begeistert
von dem Spiel, versuchten also mich von dem Spiel abzubringen.
1 Jahr lang, bis zu meinem 13. Geburtstag, versuchte ich sie zu überzeugen.
Später kamen wir zu dem Entschluss, dass ich nur unter geregelten Zeiten
spielen darf, so dass ich höchstens 1 1/2 Stunden täglich spiele.
Als ich das Spiel dann zum Geburtstag bekam, merkte ich, dass es mich in
seinen Bann zog. Allerdings sollte mir ja das Spiel weggenommen werden, wenn ich über
1 1/2 Stunden spiele.
Jetzt spiele ich seit 1 1/2 Jahren das Spiel. 1 Jahr lang habe ich fast täglich
1 1/2 Stunden gespielt. Doch ich sagte mir immer wieder: "Du darfst nicht süchtig werden!"
Also fand ich selber die abgemachte zeit zu viel. Ich spielte, bis meine bezahlte
Zeit abgelaufen war, und machte 2 Monate Pause. Nun habe ich für mich selber
die Reglung gefunden, nur in den Ferien einen neue Prepaid-Card (eine Card= 60 spieltage)
einzulösen, und auch dann die 1 1/2 Stunden-Schwelle möglichst nicht zu überschreiten.
Dies führte dazu, dass ich zwar die Faszination nicht verlor, aber nur ca. an 4 Tagen in
der Woche eine halbe Stunde spiele.
Ich habe gemerkt, dass das Spiel am meisten ohne Druck Spaß bereitet. Ich habe noch lange nicht das Höchstlevel erreicht, spiele aber immer wieder mit Begeisterung!

Meine Schlussfolgerung:
Wenn man sich vorher lange genug mit dem
Thema Computer-Sucht beschäftigt, und sich einen
realistischen Zeitplan erstellt (und diesen natürlich auch einhält),
sollte man es eigentlich schaffen erst gar nicht süchtig zu werden.

Mein jüngerer Bruder hingegen war schon "fast süchtig"!
Ihm habe ich auch einen Zeitplan erstellt. Er spiel jetzt
gar kein World of Warcraft mehr.


Ich möchte nicht sagen, dass dies das "Erfolgsrezept gegen Sucht" ist,
aber ich glaube, dass dieses Prinzip helfen kann, wenn man sich nur darauf einlässt.

Ich hoffe, IHNEN hat mein kleiner Beitrag gefallen!

Mit freundlichen Grüßen,
Florian.

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362


Name:
C. Hensgen (c.hensgen@onlinehome.de)
Datum:Do 03 Sep 2009 04:05:51 CEST
Betreff:Computersucht
 

Hallo an alle Leser, liebe Familie Hirte,

zunächst einmal möchte ich mich für diese Plattform bedanken und Sie dazu beglückwünschen, Ihren Sohn zurückerhalten zu haben. Ihrem Sohn würde ich gerne wünschen, dass er weiterhin die Stärke besitzt, den Onlinespielen zu trotzen, denn das ist wirkliche Größe und wirklicher Mut im Leben! Auf diese Plattform bin ich aufmerksam geworden durch den Film "Spielen, spielen, spielen", der am 12.08.2008 von der ARD ausgestrahlt wurde, ich habe ihn gerade gesehen.

Natürlich habe ich einen Hintergrund dazu. Betroffen ist mein Ehemann, der zwar nicht spielt aber trotzdem fast jede freie Minute vor dem Computer sitzt. Hintergrund sind vermutlich nicht verarbeitete innerfamiliäre Probleme, die aber nicht mehr geklärt werden können, da die betreffende(n) Person(en) inzwischen verstorben ist. Auch bei meinem Mann hat es sehr schleichend angefangen, zunächst mit dem Computer (damals noch ohne Internet) oder dem Handy. Er kann sich zum Beispiel stundenlang mit einer Telefon-CD (klickTel) beschäftigen - ich habe keine Ahnung, wieso. Später kam dann das Internet dazu, welches ich persönlich leider auch zu meiner beruflichen Tätigkeit benötige. Mein Mann geht noch regelmäßig arbeiten, sitzt aber dann in seiner Freizeit eigentlich nur noch vor dem PC - was er dort immer macht ist mir schleierhaft. Er hat beruflich nichts mit dem Internet zu tun, spielt auch nicht und besucht auch keine einschlägigen Seiten...

Ich möchte mich mit diesem kurzen Beitrag vor allem an betroffene Angehörige wenden. Da es meinem Mann betrifft, habe ich die eine oder andere Möglichkeit nicht, die man bei Kindern hat (z.B. keine finanzielle Unterstützung mehr, bei Volljährigkeit auf die Straße setzen usw.). Dennoch gibt es ein paar Dinge, die für mich persönlich wichtig geworden sind: 1.die Erkenntnis, dass es sich dabei um eine Sucht handelt, die man nicht einfach verbieten und auch nicht ändern kann. 2.die Erkenntnis, nach Möglichkeit keine Unterstützung mehr zu gewähren. Anfänglich habe ich leider auch in den ersten 7 Jahren seiner Sucht den Fehler gemacht, das Problem nach Außen hin zu verschleiern. Mein Mann sah teilweise aufgrund des Schlafmangels (hinzu kommt, dass er Epileptiker ist) richtig krank aus; und ich habe ihn gedeckt und für ihn belogen wenn mich andere Bekannte/Verwandte/Freunde darauf angesprochen haben. Irgendwann habe ich mich selbst gefragt, was ich da eigentlich tue! - und habe angefangen, diesen Punkt zu ändern. Allerdings war ich zu der Zeit aufgrund der persönlichen Situation nervlich auch schon ziemlich am Ende... Inzwischen bekommt jeder, der mich nach meinem Mann fragt die Antwort, dass derjenige doch meinen Mann bitte selbst ansprechen soll. Mir persönlich geht es besser damit.
3.die Erkenntnis, dass man selbst die Sucht des Partners und die damit verbundenen alltäglichen Probleme nicht alleine in den Griff bekommen kann. Wir sind inzwischen 12 1/2 Jahre verheiratet; seit etwas mehr als 10 Jahren beschäftigt sich mein Mann täglich weniger mit dem realen Leben, schon gar nicht mehr mit mir... daraus folgt 4. die Erkenntnis, dass ich selbst als Angehörige Hilfe brauche! Es ist ganz einfach eine Doppelbelastung, mit so jemand zusammen zu leben; ihn an alle seine Termine erinnern zu müssen - keinen verlässlichen Partner an der Seite zu haben (Versprechen werden nicht gehalten; Termine und Verabredungen platzen; Vereinbarungen wurden angeblich nie getroffen usw.) Vor allem verstehen das andere nicht, wenn sie nicht selbst betroffen sind!

Kinder haben wir zum Glück keine, trennen möchte ich mich nicht von ihm, also achte ich persönlich auf folgendes:
- ich habe mir unmittelbare Hilfe im Haushalt gesucht, denn ich selbst gehe auch noch im Schichtdienst - im Schnitt 35 Wochenstunden aufgeteilt auf 7 Tage 24 Stunden nach Bedarf auf Abruf - arbeiten und schaffe ganz einfach nicht immer alles alleine (ist ein weiter Weg, sich das einzugestehen, wenn man nur zu zweit ist!)
- ich habe unsere Konten so eingerichtet, dass ich überall Zugriff habe und sofort alles sperren kann falls notwendig
- ich lüge nicht mehr für ihn, sage auch inzwischen offen wie es um uns und auch unsere Beziehung bestellt ist und dass er nichts mehr zu Hause auf die Reihe bekommt (sei es auch nur ein paar Rollos zu montieren, muss ich alles alleine machen!)
- ich verzichte nicht mehr auf Unternehmungen, die mir wichtig sind, notfalls gehe ich alleine (wenn er mal wieder zu müde ist oder keine Lust hat bzw. bei Besuchen einschläft - ist schon passiert - dann schicke ich ihn mit den öffentlichen Verkehrsmitteln alleine nach Hause!)
- ich achte bei Gesprächen darauf, dass er mir wirklich zuhört, sobald er währenddessen zu Handy oder Laptop greift bzw. ich merke, dass seine Gedanken dort schon wieder unterwegs sind, verlasse ich einfach den Raum - notfalls auch mitten im Satz
- ich lasse mir kein schlechtes Gewissen mehr einreden (schaffen solche Leute ja bekanntermaßen gut); ich versuche dabei nicht die Realität aus den Augen zu verlieren (gefühlsmäßig sieht es ja oft anders aus)
- ich suche mir Freunde und Gesprächspartner, zu denen ich im Notfall auch mal flüchten kann
- ich unternehme einiges, lasse mich nicht durch ihn in der Wohnung einsperren, ich habe meine eigenen "freien" Tage - oft weiss er dann nicht mal wo ich bin bzw. wann ich nach Hause komme, ich lasse mich da aber auch nicht mehr kontrollieren (er hat mich in der Beziehung nämlich schon mal versucht mich unter Druck zu setzten, das muss ich mir nicht bieten lassen)
- ich habe über das ganze Jahr verteilt feste Termine für gemeinsame Unternehmen geplant, lasse aber meinem Mann dann die Wahl was wir gemeinsam unternehmen (gemeinsames "echtes" Spiel - wir haben "Siedler-Kartenspiel für 2" entdeckt; Fahrradtouren; Einkaufsbummel; usw., ich muss dafür dann immer extra bei meinem Arbeitgeber dienstfrei beantragen)
- das Wichtigste: ich habe eine Gruppe von betroffen Angehörigen gefunden, die sich regelmäßig zum Gruppengespräch unter sozialtherapeutischer Anleitung treffen. Der Gedankenaustausch tut so gut, man merkt, dass man mit seinem Problem nicht alleine steht!

Ich habe leider nicht die Zeit, die ganzen Beiträge hier zu lesen - aber den Hinweis auf die Seite für Paare habe ich bereits gefunden. Vielleicht hilft dieser Beitrag aber auch dem einen oder anderen weiter, sich seiner eigenen Situation und auch seinen eigenen Gefühlen wieder bewusst zu werden. Ich lerne gerade durch den Gedankenaustausch mit betroffenen Angehörigen zu analysieren, wie es mir bei dem allen geht - nur wenn es mir selbst gut geht ist alles irgendwie erträglich, das ist mein Ziel.

Ja, und wer wie ich in Berlin oder näherer Umgebung wohnt, darf sich gerne an das Café Beispiellos, Wartenburgstr. 8, 10963 Berlin, Tel. 030/66633955 oder 030/66633956 wenden. Es gibt dort Betreuung und Angebote im Bereich Automaten-Glücksspiel; Computerspielsucht und allgemeine Computersucht für Betroffene und Angehörige. Homepage bzw. weitere Infos unter http://www.dicvberlin.caritas.de/41700.html.
Ich persönlich fühle mich dort sehr gut aufgehoben und endlich verstanden!

Eure Mitstreiterin,
Christine Hensgen

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361


Name:
B 137 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Sa 29 Aug 2009 16:49:48 CEST
Betreff:anonym
 

Liebe Familie Hirte, Liebe Eltern,

Vorweg einen herzlichen Glückwunsch an sie und ihren Sohn, dass er es geschafft hat von WoW wegzukommen. Es ist nicht einfach, und ich wage zu behaupten das 70% der Leute die meinen sie könnten aufhören wann sie wollen damit die Augen vor ihrer Sucht verschließen.

Mein Antrieb um diesen Beitrag zu schreiben war eigentlich nicht der, von meiner "Karriere" in WoW zu erzählen. Es ist Geschichte, aber ich muss sagen ich war auch sehr süchtig und isoliert.

Viel mehr wollte ich ein bisschen erklären, was Kinder und Erwachsene so an World of Warcraft fasziniert.

Zunächst ist es eine riesige Welt - Selbt nach Jahren Spielzeit findet man noch Winkel in Landschaften die man noch nicht kannte, in denen es noch eine geheime Höhle gibt etc.

In WoW findet man schnell "Freunde" - Um etwas zu erreichen MUSS man in WoW Gruppen, oder Raids (Schlachtzugsgruppen) bilden. Zusammen arbeitet man darauf hin immer stärkere und schwierigere Gegner zu besiegen um sich und seine Spielfigur schöner und stärker zu machen. Viele Menschen, vor allem Kinder sehen die "Spielkameraden" direkt als Freunde an.

Es hört nie auf - World of Warcraft hat kein Ende. Erst vor kurzem hat Blizzard Entertainment eine neue Erweiterung auf ihrer Messe bekannt gegeben - Experten rechnen damit dass World of Warcraft mindestens noch 5 Jahre, eher weitaus mehr, erhalten bleibt.

Aus der Sicht von Blizzard Entertainment sicherlich verständlich. Man bedenke : 14 Millionen angemeldete Accounts, jeder davon bezahlt 13 € monatlich.
Hier reden wir also auch um finanzielle Beträge weit entfernt von jeder Vorstellungskraft.




Um jemanden von WoW wegzukriegen gibt es wirklich nur eine einzige Möglichkeit. Es kann nicht Zeit für Zeit reduziert werden, wie bei einer Alkoholsucht oder ähnlichem. Es muss sofort eingestellt werden - ob sie als Eltern den Computer wegnehmen oder das Internet abbestellen, es wird helfen. Sicherlich wird das Kind sich wehren, und sehr wütend und verzweifelt sein, wenn es schon so süchtig ist dass es WoW als den einzigen Lebensinhalt sieht.

Bei mir war es damals so.

Nachdem ich aufgehört hatte hasste ich meine Eltern dafür, dass sie es mir verbieteten WoW zu spielen - zuerst.

Schon nach einigen Wochen merkte ich dass ich durch das Leben ging, mit weniger Druck und weitaus "befreiter".
Wenige Wochen darauf war ich wieder in einem sehr guten sozialen Umfeld, und hatte eine Freundin.

Jetzt, 2 Jahre nachdem ich mit WoW aufgehört habe bin ich schlank. In meiner WoW - Zeit hatte ich 10 Kilo zugenommen, da ich viel Cola trank um lange wach bleiben zu können und selten Zeit für richtiges Essen fand.


Ich hoffe ich konnte ihnen helfen, und ich denke mir dass wenn man ein bisschen weiß was in den Kindern vorgeht, man weitaus besser handeln kann.


MfG

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360


Name:
B 136 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Fr 28 Aug 2009 12:03:42 CEST
Betreff:Nicht nur Jugendliche
 

Computerspielsucht ... dabei wird immer nur an Jugendliche gedacht.
Nun ja ... meine Mutter ist süchtig nach einem Online Rollenspiel namens FIESTA. Es fing natürlich langsam an (damals mit WoW) und wurde immer mehr.
Mittlerweile ist es kaum auszuhalten. Ich mache mir echte Sorgen.
Ich wohne nicht mehr bei meiner Mutter aber ich habe noch einen jüngeren Bruder - der zwar auch spielt - aber nicht süchtig ist. Meine Mutter vernachlässigt mittlerweile so gut wie alles. Sie geht zwar noch arbeiten aber hat dennoch Geld Probleme, es ist selten etwas essbares im Haus, sie hat mittlerweile keine Freunde mehr, mit denen sie regelmäßig Kontakt hat. Der Haushalt geht den Bach runter und die Erziehung oder auch nur das Interesse für ihre Kinder ist bald verschwunden.
Mein Bruder hat völlig freie Hand - seine hausaufgaben oder Klausuren, Noten werden schon längst nciht mehr kontrolliert - er trifft sich mit Freunden nur noch zum Trinken bis zum Umfallen und meine Mutter merkt es nicht einmal.
Wenn ich mit ihr telefoniere ist sie nebenbei am spielen und hört mir überhaupt nicht zu. Ich habe ihr letztens gesgat dass ich finde, dass ihre Spielerei Überhand nimmt und sie hat nur abwesend "jaja mein schatz" gesagt.
Ich weiß nicht mehr weiter. Ich mache mir Sorgen um Sie, ihre finanzielle Situation und vor allem auch um meinen Bruder.

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359


Name:
Ein WoW Spieler (kirgal@web..de)
Datum:Do 20 Aug 2009 10:54:25 CEST
Betreff:Wow spielen kann auch einfach eine Freizeit sein ohne Suechtig zu machen.
 

Ich selbst denke nicht das ich WOW süchtig bin, wobei man das selbst meistens weniger mitbekommt.
Das Spiel spiele ich 2-3 mal die Woche am Abend. Meistens in der Woche nach der Arbeit anstatt Fernsehen.
Ich habe ein Job und verdiene gut und drehe meine Ferien und Freizeit nicht um WOW.

Wenn es schlechtes Wetter ist kann es passieren dass ich einen ganzen Samstag durchspiele,
Wenn aber schönes Wetter ist, dann sag ich nein zum Computer und geh Tauchen oder Fahrrad fahren.
In WOW bin ich in einer Gilde und Raidgemeinschaft mit andere Leuten. Aber das sind auch alles Leute die meist Erwachsene sind.
Und dort kommt das Reale Leben vor dem virtuellen Leben.

Ich denke das dies auch allen Hilft nicht süchtig zu werden, da dies für jüngere dann auch nein Beispiel ist das Sie nachleben können.
Wir treffen alle mindestens 1 mal im Jahr und spielen Spiele wie Schnitzeljagt (Ja die Fragen etc sind auf WOW basiert) in einem Abgelegenen Chalet mitten im Wald.
Dort gibt es keine Computer, sondern Bier, Säfte, Chips und viele Spaß und Witz.

Somit haben wir ein ausgeglichenes Leben zwischen Spiel in der Virtuellen Welt und Spaß in der realen Welt.

Leider gibt es andere Gilden die Leuten schlechtes Gewissen geben wenn Sie nicht online sind und dies denke ich ist der Grund wie Spielsucht gefördert wird.
Wenn man Loyalität benützt um Leute an dem Computer zu halten, dann werden die Süchtig aus Loyalität.
Aber dies ist leider so bei jeder Sucht.

Ich denke nicht das das Spiel die Sucht ist, sondern die Loyalität zu den anderen.
Diese Leute können genauso gut süchtig werden von was anderem.
Somit meine ich das die Sucht bekämpft werden muss und nicht das Spiel.

Die einzige Art die ich sehe ist das ältere die Vorbildfunktion haben.
Wenn Eltern zum Beispiel auch spielen und zeigen wie man spielen kann ohne täglich zu spielen, dann lernen das auch die Kinder.

Hier ein Beispiel:
Wenn wir gerade am spielen sind und unangekündigter Besuch bei jemanden vorbei schaut, dann wird gesagt, sorry Freund ist vorbeigekommen, kann ihn nicht alleine lassen oder in WOW zusehen lassen. Muss mich ausloggen.
Dies wird von allen verstanden und sogar bestätigt.
Diese Vorbildfunktion kann aber nur aus dem Spiel raus geschehen.

Mein Fazit ist also das Eltern vielleicht auch mal das Spiel spielen sollten, um die Kinder zu verstehen, und denen dann vorzuleben und erklären wie man sich verhält. Und die Eltern lernen dabei welchen Einfluss das Spiel hat und welchem Druck die Kinder ausgesetzt sind(Und natürlich auch welche Vorteile diese Spiele haben z.B. Kontakt mit Menschen aus aller Welt).
Nicht vergessen, Kindern lernen indem Sie nachahmen.

Dies ist auf jeden Fall meine Meinung. Ich kann mich natürlich auch täuschen, aber ich wollte gerne den Eltern auch mal eine Sicht geben von einem Spieler der 36 Jahre alt ist und Computerspiele spielt seit Er 6 ist. Und trotzdem sein Leben auf die Reihe kriegt, sei es Freundes bedingt, Berufs bedingt oder Freizeits bedingt.

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358


Name:
Claus H. (20) (Peder1989@gmx.de)
Datum:Mo 17 Aug 2009 11:07:02 CEST
Betreff:Rollenspiel Sucht
 

hallo alle zusammen.Ich wollte nur mal eben schnell etwas berichten und zwar ich war damals selbst World of Warcraft abhängig
und habe das spielen nur durch einen zufall aufgegeben da unser i net zu Hause nichtmehr funktioniert hat.Ich habe selbst auch oft mehrere TAGE hintereinander durchgespielt mit essen vom pizzalieferranten oder ähnlichem, mitlerweile da ich nun kein WoW mehr spiele (aber durchaus noch andere spiel)seit fast zwei Jahren
fühle ich mich einfach besser,ich bin wieder in einem normalen Umfeld habe wieder meine alten und auch neue REALE Freunde gefunden.Kurz nachdem ich aufgehört habe zu spielen bin ich mit meiner noch immer jetztigen Freundin zusammengekommen auf einer Party wo ich nie hingegangen wäre wenn ich nicht aufgehört hätte zu spielen.Mitlerweile spiele ich wirklich nur noch dann, wenn niemand anderes von meinen Freunden Zeit hat, ok ich gebe zu auch manchmal bis tief in die Nacht aber ich habe dann Morgens auch kein Problem mehr damit Nicht mehre gleich nach dem aufstehen an den pc zu gehen was ich früher auch oft gemacht habe.

Das wollte ich nur loswerden ich hoffe es stört niemanden.

PS:Ich finde es gut das es diese Seite gibt und ich freue sehr für das Ehepaar Hirte das sie Ihren Sohn wiederhaben

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357


Name:
B 135 Ex-Gamer anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Fr 24 Jul 2009 21:51:19 CEST
Betreff:Spiel Sucht
 

Hier ein paar Tipps um Ihre Kinder vom World of warcraft spielen wegzubekommen

1.Geben sie ihnen kein Geld mehr durch das Geld kaufen sich die Jugendlichen so genannte GameCards !
2.Stellen sie bei ihrem anbieter eine Kindersicherung rein beschränken sie das spielen auf 3-4 Stunden am Tag oder weniger
3.Drohen sie ihnen an das sie das internet kündigen wenn sie oder er nicht mehr zurücksteckt mit dem spielen

Das sind die Punkte wo ich helfen kann ich habe selbst wow gespielt seit der Beta version aber ich bin nun älter geworden (20)
und auch reifer ich haber erkannt das es auch ohne spielen geht habe eine Freundinn mit der ich heiraten will und einen durchaus guten beruf

MfG
ExGamer

Ps:Ihre kinder können das schaffen es dauert zwar aber es ist zu schaffen

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356


Name:
djkatz (dj.katze@cool.ms)
Datum:Fr 24 Jul 2009 18:28:12 CEST
Betreff:mitwirkung der provider
 

da bin ich wieder, nach 8 monaten...
mein sohn ist inzwischen immer mehr in die virtuelle welt abgeglitten. immer wieder holt ich die polizei zur hilfe - ich muss mich hin und wieder gegen seine körperlichen attacken verwehren. gerade erst vor zwei wochen war er zur "kriseninbtervention" in der landesklinik. gebracht hat es im endeffekt nicht viel. er fühlte sich nur in seinen grundrechten beschnitten.
jetzt versuche ich schon seit einer woche - ergebnislos - unseren provider "netcologne" dazu anzuhalten, doch das internet zu sperren. "geht nicht" war die 1. antwort, die weitere: "es ist möglich". und war war? das telefon wurde gesperrt und das internet lief weiter wie auch zuvor. danach schrieb ich mehrfach netcologne an - ohne eine antwort zu erhalten. aber! sinniger weise bekam ich eine email, wo ich doch den kundendienst bewerten sollte! das ist doch ein schlechter witz! nachdem ich - hartnäckig, wie ich bin - nicht locker ließ, wurde mir jetzt mitgeteilt, dass mein anliegen schließlich der beschwerdeabteilung zugeleitet wurde. mal sehen, wie lange diesmal eine antwort braucht.
das modem einfach verschwinden lassen, bringt nichts. da der junge mann dann gewalttätig wird!
um die zukunft meines sohnes mache ich mir berechtigte sorgen.

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355


Name:
B 134 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Do 23 Jul 2009 10:16:18 CEST
Betreff:Aussteigen
 

Das einfache Löschen von WoW bringt keinen Erfolg. Solang der Account und damit der Chrakter existiert wird es immer wieder zu Rückfällen kommen, kenne ich aus eigener Erfahrung.

Der Account muss verschwinden, entweder durch Löschen oder durch den Verkauf, davon hat man ja immerhin noch etwas.

Gruß

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354


Name:
B 133 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Di 14 Jul 2009 11:52:42 CEST
Betreff:Irischer Reisesegen
 

Lieber Grosso!

Gott segne dir die Erde, auf der du jetzt stehst.
Gott segne dir den Weg, auf dem du jetzt gehst.
Gott segne dir das Ziel, für das du jetzt lebst.

Deine Schnuma

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353


Name:
Ernst Walter (e.g.walter@web.de)
Datum:So 12 Jul 2009 15:20:39 CEST
Betreff:Onlinespielesucht
 

mein 22-jähriger Sohn Thomas hatte am Freitag, 26.05.09, nachdem ich ihn nur durch Abschaltung des Internetzuganges vom seinem Computer bringen konnte, sein Zimmer verwüstet. Er hat Schranktüren ausgerissen, die Vorhangstange und Tapete von der Wand gerissen, Kleider sowie andere Gegenstände in seinem Zimmer umher geworfen. Anschließend hat er mir durch Verbarrikadieren der Zimmertüre mit Schränken den Zutritt zu seinem Zimmer verwehrt. Seitdem war er für drei Tage in seinem Zimmer und hat nicht gegessen und getrunken. Den Versuch, ein Gespräch mit ihm zu führen, wurde nur mit Schweigen, bzw. mit „Hau ab“, „Verschwinde“ beantwortet und hat mich mit Drecksack betitelt. Derartiges habe ich in der Vergangenheit niemals von meinem Sohn zu hören bekommen.

Ich sehe es als meine Plicht an, Meldung hierüber an Sie zu machen, denn Thomas braucht dringend psychologische Hilfe, um von seiner Computersucht wegzukommen. Durch das Leben in seiner virtuellen Computerwelt hat er bereits seinen Ausbildungsplatz gekündigt bekommen. Eine Verlängerung der Ausbildungszeit wegen Prüfungsversagen, zu der er erst gar nicht angetreten ist, wurde ihm vom Ausbildungsbetrieb erst genehmigt, aber dann wegen Untätigkeit gekündigt. Das Alles nur in groben Zügen.

Hilfe wurde mir vom Allgemeinen Sozialdienst der Stadt Würzburg, Frau Marieke Heinen, Dipl. Soz. Päd., mit der Begründung abgelehnt, dass mein Sohn schließlich volljährig sei. Ein Vorsprechen beim Arbeitsamt wegen psychologischer Betreuung wurde mir aus Datenschutzgründen nicht gewährt. Ein Vorortgespräch mit Herrn Alexander Pfeifer, Sozialpsychiatrischer Dienst des Gesundheitsamtes Würzburg, führte zu keinerlei Erfolg. Herr Schühler, Sozialarbeiter in der Christophorus Gesellschaft in Würzburg, verhalf meinem Sohn zwar zu einer Wohnung, deren Eigentümer die Gesellschaft ist, aber in keiner Weise Hilfe, um seine Sucht einzudämmen.

Dass mein Sohn süchtig ist, bestätigte mir auch mein Hausarzt, Dr. Foril. Diesen habe ich an Pfingsten zu Hilfe gerufen, weil mein Sohn erhebliche Mengen Schmerzmittel in seinem Zimmer hatte und diese möglicherweise eingenommen hatte, denn ich bekam keine Antwort mehr von ihm. Dr. Foril hat er nach längerem Gespräch auch Zutritt zu seinem Zimmer gegeben. Auch konnte Dr. Foril durch ein längeres Gespräch mit meinem Sohn ein einigermaßen „normales“ Verhältnis zwischen mir und meinem Sohn herstellen, welches aber bereits am gleichen Tag von meinem Sohn wieder verworfen wurde.

Mein Sohn zog dann am 26.Juni 2009 aus. Nunmehr hat er das erreicht, was er seit geraumer Zeit schon in meiner Wohnung praktizierte: Spielen in jeder freien Minute, um sein Onlinesucht zur Perfektion zu vervollkommnen. Ich war seit 04.April 1996 Alleinerzieher von zwei Kindern und habe niemals richtige Hilfe von irgendeiner Seite bekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Ernst Walter

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352


Name:
B 132 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Mo 29 Jun 2009 11:47:00 CEST
Betreff:anonym
 

Liebe Familie Hirte,
endlich habe ich eine Seite gefunden in dem das Thema Online-Sucht Thema ist.
Wir haben eine Sohn der seit 4Jahren O-Game Spieler ist. Das er süchtig ist, oder erste Anzeichen hat ist uns seit letztem Jahr aufgefallen!! Er war vorher 4Jahre auf dem Internat und ist seit letzten Dezember wieder zu Hause( Schulstress etc.). Hier zu Hause hat er keine Zugang zu diesem Spiel, da wir die Seiten gesperrt haben.
Ich bitte Sie um Hilfe! Was können wir noch tun?
Unser Sohn lacht mich aus, wenn ich von einer Spielsucht spreche. Er selber hat sich aber sehr verändert und möchte keine Hilfe in Anspruch nehmen.
Bitte helfen Sie mir?
Ich hoffe, auf eine baldige Antwort



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351


Name:
B 131 anonym (unsbekannt@rollenspielsucht.de)
Datum:Mo 22 Jun 2009 14:12:29 CEST
Betreff:anonym
 

Liebes Ehepaar Hirte!

Ich bin nun seit nunmehr über 8 Jahen mit meinem Freund zusammen.
Er ist die Liebe meines Lebens. Herrje, mir kommen direkt die Tränen wenn ich das hier schreibe. Ich kann nicht mehr, bin ausgelaugt, eifach fertig.

Mein Freund spielt seit Jahren WOW.
Ich kann es nicht mehr sehen, nicht mehr hören, nicht länger ertragen.

Als er sein Studium begann, da dachte ich: jetzt hört es auf. Jetzt kann es einen Neubeginn geben. Ich studiere selber und ich dachte an gemeinsame, zukünftige Interessen, die uns verbinden könnten.

Vorab: sein Studium ist das einizge, was er nicht vernachlässigt.

Allerdings: es hörte nicht auf-es wurde schlimmer.
Mittlerweile spielt er täglich, geht nie ans Telefon, öffnet nicht die Tür, schaut mich nicht mal mehr an, wenn ich reinkomme und "hallo" sage. Oftmals bemerkt er mich gar nicht mehr. Seine ach so tollen "Gildenfreunde" scheinen wichtiger zu sein.
Er fühlt sich nur noch genervt-auch, wenn ich ihn versuche mit etwas Schönem zu überraschen.

Oftmals "überhört" er mich einfach-lässt mich stehen und redet weiter in sein Mikrofon zu seinen "Kollegen". Fassungslos, hilflos aber nicht überrascht stehe ich neben dem Schreibtisch und gehe wieder.
Reale Freunde hat er nicht mehr.
Er leidet seit neuestem unter Schlafstörungen, nimmt Schlaftabletten. Mein Einwand, dass es vom kaputten Rythmus kommt, werden unter den Tisch gekehrt (er spielt oft nachts durch und kann dann in darauf folgenden Nächten nicht schlafen).

Am schlimmsten ist es, wenn ein "Rauid" verloren wird: Diese Art Aggression kennt niemand, der nicht betroffen ist. Ein sonst so lieber Mensch morpht zu einem Irren.

Irgendwann habe ich ihn mal gefragt, was das Spiel überhaupt bringt. Damit mir nicht der Vorwurf gemacht werden kann, dass ich nicht beurteilen würde, was ich nicht kenne, habe ich es selbst gespielt. Doch der Sinn des Spieles konnte nicht erkannt werden. Einen Charakter "hochleveln", ihn stärker machen und "Onlinegeld" verdienen, solange, bis von Blizzard wieder weitere Level eingebaut werden, etc, etc. Das Ganze geht dann wieder von vorne los. Was bringt es?
Für diejenigen, die es als eingeschränkten und netten Zeitvertreib spielen, habe ich ja noch Verständnis, aber es artet bei Wow aus.

Ich breche zusammen, wenn ich daran denke, was ich alles versucht habe.
Erst dachte ich: Vielleicht bin ich nicht hübsch genug. Also nahm ich ab: von über 60Kg auf 47. Jetzt kommt`s: Er bemerkte es nicht mal.
Dann dachte ich: vielleicht bin ich ihm nicht klug genug: Also lernte ich mehr.
Meine "Errungenschaften" in beruflicher Hinsicht wurden komplett(!) ignoriert. Andere beglückwünschten mich während mein eigener Freund keinen Ton gesagt hat.
Auch das blieb eben unbemerkt.
Zeitweise habe ich tagelang nicht gesprochen, nichts gegessen. Man darf gespannt sein, was geschah: es blieb unbemerkt.
Ich habe Freunde und Familie eingeladen zu gemeinsamen Unternehmungen. Er hatte Ausreden um nur nicht mitkommen zu müssen und seine Raids machen zu können. Mir ist das nur noch peinlich, aber dennoch schütze ich ihn und sage er müsste lernen (auch wenn nichts für ihn ansteht).
Ja, mir geht es schlecht. Schon lange. Wenn andere mich darauf ansprechen, so sage ich nichts.

Sogar an seinem Geburtstag war der Raid wichtiger als das von mir gekochte Essen.

Ich bin verzweifelt und am Ende. Für mich ist kein Platz, keine Zeit. Wahrscheinlich war ich all` die Jahre einfach nur die Putzfrau, Köchin und Buchhalterin für ihn. Es ist so oft eskaliert-früher. Jetzt nicht mehr. Jetzt schaffe ich es nicht mehr zu schreien oder zu kämpfen oder Verständnis zu zeigen. Ich leide, aber er sieht es nicht. Er würde auch nichts davon wissen wollen. Hin-und Hergerissen zwischen Liebe und Verzweiflung, zwischen "Er is doch mein Traummann" und "Soll das unsere Zukunft sein?", schwanke ich zw. bei ihm bleiben und Trennung. Es würde mir das Herz brechen.
Die Liebe meines Lebens ist irgendwo in den Weiten von Wow.

Grüße,
XXX
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